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Borna Museum Wyhra: Reparaturstau soll weg
Region Borna Museum Wyhra: Reparaturstau soll weg
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18:26 15.11.2010
Von Frank Prenzel
Borna

Die Beschlüsse waren jedoch nicht unumstritten. Denn der Kreis hat angesichts der schwierigen Finanzlage das unabhängige Unternehmen Wibera beauftragt, die Verwaltungsorganisation und Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung unter die Lupe zu nehmen. Hier könnte auch die Trägerschaft der Museen in Wyhra und Grimma in Frage gestellt werden.

Der Landkreis hat aber momentan die Möglichkeit, mit Hilfe von Fördergeld ins Volkskundemuseum zu investieren. Das Landratsamt geht von einem Kostenrahmen von insgesamt 162 000 Euro aus, und reichlich 95 000 Euro dieser Summe würden über das Ile-Programm (Integrierte Ländliche Entwicklung) fließen. „Wir werden eine so günstige Finanzierung nicht wieder bekommen", erklärte Bauamtsleiter Rolf Löcher. Der zuständige Ile-Koordinierungskreis habe dem Vorhaben zugestimmt, der Kreis müsse seinen Förderantrag aber bis Mitte Januar einreichen. Insofern gebe es einen Handlungsdruck. „Wir wollen damit das nötige Bauvolumen in einem Zuge abarbeiten", sagte Löcher. Andere Förderprogramme stünden nicht zur Verfügung.

Im historischen Vierseitenhof in Wyhra, der seit 1991 als Museum genutzt wird und die dörfliche Welt um 1900 darstellt, soll mit dem Geld eine stattliche Liste abgearbeitet werden. Unter anderem ist die Eingangstür des Wohngebäudes von Holzschädlingen befallen und muss erneuert werden. In dem Zuge soll auch das Sandstein-Türgewände überarbeitet werden. Die Elektrik im Haus ist zu ertüchtigen, der Heizkessel zu erneuern, die Raumheizung instand zu setzen. Die Decke zum Dach soll gedämmt werden, auch Fenster des Hauses haben Handwerkerhände nötig. Die Scheune soll einen Blitzschutz und neuen Fußbodenbelag im Ausstellungsraum erhalten. Im Seitengebäude sollen die Dachräume am Laubengang ausgebaut werden, um weitere Museumsräume zu erhalten. Am Stallgebäude wiederum fehlen noch Außenputz und Anstrich.

Einige Kreisräte hätten für ihre Entscheidung das Wibera-Gutachten gern erst in der Hand gehabt. Die günstige Finanzierung schien die meisten aber zu überzeugen. Nach der Sanierung habe der Kreis dann eine Immobilie, „die veräußerungswürdig ist", sagte Landrat Gerhard Gey. Dazu müsste aber erst einmal jemand gefunden werden, so Beigeordneter Klaus-Jürgen Linke, der das Museum erwerben möchte. In Grimma habe man diesbezüglich keine guten Erfahrungen gesammelt.

Frank Prenzel

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