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Borna Multiple Sklerose: Selbsthilfegruppen stellen Krankheit in Borna vor
Region Borna Multiple Sklerose: Selbsthilfegruppen stellen Krankheit in Borna vor
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17:30 15.05.2019
Unter bleierner Müdigkeit, Fatigue genannt, leiden rund 70 Prozent aller MS-Patienten. Eine Möglichkeit für Information und Austausch zu dieser Krankheit gibt es zum Welt-MS-Tag in Borna am 29. Mai. Quelle: LVZ-Archiv
Borna/Geithain

„Keiner sieht’s. Eine(r) spürt’s.“ So ist der diesjährige Welttag für Multiple Sklerose (MS) am 29. Mai überschrieben. An der Krankheit leiden in Deutschland rund 200.000 Menschen. Zwei Selbsthilfegruppen (SHG) des Landkreises Leipzig laden am Welt-MS-Tag zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

Betroffene, Angehörige und Interessenten können am 29. Mai von 14 bis 18 Uhr in der Bornaer Filiale der Deutschen Bank am Markt 5 mehr über die Krankheit erfahren, bei der vieles unsichtbar ist. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Betroffene im Rollstuhl sitzen, doch die meisten können gut laufen. Dies illustriert auch der Veranstaltungsflyer: Ein MS-Patient steht vor Rollstuhl, Krücke und Rollator und sagt: „Das brauche ich für meine Nachbarn. Die glauben mir sonst nicht, dass ich MS habe.“

Die beiden Selbsthilfegruppen „aMSel“ aus Geithain und „Aufwind“ aus Borna wollen den Nachmittag nutzen, um sich vorzustellen. 16 Uhr ist Dr. Alexander Niklas, Oberarzt für Neurologie aus dem Sana-Klinikum Borna, zu Gast und spricht über „Multiple Sklerose – vieles ist unsichtbar“.

Weiterhin wird es ein kleines Quiz rund um die Krankheit geben, auch eine MS-Simulation. Mit Rauschbrille und Gewichten an Armen und Beinen soll dabei gezeigt werden, wie Patienten sich fühlen, berichtete Birgit Leibig, Leiterin der Geithainer SHG, die es seit zehn Jahren gibt. In Borna treffen sich Patienten schon wesentlich länger, diese Selbsthilfegruppe wird im nächsten Jahr 30.

„Uns geht es bei der Veranstaltung um Information und Austausch“, sagte Leibig. Besonders für Angehörige von MS-Patienten sei es häufig schwierig, „sie sind Mit-Betroffene“.

MS ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasst. Die Krankheit lässt noch viele Fragen unbeantwortet und ist in Verlauf, Beschwerdebild und Therapieerfolg von Patient zu Patient unterschiedlich. Aus diesem Grund ist MS auch als „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ bekannt.

Häufige Symptome sind Spastik, Koordinations-, Seh- und Blasenstörungen. Aber auch Fatigue, die bleierne Müdigkeit, gehört dazu – die oft auf Unverständnis stößt. Mit dieser Krankheit verbinden sich viele Irrtümer. Sie ist nicht ansteckend, nicht zwangsläufig tödlich, kein Muskelschwund und keine psychische Erkrankung.

Von Claudia Carell

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