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Borna Lebenshilfe: Baustart für Wohnpark in Borna verschiebt sich
Region Borna Lebenshilfe: Baustart für Wohnpark in Borna verschiebt sich
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10:56 29.04.2019
In der Deutzener Straße in Borna soll der Wohnpark der Lebenshilfe entstehen – doch das Projekt wird nicht so schnell verwirklicht wie zunächst geplant. Quelle: Patrick Moye
Borna

  „Wir werden den Wohnpark in Borna bauen, aber nicht so schnell wie zunächst geplant.“ Das sagte Uwe Drechsler von der Wohnpark Borna gGmbH, einer 100-prozentigen Tochter des Vereins Lebenshilfe, auf LVZ-Nachfrage. Grund sei die „politische Situation“, was Fachkräfte in der Pflege- und Behindertenbranche betrifft.

Sachsen sei ein Schlusslicht bei der Bezahlung. Gute Fachkräfte in Größenordnung würden deshalb abwandern. „Es muss etwas passieren“, so Drechsler. In einer solchen Lage könne man kein Projekt dieser Größenordnung starten. Denn: „Wir müssen sicher stellen, dass dort auch gutes Personal arbeitet.“

Drei Neubauten in Deutzener Straße in Borna geplant

Geplant sind in der Deutzener Straße drei Häuser, eines mit barrierefreien Wohnungen für jedermann, eines als Seniorenheim für die Behindertenwerkstattmitarbeiter und eines als Pflegeheim. Es soll eine Tagesklinik für 24 Schwerstbehinderte entstehen sowie eine Großküche, wo 500 Mittagessen pro Tag gekocht werden. Die Investition beläuft sich auf 7,5 Millionen Euro.

Integration soll nach den Vorstellungen des Geschäftsführers dort gelebt werden. So sollen in dem Gebäude mit 40 Wohnungen sowohl Behinderte als auch Nichtbehinderte leben, in der Großküche Leute mit und ohne Beeinträchtigung zusammen arbeiten.

Ursprünglich war Spatenstich in diesem Frühjahr angedacht

Die Planungen seien bereits weit gediehen, Fördermittelanträge gestellt, Grundstücksfragen weitgehend geklärt. Zunächst war auch ein Standort am Hainer See in Neukieritzsch in Gespräch, doch Borna stehe nun fest.

„Wir werden den Wohnpark in Borna bauen, aber nicht so schnell wie zunächst geplant.“ Das sagte Uwe Drechsler von der Wohnpark Borna. Quelle: Andreas Döring

Ursprünglich war der Spatenstich für Frühjahr dieses Jahres geplant und die Fertigstellung Ende 2020. „Wir stehen zu dem Projekt, der Bedarf ist da. Doch wir warten auf ein Signal aus der Politik“, sagte Drechsler. „Es ist fünf nach zwölf.“

Das Unternehmen Sozial-Arbeiten-Wohnen Borna gGmbH des Lebenshilfe-Vereins ist eines der größten Betriebe in der Stadt. Es hat drei Behindertenwerkstätten sowie drei Wohnprojekte. Beschäftigt sind dort 320 Menschen mit Beeinträchtigungen sowie 110 Frauen und Männer als Betreuer, Fahrer, Therapeuten, Küchenmitarbeiter und ähnliches.

Von Claudia Carell

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