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Borna Kulturhaus Böhlen kann investieren
Region Borna Kulturhaus Böhlen kann investieren
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05:01 21.05.2018
Techniker Detlef Horbach und Christiane Fuhrmann begutachten die Schäden an der Hebebühne. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Kurt Masur brauchte sie genauso wie Frank Schöbel und City. Und auch T-Rex, die Puhdys, Olaf Schubert und Stefan Mross können nicht auf sie verzichten. Die Rede ist von der Hebebühne des Böhlener Kulturhauses. Doch die ist in die Jahre gekommen, der Rost unübersehbar.

Hebebühne für Transport der Ausrüstung

Dabei ist sie die Grundvoraussetzung für Veranstaltungen – ohne sie müssten Techniker und Künstler ihr gesamtes Equipment die Treppe hochschleppen. „Undenkbar“, macht Christiane Fuhrmann, Geschäftsführerin des Kulturhauses, deutlich. Fällt die Hebebühne aus, sind Veranstaltungen und Proben des Leipziger Symphonieorchesters im Großen Saal schlicht nicht möglich.

Nun allerdings ist Besserung in Sicht. Das Kulturhaus erhält Fördermittel in Höhe von rund 45 000 Euro vom Leipziger Kulturraum und vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stadt Böhlen steuert 5000 Euro aus eigenem Haushalt bei. Von der Summe soll nicht nur die Hebebühne saniert werden, sondern auch der Bühnenboden.

Suche nach Firma für den Bühnenboden

Außerdem werden neue Technik und Podeste finanziert. „Die vier Maßnahmen sind auch dringend notwendig, allein der Bühnenboden ist seit der letzten Sanierung vor zehn Jahren durch die große Auslastung stark abgenutzt und dringend sanierungsbedürftig“, erklärt Fuhrmann.

220 Quadratmeter groß ist der Boden, der unter Vorgaben des Brandschutzes zunächst aufgeraut und abgesaugt werden muss. Danach werde er in mehreren Arbeitsgängen abgeschliffen. Nach dem Spachteln von zerstörten Teilen erfolgt das Versiegeln durch Lasieren und Ölen.

„Allerdings ist es sachsenweit schwierig, eine Firma zu finden, die Bühnenböden saniert“, sagt die Geschäftsführerin. Über Besuche in anderen Kulturhäusern habe sie nun entsprechende Kontakte geknüpft.

Neue Spielsaison startet im Oktober

Sowohl der Boden als auch die Hebebühne müssen bis September saniert sein, im Oktober beginnt die neue Spielsaison, daher ist Fuhrmann mit ihrem Team derzeit dabei, Angebote einzuholen. Allein die Hebebühne ist eine Herausforderung für sich.

Zwar funktioniert die Technik einwandfrei, aber die Plattform weist starke Schäden auf. „Der TÜV hatte bei seiner letzten Kontrolle schon angedeutet, dass es im nächsten Jahr keinen neuen Stempel geben wird, wenn der Zustand so bleibt“, so Fuhrmann.

Zusätzliche Podeste erweitern die Möglichkeiten

Auch die Anschaffung neuer Technik steht bis zum Herbst im Fokus. Denn für eigene Veranstaltungen und Projekte sei die vorhandene Bühnentechnik nach Aussage der Kulturhausleiterin nicht ausreichend. Dringend benötigt werden unter anderem Funkmikrofone, LED-Scheinwerfer, Monitorboxen, ein Ton- und Lichtmischpult für den Kleinen Saal, um hier beispielsweise Kabarett, Schülertheater, Lesungen und kleine Konzerte anbieten zu können.

Zusätzliche Podeste stehen ebenfalls auf der Wunschliste von Fuhrmann – und können nun tatsächlich gekauft werden. Angedacht sind vier höhenverstellbare Elemente mit einer Breite von je zwei Metern. Die Vorteile: Sie sind mobil und flexibel einsetzbar, für drinnen und draußen geeignet.

Für Fuhrmann ein Traum: „Ich will mit verschiedenen Veranstaltungen unbedingt raus und auch den Park mehr mit einbinden“, mit den Podesten sei das endlich realisierbar. Sie hofft, dass bis Ende des Jahres die Neuanschaffungen eingetroffen sind, perspektivisch könne dann das Veranstaltungsrepertoire erweitert werden.

Von Julia Tonne

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