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Borna Kraftwerk Lippendorf kurzzeitig komplett vom Netz
Region Borna Kraftwerk Lippendorf kurzzeitig komplett vom Netz
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16:40 17.09.2019
Das Kraftwerk Lippendorf am Dienstag aus Richtung Haubitz gesehen. Beide Blöcke waren außer Betrieb. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Lippendorf

Am Dienstag war das Braunkohlekraftwerk Lippendorf vorübergehend komplett außer Betrieb. Aus keinem der beiden Kühltürme stieg noch die übliche dicke Dampfwolke empor, die auch die Verbrennungsabgase enthält. Der Pressesprecher des Kraftwerksbetreibers Leag, Thoralf Schirmer, sprach vom „unglücklichen Aufeinandertreffen“ zweier Ereignisse.

Erneuerbare Energiequellen haben Vorrang

Einen kontinuierlichen, durchgängigen Betrieb beider Blöcke kennt das Kraftwerk schon seit Jahren nicht mehr. Der Grund: Strom aus erneuerbaren Energiequellen hat Vorrang. Wenn genügend Wind- und Sonnenstrom vorhanden sind, werden konventionelle Kraftwerke gedrosselt.

Mitte Juni dieses Jahres hatte sich die Situation verschärft. Der Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW), dem die Hälfte der beiden 900-Megawatt-Blöcke gehört, nahm keinen Strom mehr ab, sodass Betreiber Leag einen Block abschaltete. Die Vermarktung von in Lippendorf produziertem Strom, so die Begründung in Kurzform, sei für EnBW derzeit nicht wirtschaftlich. Dieser Zustand hält bis heute an.

Technische Störung im einzigen betriebenen Block

Am Dienstag kam es nun im Block S zu einer „technischen Störung“, sagte Schirmer der LVZ auf Anfrage. Die sollte zwar noch im Laufe des Tages behoben werden. Stattdessen aber ging der Block R wieder ans Netz. Denn anders als der süddeutsche Konzern mit Sitz in Karlsruhe vermarkte die Leag weiterhin Strom aus Lippendorf.

Innerhalb der zurückliegenden drei Monate hatte die Leag, deren Hauptsitz sich in Cottbus befindet, zeitweilig sogar beide Blöcke des Lippendorfer Kraftwerkes betrieben beziehungsweise während Reparaturenan einem Block den anderen laufen lassen. Laut Schirmer seien das aber einmalige Vorgänge in Abstimmung mit EnBW gewesen. Seit Kurzem gelte von dort die Ansage: Die Baden-Württemberger entscheiden allein, ob und wann sie ihren Block in Betrieb nehmen lassen.

Von André Neumann

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