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Borna Chefdirigent verlässt das Leipziger Symphonieorchester
Region Borna Chefdirigent verlässt das Leipziger Symphonieorchester
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15:26 24.05.2019
Verlässt das LSO nach einem Jahr vorzeitig: Nicolas Krüger. Quelle: Nikos Natsidis
Landkreis Leipzig/Böhlen

Paukenschlag beim Leipziger Symphonieorchester (LSO): Chefdirigent Nicolas Krüger ist nicht mehr im Amt. Das bestätigte der Böhlener Bürgermeister Dietmar Berndt (SPD) am Freitag auf LVZ-Anfrage. Die Stadt Böhlen ist neben den Landkreisen Leipzig und Nordachsen Träger des Orchesters.

Krüger folgt Angeboten im Ausland

Krüger und die Orchester gGmbH haben sich nach Angaben von Berndt einvernehmlich geeinigt, den Vertrag vorfristig aufzulösen. Krüger wolle anderen Engagement-Angeboten im Ausland folgen. Der Böhlener Bürgermeister: „Das war so nicht angedacht.“ Immerhin hatte es lange gedauert, bis Krüger nach einem aufwendigen Auswahlverfahren als neuer künstlerischer Leiter des LSO feststand.

1. Anrechtskonzert "Klassik pur!" im Lindensaal vom Rathaus Markkleeberg am 3.November 2018. Jetzt verlässt Dirigent Nicolas Krüger das Leipziger Symphonie Orchester. Quelle: Armin KŸhne

Konzerte in Böhlen und Borna wie geplant

Zumindest für die nächsten Konzerte des LSO müssen keine Planungen umgeworfen werden. Sowohl für die Konzerte am Sonnabend im Tagebau Profen als auch am 2. Juni in Leipzig waren bereits langfristig andere Dirigenten verpflichtet worden. In den Anrechtskonzerten in Böhlen, Markkleeberg und Borna am Wochenende 14. bis 16. Juni steht György Mészáros vor den Musikern.

Interview mit dem neuen Chefdirigenten des LSO Nicolas Krüger

Katharina Böhm (Solo-Flötistin des LSO) im Gespräch mit Nicolas Krüger, dem neuen Chefdirigenten des Leipziger Symphonieorchesters

Gepostet von Leipziger Symphonieorchester am Sonntag, 26. August 2018

Wunschkandidat aus Lille in Frankreich

Vor einem Jahr galt der Franzose als Wunschkandidat der Orchestermusiker für die Nachfolge von Wolfgang Rögner. Gegenüber der LVZ erklärte er vor seinem Amtsantritt, er sehe sich in und um Leipzig angekommen. Hier sei für ihn so etwas wie das musikalische Paradies. Krüger kam aus dem nordfranzösischen Lille. Zuvor stand er bei mehreren Probedirigaten vor dem LSO. Er wurde mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet und gab seinen Einstand mit „Wiener Nächten“ im Böhlener Kulturhaus. Als sein Vorbild nannte er Dirigenten-Legende Carlos Kleiber.

Zwölfer Dirigent des Orchesters

Mit Nicolas Krüger verlässt der zwölfte Dirigent das Orchester, das unter verschiedenen Namen mittlerweile seit 56 Jahren besteht. Zu seinen Vorgängern gehören der langjährige Musikdirektor Rainer Kluge (1976 bis 1992) und Günter Blumhagen (1994 bis 1996), aber auch der frühere Chefdirigent des Großen Rundfunkorchesters Leipzig, Horst Neumann (1996 bis 1998), der vormalige Erste Geiger des Orchesters, Ruben Gazarian (1998 bis 2003), der heutige Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim, Markus Huber (2003 bis 2008), und Frank-Michael Erben. Der Konzertmeister des Gewandhauses war von 2009 bis 2014 Orchesterchef.

Weichen fürs LSO wieder auf Anfang gestellt

Dass Krüger nach weniger als einem Jahr die Segel streicht, habe aber nichts mit der geplanten Zusammenführung des LSO und der Sächsischen Bläserphilharmonie Bad Lausick unter dem Dach einer gemeinsamen GmbH zu tun, erklärte der Böhlener Bürgermeister weiter. Jetzt würden die Weichen fürs LSO wieder auf Anfang gestellt. Wie die Suche nach eine Nachfolger von Krüger abläuft, ist noch unklar

Nachfolge noch nicht in Sicht

Eine Interimslösung für den Posten des Chefdirigenten nach dem Weggang von Nicolas Krüger ist noch nicht benannt.

Ein Vertreter der Orchester gGmbH war für ein Statement bisher nicht zu erreichen.

Von Nikos Natsidis/Thomas Lieb

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