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Borna Landkreis Leipzig schafft neue Blitzertechnik an
Region Borna Landkreis Leipzig schafft neue Blitzertechnik an
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04:53 17.10.2018
Mobile Blitzer überwachen im Landkreis das Tempo der Verkehrsteilnehmer. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Unbelehrbare brettern immer wieder über die Landstraßen der Region – trotz erhobenen Zeigefingers und drohender Strafen. An sieben Stellen werden Geschwindigkeitsübertretungen von fest installierten Blitzern überwacht, die an stark befahrenen Bundesstraßen in Espenhain, Deuben, Machern, Großpösna und Markranstädt ihren Dienst tun. Darüber hinaus sind drei Messfahrzeuge unterwegs, um Rasern auf die Schliche zu kommen.

Vorhandene Technik ist veraltet

Um diese Technik des Landkreises ging es im jüngsten Vergabeausschuss. Der Fuhrpark an Blitzerautos sei erneuerungsbedürftig, hieß es im Gremium. Zwei Fahrzeuge sollen samt Technik ausgetauscht werden. Grund: Die beiden Radargeräte, die aus den Jahren 2009 und 2011 stammen, sind dringend zu ersetzen. Der Hersteller biete für diese Geräte ab Jahresende keinen technischen Support mehr an. „Deshalb ist davon auszugehen, dass die Technik nicht betriebsbereit gehalten werden kann“, so die Kreisbehörde. Als erster Schritt wurde der Auftrag für zwei neue Radargeräte vergeben. Diese werden für rund 200 000 Euro von der Firma Jenoptik Robot GmbH geliefert, die nach EU-weiter Ausschreibung ein Angebot abgegeben hatte.

Zwei neue Messwagen werden angeschafft

Da es nicht sinnvoll erscheint, neue Technik in verschlissene Autos einzubauen, sollen auch zwei der drei Mess-Wagen erneuert werden. Die Vergabe für dieses Los erfolgt demnächst.

Die mobile Verkehrsüberwachung, argumentiert der Landkreis, sei eine wichtige Säule, um Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen und zu ahnden. Zahlreiche Kommunen und betroffene Anwohner würden immer wieder die Forderung an den Landkreis stellen, Raser an typischen Rennstrecken oder vor Kitas und Schulen aufs Korn zu nehmen.

Anzeigen durch die Polizei nehmen ab

Die Jagd auf Temposünder gilt vor allem vor dem Hintergrund der weniger werdenden Polizeikontrollen als enorm wichtig. Denn die Beamten liegen weitaus seltener als noch in der Vergangenheit auf der Lauer. Wurden vor einem halben Jahrzehnt noch 14340 Verstöße durch die Polizei geahndet, ist von derlei Größenordnungen nichts mehr zu spüren.

Im Jahr 2016 wurden noch 11796 Kraftfahrer belangt, in den ersten elf Monaten des zurückliegenden Jahres ergingen lediglich noch 7549 Anzeigen. Deshalb sei es notwendig, dass der Kreis seine Überwachungstätigkeit auf dem bisherigen Niveau beibehält, so die Behörde. Die Messfahrzeuge sind dabei seit Jahren im Zweischichtbetrieb unterwegs – montags bis freitags von 5.30 bis 21.30 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr. Das nötige Personal, um die Autos kontinuierlich am Laufen zu halten, stehe zur Verfügung, hieß es abschließend.

Von Simone Prenzel

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