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Borna La Dolce Vita: The Italian Tenors begeistern auf dem Volksplatz in Borna
Region Borna La Dolce Vita: The Italian Tenors begeistern auf dem Volksplatz in Borna
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16:27 01.09.2019
Konzert von The Italian Tenors mit dem Leipziger Symphonie Orchester (Leitung Wolfgang Rögner) auf dem Volksplatz in Borna – die Tenöre (v.l.) Luca Sala, Sabino Gaita, Evans Tonon Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Eine laue Sommernacht, drei attraktive Herren zum Angucken, Cocktails und italienische Musik: Am Samstagabend wurde Borna zum Mekka für La Dolce Vita. „Das süße Leben“ genossen weit mehr als 1000 Besucher auf dem Volksplatz, wo The Italian Tenors gemeinsam mit dem Leipziger Symphonieorchester (LSO) gastierten und die Zuhörer musikalisch fast zwei Stunden nach Italien entführten.

Schon vor Konzertbeginn ließen es sich etliche Besucher „im südeuropäischen Land“ gut gehen, saßen mit der Familie oder mit Freunden bei einem Glas Wein zusammen. Das Restaurant Drei Rosen hatte sich um Melonenspieße, Tomate/Mozzarella und Bruscetta gekümmert. Und natürlich stilecht auch Ramazotti im Angebot. „Roster gibt es immer und überall, für uns gehört italienisches Esse zu einem solchen Konzert dazu“, sagte Inge Apel. Zusammen mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter hatte sie das zusätzliche Angebot des italienischen Buffets gebucht.

Tenöre beeindruckten mit ihren grandiosen Stimmen

Das Konzert selbst fing dann durchaus ungewöhnlich an. Während das LSO unter Leitung von Wolfgang Rögner zunächst mit der Ouvertüre zu Wilhelm Tell in den gelungenen Abend startete, kamen die drei Tenöre Luca Sala, Sabino Gaita und Evans Tonon erst zum zweiten Titel – und sangen ausgerechnet „Time to say goodbye“ („Quando sono solo“). Glücklicherweise nahmen sie es nicht wörtlich. Denn trotz der musikalischen Verabschiedung blieben sie noch fast zwei Stunden – und beeindruckten das Publikum mit grandiosen Stimmen. Das weibliche Publikum zudem mit einem ansehnlichen Äußeren.

Das Programm war ein Querschnitt italienischer Musik – von Oper über Filmmusik bis hin zu Pop. „Parla piu Piano“ aus dem Film „Der Pate“ war genauso zu hören wie „Volare“, „Gloria“ und „Felicità“ (italienisch für „Glück“), einer der bekanntesten Songs des italienischen Popduos Al Bano & Romina Power. Und eines war unverkennbar: Sowohl Orchester als auch die Tenöre hatten sichtlich Spaß am Konzert. Was nicht verwunderlich ist, denn die Künstler kennen sich bereits. Vor zwei Jahren saßen LSO und standen die Tenöre in Zwenkau vor dem Publikum des ersten Neuseenland Musikfestes. Mit von der Partie war diesmal zudem die René Möckel Band.

Es war ein Abend zum Dahinschmelzen: The Italian Tenors und das Leipziger Symphonieorchester sorgten am Sonnabend auf dem Volksplatz für La Dolce Vita – das süße Leben. Dabei fing das Konzert mit einem Abschied an.

Entzückt von so viel italienischer Power und Romantik waren vor allem die zahlreichen Frauen. „Zum Schluss legen wir uns auf die Bühne und schmachten sie an“, sagten die beiden Freundinnen Kati und Kathleen in der Pause. Ihre vollen Namen wollten sie in Anbetracht dessen, dass ihre Männer zuhause warteten, nicht nennen. Wenn das Anschmachten von der Bühne aus auch nicht klappte, so gelang das aber von ihren Sitzen aus. Und Text sicher waren die zwei zudem. Aus voller Kehle sangen sie „Gloria“ mit. Und zugegeben: die drei Herren waren durchaus zum Dahinschmelzen.

Wenn die Tenöre das absolute I-Tüpfelchen waren, so zog es die beiden Bornaerinnen auch wegen der Musik auf den Volksplatz. (Sagten sie jedenfalls.) „Die Kombination aus Orchester und Sängern ist etwas besonderes.“ Zudem stimmte an dem Abend einfach alles: das Wetter, die Cocktails, die Technik.

Für romantische Lichter sorgten die Handys der Besucher

Die hatte zu einem großen Teil wieder Tino Schütz vom Förderverein des Symphonieorchesters in seiner Verantwortung. Wie schon beim Konzert von Albert Hammond im vergangenen Jahr übertrug er das Konzert der Tenöre auf die große Leinwand und spielte zudem die Titel ein. Und für die romantischen Lichter während „Hallelujah“ sorgten die Besucher selbst mit ihren Handys.

Beim Hallelujah nutzten etliche Besucher die Taschenlampenfunktion ihrer Handys. Quelle: Jens Paul Taubert

Ein mehr als außergewöhnlicher Abend war der Sonnabend für die Quertänzer aus Borna. Zum Leidwesen vieler Frauen auf den Rängen hatten sie nämlich Gelegenheit, den drei Tenören sehr nahe zu kommen. „Der Förderverein war vor einigen Wochen auf uns zugekommen und hatte angefragt, ob wir einige Tänzerinnen schicken könnten“, erzählte Trainerin Silvia Schuhknecht. Die jungen Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren ließen sich nicht lange bitten und passten einige ihrer bisherigen Choreographien an die Stücke der Tenöre an. „Wobei das eine Herausforderung war“, machte Schuhknecht nach dem Konzert deutlich, „denn zu Live-Musik zu tanzen, ist etwas ganz anderes als zu aufgenommenen Titeln.“ Der Grund: Das Tempo in den Songs variiert.

Für die Quertänzer Borna war das Konzert aufregend. Zum Leidwesen vieler weiblicher Fans kamen sie den drei Herren ganz nah. Quelle: Jens Paul Taubert

Inge, Thomas und Ellen Apel verließen sichtlich begeistert den Volksplatz nach mehr als drei Stunden. „Hier könnte noch viel öfter etwas los sein, vor allem solche Ereignisse“, waren sich die drei einig. Und vielleicht wird ihr Wunsch erhört. Laut Kristina Kügler vom Förderverein gebe es „ein oder zwei heiße Eisen im Feuer“ für die nächste Auflage dieses Sommerspektakels. Welche, wollte Kügler noch nicht verraten. Nur so viel: „Beide sind keine Unbekannten.“

Von Julia Tonne

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