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Borna Museum Pegau zeigt alles über die Feuerwehr
Region Borna Museum Pegau zeigt alles über die Feuerwehr
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17:06 29.04.2019
Das Stadtmuseum Pegau befasst sich in einer Sonderausstellung mit dem 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr. Zu sehen sind verschiedene Puppen mit Uniformen aber auch historische Arbeitsmaterialien. Quelle: Hans-Hermann Koch
Pegau

Nach der Winterpause starten das Museum und der Rathausturm Pegau am 1. Mai in die neue Saison. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr eine Sonderausstellung über die 150-jährige Geschichte der Pegauer Stadtfeuerwehr. Die Hauptfeierlichkeiten dazu finden am 24. und 25. Mai auf dem Kirchplatz und dem Markt statt.

SonderausstellungNapoleon Turner Feuerwehr

Die 2019er Sonderausstellung trägt den Titel „Napoleon Turner Feuerwehr“ und zeigt historische Utensilien wie Sprungtuch, Rettungsschlauch, eine Trage für Verletzte, Uniformen, aber auch Texte und Bildmaterial, informiert der Museumsleiter Hans-Hermann Koch. Zudem wurde die Türmerstube im Stil des letzten dort oben lebenden Türmers (bis 1919) und Brandwächters Hermann Zetzsche ausgestattet.

Blick in die Türmerstube im Rathaus Pegau. Sie wurde im Stile des letzten dort lebenden Türmers eingerichtet. Quelle: Hans-Hermann Koch

Zeitgleich ist im alten Gerätehaus in der Ernst-Reinsdorf-Straße eine Ausstellung über das Löschwesen zu sehen. Konzipiert und aufgebaut wurden sie von der Pegauer Traditionswehr um Dietrich Baldeweg sowie Dietmar Hoffmann von der Partnerwehr in Tuttlingen.

Geschichte der Sonderschauen

Die Geschichte der Sonderausstellungen reicht ins Jahr 2012 zurück. Damals zeigte das Stadtmuseum Kunst und Mangas von Anja Roth und Anja Harthmann. Es folgten „Die hässliche Seite der napoleonischen Kriege“ (2013), die Jubiläumsausstellung des Pegauer Karnevalklubs (2014), Archäologie im Revier (2015), Kinderspiele aus den letzten hundert Jahren (2016), Krieg und Frieden – Gemälde von Rainer Pleß (2017), eine archäologische Bilderausstellung über die Brunnenausgrabungen in der Region (erste Winterschau) sowie Pegaus Superintendenten von 1539 bis 1878 im vergangenen Jahr.

Dietrich Baldeweg (li.) von der Pegauer Traditionswehr und Dietmar Hoffmann von der Partnerwehr Tuttlingen konzipierten gemeinsam die Sonderausstellung im Museum. Quelle: Hans-Hermann Koch

Große Opfer an Zeit und Mühe

Gegründet wurde die Feuerwehr Pegau am 25. Mai 1869. In Jubiläumsschriften heißt es dazu: „Die Anregungen zur Gründung (...) gingen meist von turnerlicher Seite aus, deshalb erhielt sie zunächst den Namen Freiwillige Turner-Feuerwehr. Durch Hinzuziehung der Herren Maurermeister Hermann Müller als erster Hauptmann, Zimmermeister Robert Lehmann als Vizehauptmann, Schieferdeckermeister Wilhelm Blume als Zugführer, Buchbindermeister Ferdinand Postel als Zugführer und Schuhmachermeister Gustav Gemeinhardt als Fourier erhielt das neugebildete Corps am 20. Juli 1869 seine Chargierten, die bereitwilligst die Führerschaft übernahmen und mit großen Opfern an Zeit und Mühe an der technischen Ausbildung der jungen Körperschaft wacker arbeiteten...“

Alles über Mönche, Wiprecht und die Eisenbahn

Daneben präsentiert das Museum die ständige Ausstellung „Mammute, Mönche, Macher“. Sie befasst sich mit der Entstehung Pegaus und seiner unmittelbaren Umgebung im Elstertal – von der Steinzeit, dem Siedlungsgebiet Zauschwitz, über den Klosterbau durch Graf Wiprecht II. bis hin zur Industrialisierung infolge des Eisenbahnanschlusses 1873. Die zweite ständige Ausstellung „Aus dem Leben der alten Pegauer“ überspannt einen Zeitraum von der Wiege bis zum Gottesacker der letzten 200 Jahre.

Danke Kathrin Haase für den tollen Bericht zum anstehenden 150. Geburtstag

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Stadt Pegau am Dienstag, 23. April 2019

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag

Geöffnet hat das stadthistorische Museum dienstags und sonntags von 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 8 bis 12 Uhr für Gruppenbesuche. Der Eintritt für Museum und Turm kostet zwei Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 50 Cent. Die Saison endet am 3. Oktober.

Ziegelei Erbs 1909 gegründet

Auch das Technische Denkmal Ziegelei Erbs ist ab Mai wieder jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Es zählt heute zu den bedeutendsten technischen Denkmälern in Sachsen und ist in der europäischen Ziegeleibranche eine hochgeschätzte Einrichtung. Julius Erbs hatte sie 1909 als Familienbetrieb gegründet. Denkmalschützer verhinderten zur DDR-Zeit den Abbruch, so dass nach der Wende der Wiederaufbau beginnen konnte.

Von Kathrin Haase

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