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Borna LVZ-Forum im Goldenen Stern: 30 Jahre danach – die Wende in Borna
Region Borna LVZ-Forum im Goldenen Stern: 30 Jahre danach – die Wende in Borna
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10:30 25.10.2019
Bei Demonstrationen in der Wendezeit ging es auch um das Werk Espenhain. Quelle: Museum Borna
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Borna

Wohl niemand, der den Herbst 1989 und die folgenden Monate bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober erlebt hat, dürfte diese aufregende Zeit vergessen. Schließlich gab es binnen eines Jahres einen kompletten Systemwechsel im östlichen Deutschland. Als Durchbruch im aufwühlenden Wendeherbst ´89 gilt die große Montagsdemonstration vom 9. Oktober in Leipzig. Auch in Borna kam seinerzeit viel in Bewegung. Darum geht es bei einer Diskussionsrunde, zu der die LVZ am Dienstag (29. Oktober) in den Goldenen Stern einlädt. Zugleich soll beleuchtet werden, ob damals wirklich alles gut gelaufen ist.

Bürgermeister vor und nach der Wende

Bei der Veranstaltung, die 18 Uhr im Goldenen Stern in Borna beginnt, sind mit Maria Gangloff und Ditmar Haym zwei Vertreter der einstigen Staatsmacht mit von der Partie, die auch unter den neuen Vorzeichen Gemeindechefs waren. Maria Gangloff nach Jahren im sächsischen Landtag in Böhlen und Ditmar Haym auch nach der Wende in Mölbis, bevor er dann Bürgermeister von Rötha wurde.

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Gemeindechef in Eula im Wendejahr

Auch Günter Kolbusa hat bereits zu DDR-Zeiten kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt. Im Wendejahr 1989 war er Bürgermeister von Eula, seinerzeit noch eine selbstständige Gemeinde.

Radikaler Pfarrerssohn

Hartmut Rüffert dagegen war zu diesem Zeitpunkt viel weiter und radikaler. Der Pfarrerssohn aus Mölbis war schon Jahre zuvor oppositionell aktiv und rechnete seinerzeit damit, spätestens nach seiner Wehrdienstverweigerung im Knast zu landen.

Dorn im Auge der Oberen – Eine Mark für Espenhain

Auch Walter Christian Steinbach gehörte zu denen, die der DDR kritisch bis ablehnend gegenüber standen. Der vormalige Röthaer Pfarrer, der das Christliche Umweltseminar gründete, das den DDR-Oberen nicht nur wegen der Spendenaktion „Eine Mark für Espenhain ein großer Dorn im Auge war.

Kein dritter Weg

Spätestens nach dem Mauerfall am 9. November wurde deutlich, wohin die Mehrheit der DDR-Bürger wollte: in ein wiedervereinigtes Deutschland, was dann auch binnen eines Jahres geschah. Damit waren Hoffnungen auf einen dritten Weg zwischen Ost und West, zwischen Sozialismus und Kapitalismus passé. Und drei Jahrzehnte später steht die Frage im Raum, ob damals alles richtig lief. Oder ob, auch in den Jahren und Jahrzehnten danach, Weichen hätten anders gestellt werden müssen.

Besucher im Goldenen Stern willkommen

Darüber werden die Diskussionsteilnehmer debattieren. Moderator der Runde ist LVZ-Redakteur Nikos Natsidis. Sie, liebe Leser, sind dabei willkommen. Beginn der Veranstaltung im Goldenen Stern ist 18 Uhr.

Von nn