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Borna Kreuzungsumbau in Borna: Wilde Umleitung nervt Anwohner
Region Borna Kreuzungsumbau in Borna: Wilde Umleitung nervt Anwohner
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14:09 13.08.2019
Seit Dienstag wird an der Krankenhaus-Kreuzung in Borna wieder gearbeitet. Der Bau verzögert sich um zwei Wochen. Quelle: André Neumann
Borna

Klack-klack, klack-klack, klack-klack... Diesen klappernden Schachtdeckel in der Robert-Koch-Straße trifft jedes Auto mit zwei Rädern. Anders kann man hier nämlich fast nie fahren, denn neben den nahezu immer gefüllten Parkbuchten in der schmalen Anliegerstraße reicht der Platz gerade noch für ein Fahrzeug.

Der Deckel befindet sich genau vor dem Haus, in dem Reinhard Milewski wohnt. Das Geklapper nervt ihn und vermutlich auch seine Nachbarn. Um so mehr, als sich die Frequenz des Geklappers seit dem 22. Juli deutlich erhöht hat.

Umbau der Ampelkreuzung an der Leipziger Straße/Pawlowstraße

Das wiederum hat mit dem Umbau der Ampelkreuzung an der Leipziger Straße/Pawlowstraße/Zufahrt Gewerbegebiet Borna-Ost zu tun. Die bekommt im Zusammenhang mit dem Bau der A 72 gerade ihre endgültigen Ausbauzustand. Gebaut wird seit der zweiten Maihälfte jeweils eine Seite der B 95. Nachdem die beiden stadtauswärtigen Fahrspuren fertig waren, wechselte die Baustelle auf die andere Seite.

Verbunden mit einer neuen Umleitung. Pendler aus und nach Borna-Nord und damit auch viele Beschäftigte der Sana-Klinik müssen seit dem 22. Juli eine Umleitung fahren. Stadtauswärts führt die über die Röthaer Straße, Sachsenallee und Leipziger Straße, stadteinwärts ein wenig kürzer über die Scheunenstraße, vorbei am Friedhof.

Ortskundige kürzen über die Robert-Koch-Straße ab

Einige Ortskundige kürzen allerdings ein paar Meter ab, sie biegen schon an der Total-Tankstelle nach rechts in die Robert-Koch-Straße ein. Was zwar kürzer ist, wegen der von parkenden Autos gesäumten schmalen Straße aber eigentlich nur selten oder ganz wenig schneller.

Die schmale Robert-Koch-Straße nutzen einige Pendler als kürzere Umleitung für die halbseitig gesperrte Kreuzung an der Sana-Klinik. Quelle: André Neumann

Nach den Beobachtungen von Anwohner Milewski nutzen dennoch etliche die Abkürzung. Besonders abends ab 17 Uhr, dann könne er anhand des klappernden Deckels vor seinem Haus die Autos zählen. Was ihn veranlasst habe, bei der Stadtverwaltung nachzufragen, ob die Straße nicht vorübergehend zu einer Einbahnstraße gemacht werden könnte und ob sie etwas wegen des Deckels unternehmen könne.

Fehlanzeige. Damit müsse er leben habe man ihm gesagt und auch noch, dass er Glück habe, dass gerade Ferienzeit ist. Sonst wären es noch mehr Autos. Doch auch so verstärke sich das Klappern mit den Einpendlern morgens ab halb fünf und dann wieder am Abend ab 17 Uhr. „Da steppt der Bär“, sagt Milewski.

Wegen des Abwasser-Schachtdeckels musste er sich selbst an den zuständigen Zweckverband wenden. Der schickte sofort jemanden, der feststellte, dass der Deckel samt Einfassung gewechselt werden müsse. Seitdem trägt er eine blaue Markierung.

Klappernder Schachtdeckel in der Robert-Koch-Straße. Quelle: André Neumann

Das Klack-klack dürfte also weiter gehen. Und zwar mindestens noch zweieinhalb Woche und damit zwei Wochen länger als ursprünglich angekündigt. Beim Beginn der Bauarbeiten und auch noch beim Wechsel der Baustelle von einer auf die andere Seite hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) angekündigt, die Bauarbeiten würden am 15. August beendet sein.

Jetzt bestätigt Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer, was viele in den vergangenen zwei Wochen beobachtet haben: „Die Aktivitäten der letzten beiden Wochen entsprachen an dieser Kreuzung tatsächlich nicht der gewohnten Intensität dieser Baumaßnahme.“

Dass die Arbeiten teilweise über mehrere Tage ruhten, erklärt Pfeiffer mit den Arbeiten für die Verkehrsfreigabe der A 72 zwischen Rötha und Borna und dem Rückbau der Mittelstreifenüberfahrt zwischen den beiden Bornaer Anschlussstellen. Außerdem mit der Urlaubszeit. Die gehe „auch an unseren Auftragnehmern nicht komplett vorbei“, so Pfeiffer.

Die jetzt den 2. September nennt als den Tag, an dem der Verkehr wieder vierstreifig über die Kreuzung rollen wird. Seit Dienstag wird wieder gearbeitet. In dieser Woche soll die Schotterschicht eingebaut werden, bis zum 21. August soll der Asphalt auf der Straße liegen. Danach folgen die Bankette, die Schleifen für die Ampelanlagen und Markierungen. Zum Schluss müssen auch hier die Überfahrten über die Mittelstreifen zurückgebaut werden, sagt Pfeiffer.

Von André Neumann

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