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Borna Lärmwall in Deutzen: Auflagen für die Bahn
Region Borna Lärmwall in Deutzen: Auflagen für die Bahn
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20:06 17.08.2018
So ähnlich könnte auch in Deutzen der Bau einer Lärmschutzwand an der Bahnstrecke aussehen. Geplant ist das für 2021. Quelle: André Kempner
Neukieritzsch/Deutzen

Wie mit dem Lineal gezogen verläuft die Bahnstrecke Neukieritzsch –Regis-Breitingen haarscharf am Westrand von Deutzen entlang. In der Straße des 15. Oktober und in der Siedlung stehen die Häuser nur bis zu 25 Meter von den Gleisen entfernt. Voraussichtlich 2021 will die Bahn deswegen eine Lärmschutzwand errichten. Leichtmetallwände, die drei Meter über die Gleise hinausragen, sollen die Anwohner künftig auf einem knapp 1,7 Kilometer langen Abschnitt etwa vom Haltepunkt bis zum Südende der Straße Siedlung vor den Geräuschen des Bahnverkehrs schützen.

Forderungskatalog mit 14 Punkten

Allerdings dürfte der Bau der Lärmschutzwand selbst mehrere Monate lang nicht nur für erhebliche Geräusche, sondern auch für Erschütterungen und andere Belästigungen der Bewohner an der Bahnstrecke sorgen. Deswegen hat die Gemeinde Neukieritzsch ihre Zustimmung zum Bau der Anlage mit einem 14 Punkte umfassenden Forderungskatalog verbunden.

Die Gemeinde fürchtet unter anderem, dass durch Lieferverkehr an die Baustelle örtliche Straßen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Zwar will die Bahn die Wand fast komplett von der Schiene aus bauen. Die Gemeinde möchte aber konkrete Aussagen über die Lasten, die auf der Straße transportiert werden müssen. Gerade die Straße Siedlung sei für LKW-Verkehr nicht geeignet. Schon durch die Transporte im Zusammenhang mit dem aktuellen Bau am Gleisbett seien Schäden an dieser Straße festgestellt worden. Neukieritzsch erteilt ausdrücklich keine Überfahrtsgenehmigung über örtliche Straßen für Liefer-LKW zur Baustelle.

Erschütterungen durch Ramm-Technologie

Die Bahn hat angekündigt, die Pfähle für die Wand mit Ramm-Technologie im Boden zu verankern. Die Gemeinde fordert, die Erschüttererungen während der gesamten Bauzeit zu messen. In einem Korridor von bis zu 25 Metern will die Bahn zuvor den Zustand der Gebäude zur Beweissicherung aufnehmen. Die Gemeinde fordert, diese Beweissicherung auch auf öffentliche Verkehrsflächen auszuweiten.

Weitere Forderungen der Gemeinde beziehen sich unter anderem auf Flächen, die die Bahn in Anspruch nimmt, unter anderem für die Wege aus Flucht- und Rettungstüren in der Lärmschutzwand. Für diese Wege soll nach dem Willen der Gemeinde die Bahn dauerhaft verantwortlich bleiben.

Die Gemeinde weist schon jetzt darauf hin, dass entlang der Baustrecke künftig kommunale Straßen ausgebaut werden könnten. Geplant sei das für die Max-Reimann-Straße und die Straße des 15. Oktober. Weil die Termine jetzt noch nicht verbindlich fest stehen, macht die Gemeinde gegenüber der Bahn deutlich, dass sie während ihrer Bauzeit eventuell zeitgleichen Straßenbau in Kauf nehmen muss.

Schließlich möchte die Gemeinde in die Wahl der Farbgestaltung der Lärmschutzwand einbezogen werden. Die soll, heißt es in der vom Gemeinderat beschlossenen Stellungnahme, auf jeden Fall mehrfarbig sein.

Von André Neumann

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