Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Knappe Parkzeit in Kitzscher
Region Borna Knappe Parkzeit in Kitzscher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 08.02.2013
Von Andre Neumann
Stadtinspektor Marcel Weißenberger steckt einem Pkw, der im Innenstadtbereich in der Kurzparkzone steht, ein Knöllchen an. Quelle: Jakob Richter
Kitzscher

Wer keine Parkscheibe einlegt oder die Stunde überzieht, muss damit rechnen, dass der zuständige Stadtbedienstete Marcel Weißenberger ihm ein rotes Knöllchen unter den Scheibenwischer steckt, untrügliches Zeichen für die bald ins Haus flatternde Verwarnung mit Zahlungsaufforderung.

 Das widerfährt auch Einheimischen immer wieder. Doris Seliga gehört dazu, die mit ihren gut 70 Jahren selbst Auto fährt und sagt: „Was glauben Sie, was ich hier schon bezahlt habe." Unlängst, erzählt sie, sei sie bei der Rückenschule gewesen, die dauerte von 9.45 Uhr bis kurz nach elf Uhr. An ihr Auto dachte sie nicht, als sie danach gleich noch wegen einer Grippeschutzimpfung zum Arzt ging. Als es ihr doch noch einfiel, meldete sie sich im Wartezimmer kurz ab, ging nach unten zum Auto, wo es ihr schon rot entgegenleuchtete. „Können die die Parkzeit nicht auf zwei Stunden erhöhen", fragt die Rentnerin in Richtung Stadtverwaltung.

Bürgermeister Maik Schramm (parteilos) kann sich mit dem Gedanken, am Parkplatzangebot etwas zu verändern, durchaus anfreunden, zumal es schon einige Hinweise aus der Bevölkerung gegeben habe. „Mit schwebt vor, die Trageser Straße unbegrenzt zum Parken zuzulassen." Über eine Erhöhung der Parkdauer könne auch nachgedacht werden. Die jetzige Regelung stamme noch aus den 1990er Jahren, sagt der Bürgermeister, als es am Markt noch viele Geschäfte gab. Die Gewerbetreibenden selbst hätten damals zeitlich begrenzte kostenlose Parkplätze gewünscht. Dauerstellplätze wären zu lange für Kunden blockiert gewesen. Die Situation hat sich seitdem drastisch verändert: Es gibt nur noch wenige Geschäfte.

Eine Änderung der Ein-Stunden-Regelung wäre aber auch eine Kostenfrage gibt Schramm zu bedenken: „Alle Schilder müssten getauscht werden." Wer länger parken möchte, für den stehen hinter dem Rathaus zeitlich unbegrenzte, kostenlose Plätze zur Verfügung, sagt der Bürgermeister, der natürlich auch weiß, dass der Platz häufig voll ist. Auf den begrenzten Stellplätzen „ahnden wir nicht gleich, wenn einer fünf Minuten überzieht", sagt Schramm. Und Ordnungsbediensteter Marcel Weißenberger, der offiziell den Titel „Stadtinspektor" und als einziger Rathausmitarbeiter eine Uniform trägt, bietet sogar an: „Wenn mir jemand nachweist, dass er zwei Stunden beim Arzt war, nehme ich die Verwarnung zurück."

André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bürger in der Region müssen sich auf deutlich höhere Abwassergebühren einstellen. In der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands Espenhain (AZV) stimmten am Donnerstag sieben der zehn anwesenden Mitgliedskommunen für die Verteuerung.

Saskia Grätz 08.02.2013

Aus voller Kehle schmetterte das begeisterte Publikum lauthals so manches „Röthano Bravo". Es lachte, schunkelte und klatschte: Zum zweiten Kostümball der 50. Saison am Sonnabend im Volkshaus Rötha stimmte die Mischung des Karneval Clubs Rötha (KCR) aus Musik, Tanz, Show und Sketchen.

Gislinde Redepenning 03.02.2013

Vom Einsatzgeschehen her war 2012 ein ruhiges Jahr für die Elstertrebnitzer Feuerwehr. Sechsmal riefen die Alarmmelder zum Einsatz. Die Statistik vermeldete unter anderem zwei Brandeinsätze, eine technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfall und die Bergung einer Person.

03.02.2013