Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Klimapilger in Groitzsch und Deutzen
Region Borna Klimapilger in Groitzsch und Deutzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:15 15.10.2018
Die Kirche in Deutzen. Quelle: Jens Paul Taubert
GroitzscH/Deutzen

Unter dem Motto „Geht doch“ sind seit dem 9. September Menschen als Klimapilger unterwegs durch Deutschland. Ihr Ziel ist die polnische Stadt Kattowitz, wo am 3. Dezember die Spielregeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens Thema einer internationalen Konferenz sind. Dabei legen die Pilger auch eine Etappe von Groitzsch nach Deutzen zurück, wo sie am Abend des 25. Oktober erwartet werden.

Pilger übernachten in der Konradskirche in Deutzen

Übernachten werden die Pilger – Menschen verschiedener Konfessionen, die in wechselnden Besetzungen unterwegs sind, um das Bewusstsein für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz zu schärfen – in der Deutzener Konradskirche sowie in der Caritas-Sozialstation Deutzen und bei Privatleuten, sagt Dietrich Oettler, der Pfarrer der katholischen Gemeinde Borna, zu der auch Deutzen gehört. Nach der Begrüßung ist eine ökumenische Andacht geplant. Pfarrer Oettler: „Klimaschutz geht nicht ohne Gebet.“ Zudem stärken sich die Pilger bei einem Essen, bevor gegen 19 Uhr eine Gesprächsrunde mit den Initiatoren der „Vision Ökokirche“ auf dem Programm steht. Nach einem Frühstück im Gustav-Adolf-Haus starten die Pilger am nächsten Morgen zu ihrer 48. Etappe, die sie über Borna Richtung Bad Lausick führt.

Pilger starten in Groitzsch

Am Tag zuvor setzen sich die Pilger zunächst gegen 9 Uhr in Groitzsch in Bewegung, um anderthalb Stunden später in der Pödelwitzer Kirche anzukommen, wo ein Gespräch mit der Initiative „Pödelwitz bleibt“ ansteht. Wenn sie am Abend in Deutzen ankommen, werden sie auch von Konfirmanden aus Regis-Breitingen begrüßt. Die Regiser Pfarrerin Ulrike Franke will damit die Sinne der jungen Leute für dieses Thema schärfen. Allerdings kann die Geistliche, die seit einem reichlichen halben Jahr in Regis ist, die Pilger nicht in eine eigene Kirche in Deutzen einladen. Wo sich das Gotteshaus einst befand, ist heutzutage die „Adria“, das Speicherbecken Borna, was, so Pfarrerin Franke, auch als Bild für Folgen des Bergbaus gelten kann.

Weg führt durchs Mitteldeutsche Revier

Der Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, mittlerweile der dritte seiner Art, führt von Bonn über Berlin nach Kattowitz. Auf der Strecke liegen „Kraftorte“ und „Schmerzpunkte“, wie es von Seiten der Veranstalter heißt. Der Pilgerweg verläuft durch das Rheinische, Mitteldeutsche und Lausitzer Braunkohlerevier und führt durch Düsseldorf, Hannover, Leipzig, Dresden und Potsdam. In Berlin wollen die Pilger der Bundesregierung ihre Forderungen übergeben. Von dort pilgern sie mit polnischen Partnern nach Kattowitz, um sich während der Weltklimakonferenz im Rahmen einer ökumenischen Abschlussveranstaltung mit Pilgern aus aller Welt zu treffen.

Von Nikos Natsidis

Sie müssen über Hürden springen – fehlerfrei und in kurzer Zeit. Allerdings geht es nicht um Pferde, sondern um Hunde. In Rötha gab es jetzt ein Agility-Turnier – mit so vielen Startern wie nie.

14.10.2018

In Rötha wurde am Sonnabend im Museum mit Vereinen, Besuchern und sogar Monarchen gefeiert. Anlass war der 205. Gedenktag der Völkerschlacht. Rötha spielte im Jahr 1813 eine herausragende Rolle.

14.10.2018

Erst nach einer Verfolgungsjagd haben Altenburger Polizisten einen rücksichtslosen Motorradfahrer in Borna gestellt. Wie die Beamten am Sonntag mitteilten, hatte sich der Raser in Treben versucht, einer Verkehrskontrolle zu entziehen und war in riskanter Art geflüchtet.

14.10.2018