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Borna Nach Einbruch: Neue Funk-Schließtechnik für Groitzsch
Region Borna Nach Einbruch: Neue Funk-Schließtechnik für Groitzsch
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14:14 29.07.2019
Die Stadt Groitzsch erneuert das elektronische Schließsystem an ihren Gebäuden. Quelle: Jens Paul Taubert
Groitzsch

In zwei Etappen will Groitzsch einen Großteil der elektronischen Schließsysteme in den städtischen Einrichtungen erneuern. Der Auslöser für die Aktion war der Einbruch ins Wiprecht-Gymnasium vom Ostersonnabend. Die Kosten für die erste Runde von circa 30.000 Euro hat jetzt der Technische Ausschuss des Stadtrates freigegeben. Es geht um fälschungssichere Technik.

Für Einbruch Funkchip kopiert

Im Gymnasium waren am 20. April laut Polizei Heizkörper, Türen, Wände und Tische beschmiert sowie zwei Lautsprecherboxen entwendet worden. Den Stehl- und Sachschaden hatten die Beamten damals mit 2600 Euro angegeben. „An den normal verschlossenen Türen war aber nichts kaputt“, sagte Bürgermeister Maik Kunze (CDU) jetzt in der Ausschusssitzung. „Wie sich herausstellte, war ein Transponder, ein Chip für den Zugang, kopiert und eingesetzt worden.“ Der Einbruch in die Kegelbahn am 24. Juli könnte ein ähnlicher Fall sein.

Erst mit klonsicheren Transpondern

Die Transponder gehören noch der ersten Generation an, erklärte Mario Kühnel, der im Bauamt fürs Gebäudemanagement zuständig ist. „Der Funkchip kann wie in einer Geldkarte ausgelesen werden. Der Hersteller kannte einen solchen Fall aber noch nicht, auch wenn er vom Kopieren wusste“, so Kühnel. Inzwischen gibt es Transponder der vierten Generation. „Die sind zurzeit klonsicher, heißt es.“ Deshalb wird die Stadt in den nächsten Wochen die bisherigen mit den neuen ersetzen.

Neue Schließzylinder erforderlich

Die Stadt hatte das elektronische System erstmals 2009 im Gymnasium eingesetzt und dann unter anderem auf die Sporthalle, die Grundschule, das Vereinshaus „Stadtmühle“ und die Haupteingänge zum Rathaus erweitert, zuletzt kam die Kindertagesstätte „Schilfkörbchen“ dazu. Auch hier ging die Entwicklung weiter. Von den aktuell 315 genutzten Schließzylindern sind 234 frühere Modelle.

Abgesehen vom Problem Sicherheit, müssten sie wegen des Altersverschleißes nach und nach ersetzt werden, was pro Schloss zwischen 500 und 800 Euro kostet, so der Bauamtsmitarbeiter. Wenn jetzt über den Vertragspartner ASB Zwenkau (Alarmanlagen, Sicherheitstechnik und Brandmeldesysteme) das Angebot des Herstellers Dom Sicherheitstechnik aus Brühl (bei Köln, Nordrhein-Westfalen) zum Kompletttausch genutzt wird, kann die Stadt circa 46 Prozent sparen. Dazu haben die neuen Geräte Batterien mit einer wesentlich längeren Lebensdauer.

Kontrolle über Türöffnungen

FDP-Abgeordneter Dieter Hager lenkte den Blick auf die Folgekosten. „Früher hat ein normaler Schlüssel 300 Jahre gehalten“, meint er schmunzelnd. Er bat darum, nicht jeden Spint so auszustatten, sondern nur wirklich relevante Türen. Fraktionskollege Kai Ludwig, Chef des Sportvereins, verwies darauf, dass das Transpondersystem eine Erleichterung für die Übungsleiter sei. Bürgermeister Kunze erklärte dazu, dass auf dem Chip einzelne Zugangszeiten und Berechtigungen gespeichert werden. „Die Türöffnung wird registriert, sodass wir eine Kontrolle haben, wer rein- und rausgeht. Und wir können eine Sperrung auslösen.“

Neue Technik spart Energie und Folgekosten

Kunze sagte Hager zu, dass nicht jede Tür damit ausgestattet wird. „Inzwischen sind auch normale Schlüsselsysteme teuer“, fügte Kühnel hinzu. Zudem gab er an, dass nach der Modernisierung die jährlichen Batteriekosten von rund 4000 Euro halbiert werden. Schließlich stimmte der Ausschuss zu der beantragten Erneuerung von zunächst 121 Schließzylindern am Gymnasium für rund 30.000 Euro zu. Die zweite Runde mit 113 Exemplaren für weitere Einrichtungen zum etwa gleichen Preis soll im Januar beschlossen werden.

Von Olaf Krenz

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