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Borna Neubau wohl nur in gemeinsamer Kommune
Region Borna Neubau wohl nur in gemeinsamer Kommune
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17:00 23.06.2018
Die Oberschule Regis-Breitingen muss dringend saniert werden. Die günstigere Variante soll ein Neubau sein. Quelle: Thomas Kube
Borna/Regis-Breitingen

Genau neun Wochen nach dem ersten Spitzentreffen über die Zukunft der Oberschule Regis-Breitingen fand das zweite statt. Die Bildungseinrichtung ist dringend sanierungsbedürftig. Gastgeber und Landrat Henry Graichen (CDU) sieht nach dem erneuten Gespräch mit den Bürgermeistern von Regis, Wolfram Lenk (Die Linke), und Neukieritzsch, Thomas Hellriegel (CDU), vom Donnerstag einige Fragen geklärt. Die Hauptsache: Bevorzugt wird ein Neubau, den es wegen der Kosten allerdings wohl nur mit einer „Änderung der Gemeindestruktur“ geben wird. Was der Kommunalbeamte diplomatisch formuliert, dürfte nichts anderes betreffen als ein Zusammengehen der Stadt mit der benachbarten Gemeinde, auf welche Art auch immer – Fusion, Eingemeindung...

Oberschul-Neubau kostet elf Millionen Euro

Graichen erinnerte daran, dass beim ersten Treffen ein Ingenieurbüro einen Vergleich der Ausgaben für die Sanierung der Oberschule zwischen Schul- und Weststraße sowie andererseits einen Neubau vorgestellt hatte. Schon im April habe die Tendenz bei allen Beteiligten in Richtung eines neuen Projekts gezeigt. Für eine erforderliche zweizügige Einrichtung sei aber mit rund elf Millionen Euro zu rechnen. Dennoch sei das unter finanziellen (Investition, Betriebskosten) sowie gestalterischen Gesichtspunkten der sinnvollste Weg. Wie das Geld aufzubringen ist, sollte in der Zwischenzeit ermittelt und nun präsentiert werden.

Schulhausbau-Fördermittel decken nur 40 Prozent der Kosten

Zunächst, so Graichen, sei eine Förderung zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur (Schulhausbau) möglich. Die allerdings beträgt nur 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Damit bliebe immer noch ein Eigenanteil von knapp sieben Millionen Euro. Die eine Variante, dass eine der beiden Kommunen allein diese Summe aufbringt, sei eher unwahrscheinlich. Und sowohl Regis-Breitingen als auch Neukieritzsch haben sich gegen die Möglichkeit ausgesprochen, dem Nachbarn Geld für eine dort zu errichtende Schule zur Verfügung zu stellen, fügt der Landrat hinzu. Regis sehe einen guten Standort im Stadtteil Breitingen, wo sich schon Grundschule, Kindertagesstätte, Stadion und Sporthalle befinden. Neukieritzsch bevorzuge hingegen seinen Ortsteil Deutzen wegen der zentraleren Lage.

Kommunen müssen enger zusammenrücken

Mehr Finanzspielraum könnte eine „verfestigte Zusammenarbeit der Kommunen“ mit sich bringen. Es gebe ja schon eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden. Die hatte Graichen, damals noch Bürgermeister von Neukieritzsch, selbst mit unterzeichnet, als die Gemeinde 2014 Nachbar Deutzen aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Regis herauslöste und aufnahm. Enthalten ist dort die Absicht zur „Bildung einer neuen Kommune innerhalb von spätestens zehn Jahren“, also bis 2024. Vielleicht könnte ein neues Dokument, das daraus ein klares Vorhaben formuliert, das Innenministerium schon zu einer Art Hochzeitsprämie verleiten, so der Landrat.

Die zwei Bürgermeister haben ihm ihre Bereitschaft signalisiert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Was unbedingt erforderlich ist, weil vieles dranhängt, sagt Henry Graichen und erwähnt bloß den Namen des neuen Gebildes sowie kommunale Einrichtungen. Bis zum nächsten Spitzentreffen solle ausgelotet werden, ob mittelfristig ein gemeinsamer Weg Sinn hat.

Sein Fazit: Wenn die Stadt Regis und die Gemeinde Neukieritzsch eigenständig bleiben, wird es in absehbarer Zeit keine neue Oberschule geben.

Von Olaf Krenz

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