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Region Borna Borna bekommt Revierbüro
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13:47 16.06.2019
Michael Kretschmer und Landrat Henry Graichen (r.) beim Treffen der Arbeitsgruppe zur Strukturentwicklung der sächsischen Braunkohlereviere. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Die Lausitz könne sich von Mitteldeutschland eine Scheibe abschneiden, meinte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag bei einem Besuch in Borna. Der Landeschef zeigte sich angetan von der Tatkraft, mit der sich die Region dem Strukturwandel stelle. „Mitteldeutschland macht auf mich einen zupackenden Eindruck, was vielleicht daran liegt, dass die Erfolge hier schon sichtbarer sind als in der Lausitz.“

Länder arbeiten am Erfolg des Kohleausstiegs

Dass sich auch der Kohleausstieg am Ende in eine Erfolgsgeschichte verwandelt, ist Anliegen einer ministeriumsübergreifenden Arbeitsgruppe, die am Freitag im Bornaer Landratsamt tagte. Dazu eingeladen waren neben Landrat Henry Graichen (CDU) auch dessen nordsächsischer Amtskollege Kai Emanuel (parteilos) sowie der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Strukturentwicklung sächsischer Braunkohlereviere tagte am Freitag in Borna. Quelle: Jens Paul Taubert

Graichen hatte die Gäste willkommen geheißen, „im Kernrevier der mitteldeutschen Kohleregion“, wie er betonte. „Wenn Kraftwerke und Tagebau schließen, haben wir den Verlust von 4800 Arbeitsplätzen in der Braunkohle und bei Dienstleistern sowie den Verlust von 400 Millionen Euro jährlich an Wertschöpfung zu verkraften“, unterstrich Graichen, was für das Revier auf dem Spiel steht. Lobend hob er die gute Kommunikation mit der Landesregierung hervor. „Es bleibt weiter wichtig, die kommunale Ebene eng in diesen Prozess einzubinden.“

Revierbüro soll noch im Juni öffnen

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Revierbeauftragter Stephan Rohde. Quelle: Jens Paul Taubert

ür bessere Beratung und Vernetzung vor Ort kündigte der sächsische Revierbeauftragte Stephan Rohde die Einrichtung eines Revierbüros in Borna an. „Noch im Juni soll die Anlaufstelle vor Ort eröffnen“, so Rohde. Damit setzt das Land seinen Kurs fort, Ansprechpartner vor Ort zu installieren. Das Büro wird mit einem Mitarbeiter der Staatskanzlei besetzt sein, der seine Zelte im Bornaer Landratsamt aufschlägt. Weitere Revierbüros werden in Hoyerswerda und Weißwasser eröffnet.

Sieben Leuchtturmvorhaben in Mitteldeutschland

Die interministerielle Arbeitsgruppe schwor sich in Borna auf die nächste Etappe ein. „Bei optimalem Verlauf sind wir spätestens ab 1. Januar 2020 handlungsfähig und können ab Frühjahr erste Vorhaben bescheiden. Vorausgesetzt, das Gesetzgebungsverfahren läuft wie geplant“, skizzierte Rohde die Zeitschiene. Für Mitteldeutschland wurden sieben Leuchtturmvorhaben präsentiert. Dazu gehören die Verlegung der B 176 bei Neukieritzsch, eine Tunnellösung für die B 2 in Markkleeberg sowie die Elektrifizierung der Strecken Leipzig-Zeitz-Gera sowie Chemnitz-Leipzig über Bad Lausick.

Kretschmer unterstützt Borna als Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes

Kretschmer unterstützte auf LVZ-Nachfrage auch ausdrücklich die Bemühungen, Borna als Standort einer Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes ins Gespräch zu bringen. „Borna bietet sich für diese Ansiedlung an, weil wir hier über ein geeignetes Grundstück verfügen“, erklärte der sächsische Regierungschef. „Es sind mehrere Bälle in der Luft“, so Kretschmer abschließend, „wir müssen sehen, welche wir am Ende eintüten können“.

Von Simone Prenzel

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