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Borna Kreuzkirche Trautzschen bald wieder nutzbar
Region Borna Kreuzkirche Trautzschen bald wieder nutzbar
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05:00 10.08.2018
Seit Juli arbeiten die Dachdecker der Firma Brückner aus Pegau an der Kreuzkirche Trautzschen in Elstertrebnitz. Quelle: Mathias Bierende
Pegau/Groitzsch/Elstertrebnitz

Seit vielen Jahren liegt die Kreuzkirche in Trautzschen (Elstertrebnitz) schon brach und wird weder für Gottesdienste noch Konzerte genutzt. „Sie ist nicht entwidmet“, sagt der Pegauer Pfarrer Torsten Reiprich über das 1475 errichtete Gotteshaus, doch aus baulichen Gründen können darin keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Dabei soll es nicht bleiben.

Arbeiten am Dachstuhl der Kirche laufen schon

„In Elstertrebnitz haben wir das Problem, dass wir auf dem Friedhof keine richtige Trauerhalle haben.“ Aus dieser Zwickmühle heraus entwickelte sich die Idee einer multifunktionalen Feierhalle in Trautzschen. Die Kreuzkirche liege nicht weit vom Friedhof entfernt und auch der Sportplatz, auf dem Feste gefeiert werden, befinde sich in unmittelbarer Nähe. Damit bieten sich Konzerte und Kulturveranstaltungen in der Kirche an. „Doch bis es soweit ist, haben wir noch einen weiten Weg vor uns, aber er lohnt sich“, ist der Pfarrer zuversichtlich.

Der erste Schritt ist bereits getan: Im Juli begann die Pegauer Dachdeckerfirma und Zimmerei Brückner mit den Arbeiten am Dachstuhl. Dieser ist aufgrund seines hohen Alters – die Hölzer stammen von Bäumen, die 1504 gefällt wurden – durch Schwamm- und Holzwurmbefall sehr marode und an manchen Stellen sogar einsturzgefährdet. Nun wird er komplett erneuert und das Dach neu gedeckt; im Anschluss sind die Kirchenfenster an der Reihe – bei den gegenwärtigen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit. „Die Arbeiten kommen gut voran, aber das Wetter macht uns schon hin und wieder einen Strich durch die Rechnung“, zieht Pfarrer Reiprich den Hut vor den Arbeitern. „Bei dieser Hitze auf dem Dach zu stehen, ist nicht ganz einfach.“

Denkmalschutz am Erhalt interessiert

Die Kosten für die Dach- und Fenstersanierung liegen nach ersten Schätzungen bei rund 200 000 Euro. Ein Großteil davon wird über das europäische Leader-Programm gefördert, weitere Mittel steuert die Landeskirche zu und auch die Kirchgemeinde beteiligt sich mit einem Eigenanteil. „Der Denkmalschutz ist sehr interessiert an dieser Kirche“, sagt Torsten Reiprich, zumal darin Spuren von Wandmalerei gefunden worden sei und die Kreutzbach-Orgel mehrere Register der ursprünglichen Orgel enthalte. „Hier vereinen sich wahrscheinlich 200 Jahre Orgelbaugeschichte.“

Damit verfügt das Kirchspiel Pegau über fünf Kreutzbach-Orgeln: Neben Trautzschen gibt es weitere Instrumente des Bornaer Orgelbaumeisters, dessen 150. Todestag in diesem Jahr begangen wird, in der Stadtkirche und in der Friedhofskirche Pegau, in Costewitz sowie in Großstorkwitz. Mit einem Konzert am 17. August in der Laurentiuskirche soll des renommierten Baumeisters gedacht werden. Der Röthaer Organist und Preisträger mehrerer Musikwettbewerbe, Jihoon Soon, spielt ab 18 Uhr Werke von Johann Sebastian Bach, Denis Bédard und Rachel Laurin. Der Eintritt ist frei.

Kirchgemeinde hat vollen Veranstaltungsplan

Neben den derzeit laufenden Kinderbibeltagen stehen auch viele andere Veranstaltungen in den Kirchspielen Pegau und Groitzsch auf dem Plan: Gemeindefest mit Kindermusical in der Frauenkirche Groitzsch am 12. August, Zelt-Gottesdienst beim Audigaster Dorffest am 19. August, Burgkonzert am 26. August in Groitzsch, Altstadtfest in Pegau mit einem Liederkonzert in der Stadtkirche am 31. August, Orgelführung mit Orgelmusik am 31. August in der Michelwitzer Kirche oder das Konzert Cantus Noster am 2. September in der Kirche Gatzen.

Für ein halbes Jahr hat der Torsten Reiprich die Elternzeitvertretung für Pfarrerin Friederike Kaltofen in Groitzsch übernommen und ist damit Ansprechpartner für annähernd 800 Gemeindemitglieder in Pegau und Elstertrebnitz sowie rund 1100 Christen im Kirchspiel Groitzsch. Für diese Mammutaufgabe weiß der Pfarrer ein Team aus Kirchenvorständen, Gemeindepädagogen und Verwaltungskräfte hinter sich, das ihm jede Unterstützung gewährt. Darüber hinaus absolviert seit März dieses Jahr der 28-jährige Patrick Freitag sein Vikariat in Pegau. „Für ihn ergeben sich jetzt besonders viele Übungsfelder“, meint Torsten Reiprich.

Von Kathrin Haase

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