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Borna LVZ-Leser spenden mehr als 7600 Euro für den Snoezelraum der Robinienhofschule
Region Borna LVZ-Leser spenden mehr als 7600 Euro für den Snoezelraum der Robinienhofschule
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07:18 24.12.2019
Steve und seine Schwester hatten ihre Tanzchoreographie selbstständig geprobt - und tosenden Applaus bekommen.
Steve und seine Schwester hatten ihre Tanzchoreographie selbstständig geprobt - und tosenden Applaus bekommen. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Jubel bricht aus, als in der Robinienhofschule bekannt wird, wie viel Geld bei der LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ zusammengekommen ist. Kein Wunder, schließlich reicht die Summe nicht nur für eine neue Ausstattung des Snoezelraums, sondern noch für einige weitere Wünsche.

7635,56 Euro haben die LVZ-Leser in den vergangenen Wochen für das Projekt gespendet – und damit die Kinder und Jugendlichen der Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ unglaublich unterstützt. „Das ist wirklich richtig toll“, freute sich Schulleiter Udo Zocher. Dem kann LVZ-Redaktionsleiter Thomas Lieb nur zustimmen: „Ein tolles Ergebnis, das an der richtigen Stelle ankommt. Danke an alle Spender.“ Und die Schüler bedankten sich auf besondere Weise: mit einer Weihnachtsfeier, die gleich mehrere Höhepunkte zu bieten hatte.

Mit dieser Summe hatte keiner gerechnet. Nicht die Schüler, nicht die Lehrer und auch nicht die Eltern. Bei der LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ kamen 7635,56 Euro zusammen. Und die nutzt die Robinienhofschule in Borna nun, um die Ausstattung des Snoezelraums zu erneuern. Denn der ist wichtiger Bestandteil der Schule.

Tanz und Gesang bei Weihnachtsfeier in der Robinienhofschule

Nicht nur, dass der Kinderchor Weihnachtslieder sang – und zuweilen gar rappte – auch die Schülerband trat auf und sang den Klassiker „Hallelujah“ in deutscher Fassung. Ihrem Namen „Keine Perfektion“ wurde die Band nicht gerecht, vielmehr hinterließen die Musiker so viel Eindruck, dass ihre kürzlich im Tonstudio aufgenommene CD zum Verkaufsschlager auf dem anschließenden Adventsbasar wurde.

Die Band der Schule namens "Keine Perfektion" kann mehr, als der Name erahnen lässt. Quelle: Julia Tonne

Auch der Lehrerchor ließ es sich nicht nehmen, Weihnachtslieder zu singen, allerdings war der nicht ganz so textsicher wie die Kinder, er behalf sich mit Spickzetteln. Zum Hit geriet während der Weihnachtssause in der Aula der Auftritt des Tanzsportzentrums Muldental. Tanzlehrerin Bettina Wiede-Arnhold, die seit zehn Jahren in der Robinienhofschule Tanzstunden anbietet, war mit drei ihrer Schülerinnen gekommen, um flotte Choreographien auf das Parkett zu bringen. Und einer schaute bei dem Auftritt ganz besonders gut zu: Steve. Der 16-Jährige ist leidenschaftlicher Tänzer und wirbelte mit seiner Schwester anschließend durch den Saal. Nicht nur sein Tanzstil sorgte für Bewunderung, auch sein Anzug: Er hatte sich mit einem Weihnachtsmann-Outfit in Schale geworfen.

Tanzlehrerin Bettina Wiede-Arnhold vom Tanzsportzentrum Muldental war mit ihren Tanzschülern gekommen. Quelle: Julia Tonne

LVZ-Leser-Spenden fließen in neue Ausstattung des Snoezelraums

So voll, wie es bei der Aufführung war, so voll wurde es auch auf dem Adventsbasar. Und hier kam nur Selbstgemachtes auf den Verkaufstisch: Marmeladen, gehäkelte Maus-Lesezeichen, beleuchtete Holzhäuschen, Schoko-Obst und Getöpfertes. Wer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen hatte, wurde spätestens hier fündig.

Für den Weihnachtsbasar hatten die Schüler Marmelade gemacht, bebastelt und gebacken. Quelle: Julia Tonne

Die nun im Laufe der vergangenen Wochen gesammelten Spenden der LVZ-Leser werden zum überwiegenden Teil in den Snoezelraum gesteckt. Dessen Ausstattung hat schon etliche Jahre auf dem Buckel und wird den Anforderungen stellenweise nicht mehr gerecht. Unter anderem will der Förderverein ein neues Wasserbett anschaffen. Das bietet unterschiedliche Reize an, kann beheizt werden und hat einen Resonanzboden, der Musik in Schwingungen versetzt und diese so „fühlbar“ macht. Zumal das Wasserbett viel von Kindern mit schwersten Mehrfachbehinderungen genutzt wird, damit deren Körper die Möglichkeit haben, sich zu entspannen. „Ein Snoezelraum dient dazu, Phasen der Entspannung zu fördern sowie Körper- und Sinneswahrnehmungen zu unterstützen“, betont Katrin Wurzer vom Förderverein.

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Von Julia Tonne