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Borna Lero Food Berndorf erobert deutschen Markt
Region Borna Lero Food Berndorf erobert deutschen Markt
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21:09 17.10.2018
Die Geschäftsführer Thorsten Rook (li.) und Michael Lemke reisen quer durchs Land und knüpfen Kundenkontakte. Produkte von Lero Food kommen mittlerweile von München bis Rügen auf den Tisch. Quelle: Jens Paul Taubert
Groitzsch/Berndorf

Mit dem Herbst und Winter kommt die Suppenzeit. Cremige Kürbis-Curry- oder Karotten-Orangen-Suppe, indonesische Bihunsuppe mit Glasnudeln und Hühnerfleisch, türkische Linsensuppe, Erbsen- und Bohneneintopf oder die vegetarische Festtagssuppe mit Grießklößchen und Gemüsemaultaschen. Der Speisehersteller Lero Food GmbH & Co. KG aus dem Groitzscher Ortsteil Berndorf richtet sich auf jeden Geschmack ein: traditionell, saisonal, international.

Lero Food produziert Suppen und Menüs. 48 Beschäftigte arbeiten dort im Zwei-Schicht-Betrieb.

Seit seiner Gründung 2002 hat das sächsische Unternehmen kontinuierlich Fahrt aufgenommen, in den Standort investiert und es mittlerweile auf den gesamtdeutschen Markt geschafft.

Von München bis Rügen auf den Tisch

Große Handelsketten wie Edeka, Rewe, Kaufland, Aldi, Netto und Globus vertreiben die 41 verschiedenen Artikel bereits „von München bis Rügen", berichtet der Geschäftsführer Michael Lemke.

Produktionsleiter Nils Ludwig rührt gerade den Nudeleintopf um. Quelle: Jens Paul Taubert

Neben Suppen und Eintöpfen kochen die Groitzscher auch Komplettmenüs wie ungarischer Gulasch mit Spätzle, Spaghetti Bolognese oder Pilzsauce mit Kartoffelklößen, aber auch Süßspeisen wie Quarkkeulchen oder Eierpfannkuchen gefüllt mit Heidelbeeren. Darüber hinaus beliefert Lero Food sieben Krankenhäuser mit 37 weiteren Artikeln, unter anderem in Chemnitz, Güstrow und Görlitz.

48 Angestellte im Zwei-Schicht-Betrieb

Seit 2017 Jahren führen die beiden Geschäftsführer Thorsten Rook und Michael Lemke das Unternehmen in zweiter Generation. Aktuell sind in Berndorf 48 Angestellte im Zwei-Schicht-Betrieb beschäftigt, zwei Auszubildende wurden diesen Sommer in feste Arbeitsverhältnisse übernommen.

„2019 möchten wir erneut Kaufleute für Büromanagement und Köche ausbilden", blickt Rook voraus, „dafür können sich Interessenten schon jetzt bewerben." Auch ausgelernte Maschinentechniker, Maschinenführer und Schlosser „dürfen sich gerne bei uns melden. Wir suchen dringend Ergänzung im technischen Bereich."

Michael Lemke vor der neuen Schockfrostanlage. Quelle: Jens Paul Taubert

Besuch auf Messen und Börsen

Dass Convenience (vorgefertigte Lebensmittel) aus Berndorf in aller Munde sind, dafür reisen die Firmenchefs quer durchs Land und knüpfen Kontakte. Auf der weltgrößten Fachmesse der Nahrungsmittelindustrie, der Anuga in Köln, oder auf Handelsbörsen in Berlin, Wittenhagen, Magdeburg, Hof oder Kassel stellen sie ihr Unternehmen und dessen Produkte vor. Ein moderner Markenauftritt und die neue Imagebroschüre öffnen dabei Türen.

„Wir sind ein ostdeutsches Unternehmen und gehen mit offenen Augen durch die Welt. Unsere Stärken liegen in den Produkten", stellt Rook klar heraus. Frische, regionale Zutaten sichern ihnen eine gute Qualität, zudem stehe bei der Entwicklung neuer Speisen eine Ernährungsberaterin (Ökotrophologin) mit Rat und Tat zur Seite.

Experimente mit Gewürzen und Zutaten

Bis sich ein neues Angebot durchsetzt, muss oft ein langer Weg zurückgelegt werden. Ideen entstehen beim Brainstorming mit dem gesamten Team, aktuelle Trends fließen ein und schließlich werde an den Kochtöpfen mit Gewürzen und Zutaten experimentiert, verkostet und immer wieder verfeinert. Steht die Rezeptur fest, kann die Produktion beginnen.

Nach dem Kochen werden die Speisen noch im erhitzten Zustand in hygienischen C-Pet-Schalen abgefüllt, versiegelt und anschließend im neuen Spiralfroster schockgefrostet. Danach werden sie verpackt, im Hochregallager mit 900 Paletten-Stellplätzen zwischengelagert und „gehen anschließend auf die Reise", berichtet Michael Lemke.

Schnelle und bequeme Küche

Die fertigen Eintöpfe, Menüs und Süßspeisen aus Groitzsch kommen dem Trend der schnellen, bequemen Küche entgegen. „Die Schalen können in der Mikrowelle erhitzt werden und man kann direkt daraus essen", erläutert Lemke. „Man braucht nur eine Packung und einen Löffel. Mehr nicht. Ideal fürs Büro oder für zwischendurch."

Von Kathrin Haase

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