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Borna Michael Fischer-Art will Borna bunter machen
Region Borna Michael Fischer-Art will Borna bunter machen
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15:00 21.01.2019
Künstler Michael Fischer-Art hat die ersten Interessenten für die Haltestellen-Anleihen schon gefunden. Quelle: Julia Tonne
Borna

Borna wird in den kommenden Monaten bunter. Wie Michael Fischer-Art beim Neujahrsempfang der Stadt am Wochenende erklärte, gebe es einige Dinge, „die nach Veränderung schreien“. Namentlich seien das die Bushaltestelle am Breiten Teich in der Sachsenallee und der letzte Block in Gnandorf, der noch keine Fassadengestaltung erfahren habe.

Bis zum Landeserntedankfest Anfang Oktober sollen diese beiden Projekte gestemmt und umgesetzt seien. Doch Mitwirkung von Seiten der Bornaer sei unerlässlich. So sollen für das Vorhaben, die bisherige Bushaltestelle abzureißen und eine neue aufzubauen, die Schüler mit einbezogen werden, die „hauptsächlich die Haltestelle nutzen“, so der Künstler, der seit nunmehr zwei Jahren in der Großen Kreisstadt lebt.

Michael Fischer-Art verkauft Haltestellen-Anleihen in Borna

Geplant – und mit der Stadtverwaltung abgesprochen – ist, am Breiten Teich ein Wartehäuschen aus Edelstahl und farbig beschichtet zu bauen. Kostenpunkt: rund 50.000 Euro. Um die Summe zusammen zu bekommen, werden ab sofort von Fischer-Art „Haltestellen-Anleihen“ verkauft – für 500, 1000 und 2500 Euro.

Und schon beim Neujahrsempfang kamen die ersten Interessenten auf den Künstler zu und ließen sich Anleihen reservieren. Pro Summe gibt es jeweils 13 Stück, „wenn alle verkauft sind, haben wir die Gesamtsumme zusammen“, so der Künstler bei der Projektvorstellung.

Michael Fischer-Art und Matthias Meltke zeigen die Modelle für die 18-Meter-Figuren, die der Künstler auf einer Fabrik in Böhlen aufstellen will. Quelle: Julia Tonne

In den kommenden Wochen sollen vor allem die Schüler der Stadt eigene Entwürfe liefern, die dann in die Gestaltung mit einfließen und eingelasert werden. „Die Nachwuchskünstler haben dann einen persönlichen Bezug zur Haltestelle, das dürfte Vandalismus vorbeugen“, machte Fischer-Art deutlich. Auch die Anleihenkäufer würden mit verewigt.

Die etwa acht bis zwölf Meter lange und 3,50 Meter breite Haltestelle soll zudem mit Solaranlagen ausgerüstet werden, damit sie auch nachts beleuchtet ist. Wie Fischer-Art betonte, gebe es die Idee dazu erst seit zwei Wochen, dafür ginge es jetzt aber gleich zügig los. Sobald die Baustelle in der Sachsenallee weitergerückt sei – etwa im Sommer –, könne mit den Arbeiten begonnen werden. Mit der Fertigstellung sei dann vor dem Landeserntedankfest zu rechnen.

So sehen die Modelle für die 18-Meter-Figuren aus, die bald in Böhlen zu sehen sein sollen. Quelle: Julia Tonne

Block in Gnandorf soll schöner werden

Noch etwas früher will Fischer-Art Hand anlegen an den Block in Gnandorf, dessen Fassade noch etwas Verschönerung gebrauchen kann. Im Mai will er gemeinsam mit dem Vermieter – der Bornaer Wohnungsgenossenschaft – loslegen, so dass der Block ebenfalls vor dem Landeserntedankfest im neuen Glanz erstrahlt. Erste Gespräche mit Andreas Beier, dem Vorstandsvorsitzenden der BWG, habe es bereits gegeben, jetzt blieben nur noch die Fein-Absprachen.

Auf dem einstigen Deponie-Gelände der Stadt Böhlen sollen zwei 29 Meter hohen Figuren entstehen. Quelle: Designgroup

Noch deutlich umfangreicher und langwieriger wird ein Projekt, das Fischer-Art schon vor geraumer Zeit vorgestellt hatte: der Bau mehrerer Großfiguren sowohl auf der Witznitzer Brikettfabrik als auch auf einem Böhlener Areal an der künftigen Autobahn 72. Wie der Künstler am Wochenende erklärte, gehen alles seinen Gang. Zwar stehe die Baugenehmigung noch aus, aber er sei guter Dinge, demnächst positive Rückmeldungen vom Landkreis zu bekommen.

Von Julia Tonne

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