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Borna Krippe in Regis-Breitingen 32 Euro teurer
Region Borna Krippe in Regis-Breitingen 32 Euro teurer
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17:46 11.07.2019
In Regis-Breitingen wird die Krippenbetreuung 2020 wesentlich teurer. In Kindergarten und Hort sinken die Preise. Quelle: Jens Paul Taubert
Regis-Breitingen

Es ist in vielen Kommunen eine jährlich wiederkehrende Prozedur wie Weihnachten – nur nicht so schön. Die Elternbeiträge für die Kindereinrichtungen werden an die Betriebskostenabrechnung des Vorjahres angepasst. Was in der Regel heißt: Die Gebühren steigen. In Regis-Breitingen mussten die Abgeordneten jetzt eine besonders heftige Anhebung von fast 15,8 Prozent abnicken. Die jedoch nur die Kinderkrippe betrifft. In Kindergarten und Hort sinken die Preise hingegen etwas. Gültig sind sie erst ab dem 1. Januar 2020.

Krippe teurer wegen Personalkosten

Für neun Stunden tägliche Krippenbetreuung müssen Familien dann 237,44 Euro pro Monat statt der zuletzt 205,13 Euro zahlen. „Das sind 32,31 Euro mehr, ein großer Anstieg“, sagte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke). Was weder er noch die Stadträte erwähnten, die auf Äußerungen verzichteten: Vor drei Jahren hatte der Wert noch bei 173,92 Euro gelegen. Als Ursache für den aktuellen Sprung nannte er höhere Personalkosten. Neben den Tarifsteigerungen sei dafür vor allem der geänderte Personalschlüssel verantwortlich. „Jede Erzieherin darf jetzt nur noch fünf statt sechs Kinder betreuen, sodass mehr Kräfte benötigt werden“, so Lenk.

Kindergarten und Hort werden etwas günstiger

Solche Änderungen gibt es für den etwas älteren Nachwuchs nicht. Neun Stunden im Kindergarten kosten ab dem Jahreswechsel 124,88 Euro (minus 4,97 Euro). Gehen das Mädchen oder der Junge sechs Stunden in den Hort, werden 74,93 Euro fällig (minus 2,97 Euro; jeweils Senkung um gut 3,8 Prozent). Der Bürgermeister ergänzte, dass in allen drei Bereichen bei anderen Stundenzahlen, Alleinerziehenden und Geschwisterkindern anteilige Summen berechnet werden.

Regis-Breitingen beteiligt Eltern mit Höchstsätzen

Laut Lenk haben die Stadt und damit die Abgeordneten „keine große Wahl bei der Entscheidung“. Der Beschluss sei eine reine Formsache. Regis-Breitingen hatte sich in der Vergangenheit auf die in Sachsen zulässigen Höchstsätze der Elternbeteiligung an den Betriebskosten festgelegt: 23 Prozent bei der Krippe sowie je 30 Prozent bei Kindergarten und Hort. Der Freistaat zahlt einen Festbetrag pro Platz. Den Rest muss die Kommune aus ihrem Haushalt beisteuern. 2018 waren das etwa für ein Krippenkind 657,24 Euro; ein solcher Platz kostete insgesamt 1032,38 Euro pro Monat (Anstieg um 140,49 Euro).

Hebeanlage für Abwasser hat kaum Auswirkungen

Die Betriebskostenabrechnung des Vorjahres ist die erste mit vollen zwölf Monaten Nutzung für die neue Kita „Regenbogenland“. Da auch die Ramsdorfer Kita „Rasselbande“ enthalten ist, sind im veröffentlichten Zahlenwerk Veränderungen gegenüber der altehrwürdigen Villa nicht einfach herauszulesen. Zumindest stiegen die Sachkosten übergreifend nur in der Krippe, im Kindergarten sanken sie leicht. Der Bürgermeister ging darauf nicht ein. Zuvor hatte er aber informiert, dass die im Neubau nachträglich installierte Abwasserhebeanlage, die einer bisher nicht aufgeklärten Baupanne geschuldet ist, nur geringe Auswirkungen hat. Auf die Eltern werden davon lediglich 1,23 (Krippe) sowie 1,61 Euro (Kindergarten und Hort) umgelegt – pro Jahr, so Lenk.

Von Olaf Krenz

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