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Borna Neue Fußgängerbrücke verbindet Nehmitz und Berndorf
Region Borna Neue Fußgängerbrücke verbindet Nehmitz und Berndorf
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14:11 13.11.2018
Die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer verbindet die Groitzscher Ortsteile Nehmitz und Berndorf. Bauamtsmitarbeiter Andreas Müller (mi.) und Ortschronist Roland Meyer (re.) waren mit die Ersten, die über die Brücke gelaufen sind. Quelle: Kathrin Haase
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Groitzsch/Nehmitz

Kommt eine Brücke geflogen: Mit schwerer Krantechnik ist am Dienstagvormittag die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen Nehmitz und Berndorf an ihren Platz gehoben, fest verschraubt und gegossen worden. Das Umsetzen dauerte annähernd eine halbe Stunde, danach konnten die ersten Passanten darüber gehen.

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Seit dem Sommer war die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Groitzscher Dörfern und damit auch ins thüringische Lucka gekappt. Stattdessen klaffte über dem Schnaudermühlgraben ein großes Loch. „Wir mussten wochenlang den umständlichen Weg über die Straße nehmen“, kommentiert ein Anwohner die Brückeninstallation, „aber das ist nun zum Glück vorbei“.

Mit schwerer Technik ist am Dienstag die neue Fußgängerbrücke zwischen Nehmitz und Berndorf (Groitzsch) an die richtige Stelle gehoben worden. Die Fertigteilbrücke wiegt knapp 3,5 Tonnen.

Fertigteilbrücke aus Aluminium

Die neue Fertigteilbrücke aus rostfreiem Aluminium ist 18 Meter lang, 2,50 Meter breit und wiegt annähernd 3,5 Tonnen. Beidseitig sorgen 1,30 Meter hohe Geländer für Sicherheit, an einem ist das Groitzscher Wappen angebracht, berichtet Gunter Härtling vom Ingenieurbüro für Baustatik in Nobitz. „Die Brücke ist für die Ewigkeit gemacht, sie geht nicht kaputt.“ Zudem sei der Brückenbelag mit Epoxidharz gegossen, wodurch Radfahrer und Fußgänger bei Schnee und Matsch nicht ins Rutschen geraten. Streusalz müsse im Winter nicht aufgebracht werden, so Härtling weiter.

Autofahrer dürfen Brücke nicht nutzen

Mit einer Tragfähigkeit von 500 Kilo pro Quadratmeter ist die neue Brücke ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger erlaubt. Absperrgitter auf beiden Seiten sollen verhindern, dass Autofahrer diese kurze Verbindung nutzen.

Die Vorgängerbrücke aus Stahlbeton stammte noch aus den 1950er-Jahren und war nicht mehr tragfähig. „Die Bewährungseisen lagen schon frei und es bestand dringend Handlungsbedarf“, erläutert der Fachmann. Also entschied sich die Stadt Groitzsch zu einem Brückenneubau und erteilte den Auftrag an die Firma Sarfert Hoch-, Tief- und Brückenbau aus Werdau. Die Kosten belaufen sich auf 140 000 Euro.

Die Absperrgitter sollen verhindern, dass Autofahrer die Brücke benutzen. Quelle: Kathrin Haase

Einer der ersten Brückenläufer war am Dienstag der Groitzscher Ortschronist Roland Meyer. „Eigentlich müsste es jetzt noch einen Brückentrunk geben“, meinte er schmunzelnd und hielt das Geschehen mit der Kamera fest. In der kommenden Woche wolle er mit den Groitzscher Montagsradlern die neue Brücke testen – und die Tradition mit dem Brückentrunk nachholen.

Von Kathrin Haase