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Borna Landkreis Leipzig: Graichen will Breitband GmbH gründen
Region Borna Landkreis Leipzig: Graichen will Breitband GmbH gründen
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08:37 29.06.2018
Bunte Glasfaserkabel . Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Der Landkreis ergreift beim Thema Breitbandausbau die Initiative. „Nachdem das Land erklärt hat, den kommunalen Anteil der Gemeinden vollständig zu übernehmen, haben sich die Ausgangsbedingungen zum Positiven geändert“, erklärt Landrat Henry Graichen (CDU). Der Kreischef strebt deshalb eine Koordinierung des Internetausbaus über das Landratsamt an. Dass dies bitter nötig ist, zeigt ein Blick auf die aktuelle Versorgungssituation.

Nur jeder zweite Haushalt erreicht 30 Mbit/s

Das sächsische Wirtschaftsministerium hatte auf eine Anfrage von Bündnis 90/Grüne hin neueste Zahlen auf den Tisch gelegt. Demnach rangiert der Landkreis Leipzig, was die Versorgung mit leistungsfähigem Internet betrifft, sachsenweit unter ferner liefen. Nur rund jeder zweite Haushalt verfügt über einen Anschluss von mindestens 30 Megabit (Mbit) pro Sekunde. Schlechter ist nur noch Mittelsachsen dran, wo der Versorgungsgrad bei 49 Prozent liegt. Im Gegensatz dazu rangieren Großstädte wie Leipzig oder Chemnitz in einer anderen Liga.

Nicht anders das Bild bei 50 Mbit: Auch hier sind der Landkreis Leipzig und Mittelsachsen die Schlusslichter mit einer Haushaltsversorgung von lediglich 45 beziehungsweise 42 Prozent. Andere Landkreise und vor allem die für Anbieter lukrativen Großstädte schneiden auch hier deutlich besser ab.

Kommunen werden entlastet

In der Vergangenheit hatte der Landkreis Leipzig schon einmal Anlauf genommen, um schnelles Internet Realität werden zu lassen. „Damals hatten sich acht Kommunen an einer Machbarkeitsstudie beteiligt“, erinnert sich Graichen. Nun hofft der Kreischef, dass deutlich mehr Städte und Gemeinden mitziehen. Denn dank 100-Prozent-Förderung seien die Rahmenbedingungen ganz andere und die digitale Aufholjagd drohe nicht an fehlenden Eigenanteilen der Kommunen zu scheitern. „Unter diesen Vorzeichen möchten wir unser Angebot, das Know-how zu bündeln und insbesondere für kleinere Gemeinden das Thema anzugehen, erneuern.“ Viel Zeit, sich für die Aufgabe aufzustellen, bleibt indes nicht mehr. „Ab 1. Januar 2019“, so Landrat Graichen, „soll der kommunale Breitbandausbau in Sachsen über die Landkreise laufen.“ Der Landkreisspitze schwebt vor, dafür eine eigenständige GmbH zu gründen. Nach der Sommerpause sei diese Fragestellung in den Gremien zu diskutieren und zu entscheiden.

Sämtliche Daten müssen neu erhoben werden

„Derzeit sind 28 bis 30 Prozent der Anschlüsse im Kreisgebiet unterversorgt“, so der Landrat. „Das heißt, sie haben weniger als 30 Mbit und gelten damit als förderfähig.“ In der Regel handele es sich dabei um ländliche Gebiete, um die privatwirtschaftliche Unternehmen einen Bogen machen. „Die GmbH, die wir gründen wollen, könnte für diese interessierten Kommunen den Ausbau angehen – Fördermittel beantragen, Leitungen verlegen, einen Betreiber suchen.“ Da es sich um ein relativ komplexes Thema handele, werde insbesondere kleineren Verwaltungen viel Arbeit abgenommen. Damit die Landkreise sich den Hut aufsetzen, greift der Freistaat ebenfalls in die Tasche. Bis 2022 stehen jedem Kreis jährlich 100 000 Euro zur Verfügung, um den Breitbandausbau zu steuern und zu koordinieren.

Sämtlich Daten müssen dabei neu erhoben werden. Da die vorliegende Machbarkeitsstudie älter als ein Jahr ist, taugt sie nur noch für den Papierkorb.

Von Simone Prenzel

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