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Borna Mieter fordern von der BWS Unterstützung beim Erhalt ihres Wohnblocks
Region Borna Mieter fordern von der BWS Unterstützung beim Erhalt ihres Wohnblocks
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19:02 18.04.2018
Monika Eckert hat im Namen vieler Mieter Am Hochhaus 47 - 52 den Brief an BWS-Chef Jan Czinkewitz verfasst. Quelle: Nikos Natsidis
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Borna

Die Bewohner des Wohnblocks Am Hochhaus 47 – 52 in Borna wehren sich gegen einen möglichen Abriss ihrer Wohnungen. In einem Brief an Jan Czinkewitz, den Geschäftsführer der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS), der der Block gehört, fordern sie, „die Etablierung der Märkte Aldi und DM am momentan favorisierten Standort Leipziger Straße/Sachsenallee zu verhindern“. Vor wenigen Tagen war das Interesse des Discounters an dem Areal bekannt geworden. Dafür aber müsste der BWS-Block abgerissen werden.

In dem Schreiben, das Anwohnerin Monika Eckert im Namen von 19 Mietparteien verfasst hat, wird darauf verwiesen, dass das Gebäude „hauptsächlich von älteren Bürgern genutzt“ wird, die „zum großen Teil Flucht, Vertreibung, Umsiedlung, Zerstörung“ erlebt hätten. Die Bewohner „lebten und arbeiteten für ihre Familien“. Das Schreiben an BWS-Chef Czinkewitz ging am Freitag auch an Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Zudem sollte es dem CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Roland Wübbeke zugestellt werden.

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Monika Eckert verweist auf die Ängste insbesondere der älteren Leute in dem Block. Die seien in Sorge, wie sie im schlimmsten Fall in einer neuen Wohnung einen Nagel in die Wand schlagen oder eine Lampe anbringen sollten.

Auf dem Areal, das der Discounter Aldi im Blick hat, befinden sich auch das Nagelstudio Jungmann sowie das Restaurant Jungmanns. Für Aldi, so heißt es, wären deren Flächen allein allerdings nicht groß genug, um darauf neben einem Lebensmittelmarkt auch noch eine Filiale der Drogeriekette DM zu errichten.

Dass das Interesse von Aldi an der Kreuzung Leipziger Straße/Sachsenallee geweckt wurde, ist eine Konsequenz des missglückten Ansiedlungsversuchs von Aldi am Breiten Teich. Bereits vor dem ablehnenden Votum des Stadtrates war im letzten Jahr deutlich geworden, dass diese Pläne in der Bornaer Bürgerschaft nicht mehrheitsfähig sein würden.

Von Nikos Natsidis