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Borna Kitzschers Bürgermeister sieht Ende der Braunkohleverbrennung nahen
Region Borna Kitzschers Bürgermeister sieht Ende der Braunkohleverbrennung nahen
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18:31 06.04.2018
Junge Tänzerinnen aus Kitzscher können auch bayrisch: Mit flotten Tänzen erfreute die D&J Dance Formation die Gäste des Neujahrsempfanges im Rathaus. Quelle: André Neumann
Kitzscher

Zum ersten Mal seit 2015 fand in Kitzscher wieder ein städtischer Neujahrsempfang statt. Der Rückblick, den Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler), seinen Gästen im Rathaussaal präsentierte, fiel deswegen etwas umfangreicher aus. Er begann mit der Sprengung des Kesselhauses des Kraftwerkes Thierbach Anfang 2015 und reichte bis zum Besuch des sächsischen Kurzzeit-Kultusministers Frank Haubitz, der am 28. November den Fördermittelbescheid für die Sanierung der Oberschule Kitzscher überbrachte.

Bürgermeister Maik Schramm beim bebilderten Rückblick auf die Jahre 2015 bis 2017. Quelle: André Neumann

Beide Ereignisse sind einigermaßen symbolträchtig. Das erste steht für Schramms feste Überzeugung: „Das Zeitalter der fossilen Brennstoffe ist vorbei.“ Nur „für eine gewisse Übergangszeit“ werden man im „Hochtechnologieland Deutschland“ noch Braunkohle verbrennen müssen, sagte er. Der Förderscheck für die Schule und der wieder abgesetzte Hoffnungsträger Haubitz stehen auf ganz unterschiedliche Weise für eine der wesentlichen Aufgaben, die nach Ansicht Schramms in diesem Land erfüllt werden müssen: „Die Investition in Bildung und schulische Infrastruktur, in Kindereinrichtungen und Ausbildung von Lehrern.“

Um den eigenen Part in dieser Gemengelage zu erfüllen, will Kitzscher nicht nur die Oberschule sanieren und als „Sahnehäubchen“ an den Bau einer Mehrzweckhalle denken, sondern auch in die Grundschule sollen demnächst 1,3 Millionen Euro fließen.

Der Frauenchor Kitzscher hat den Empfang umrahmt, am Flügel Leiterin Steffi Gerber. Quelle: André Neumann

Ebenfalls 2018 sollen die kommunalen Straßen in Thierbach fertiggestellt werden. Im Anschluss ist vorgesehen, im Ortsteil Trages die Grundstücke an die Kanalisation anzuschließen und die kommunalen Straßen grundhaft auszubauen. Daneben verfolgt die Stadt weiter die Erschließung und Besiedelung des Wohngebietes Kitzscher Nord-West.

Jenseits aller materiellen Überlegungen seien der größte Schatz der Stadt jedoch die Menschen, die in Kitzscher wohnen und arbeiten. „Sie gestalten das soziale und kulturelle Leben“, betonte Schramm und leitete zur Ehrung von aktiven Ehrenamtlichen über, die von Vereinen und Institutionen dafür vorgeschlagen worden waren.

Martin Wenk ist der emsige Chronist der Orte Dittmannsdorf und Braußwig. Jens Krause ist engagierter Trainer beim Thierbacher SV. Stadträtin Bärbel Frommelt (Linke) engagiert sich für die Unterstützung und Integration von Asylbewerbern. Gerhild Biniek engagiert sich für Seniorenarbeit, Flüchtlingsintegration und auch noch im Heimatverein. Inge-Helga Patzler arbeitete mehr als 20 Jahre im Vorstand des Siedlervereins. Harald Schöne ist im TSV Kitzscher der Motor für den in der Stadt weit verbreiteten Schach-Sport. Jörg Berthold gehört zu aktivsten Mitgliedern im Feuerwehrverein Trages. Hans Joachim Neumann führt nach 25 Jahren an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr jetzt deren Alters- und Ehrenabteilung mit ungebrochenem Engagement. Karin Panitz gilt als Aktivposten bei der Ortsgruppe der Bergbaugewerkschaft IGBCE. Und Edith Raabe ist Sängerin und Chronistin des Frauenchores und eben so lange „Gute Seele“ der Popgymnasitk im TSV Kitzscher.

Der Bürgermeister (r.) hat zehn engagierte Ehrenamtliche geehrt (v. li.): Martin Wenk, Jens Krause, Bärbel Frommelt, Gerhild Biniek, Inge-Helga Patzler, Harald Schöne, Jörg Berthold, Hans Joachim Neumann, Karin Panitz und Edith Raabe. Quelle: André Neumann

In guter Tradition sorgten einheimische Vereine für die kulturelle Umrahmung der Veranstaltung: die D&J Dance Formation und der Frauenchor Kitzscher.

Von André Neumann

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