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Borna Neues Blockheizkraftwerk hält Groitzscher Badewasser warm
Region Borna Neues Blockheizkraftwerk hält Groitzscher Badewasser warm
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10:11 02.02.2017
Bürgermeister Maik Kunze (CDU, l.) und Geschäftsführer Thomas Krauß starten das neue Blockheizkraftwerk für das Wellness- und Fitnesscenter „Azur“ in Groitzsch. Es liefert Strom und Wärme und soll einige Zehntausend Euro Einsparung bringen. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch

Das Fitness- und Wellnesscenter „Azur“ am Groitzscher Schützenplatz kann seinen Wärme- und Strombedarf jetzt günstiger decken. Vorgestern schalteten Bürgermeister Maik Kunze (CDU) und Geschäftsführer Thomas Krauß das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) offiziell ans Netz. Die Stadt, die alleiniger Gesellschafter der Azur GmbH ist, investierte dafür etwa 140 000 Euro, da­runter 85 000 Euro Fördermittel aus dem Investitionskraftstärkungsprogramm „Brücken in die Zukunft“. Die Neuanschaffung soll einige Zehntausend Euro Betriebskostenersparnis bringen, um die die Kommune ihren Zuschuss für ihr Tochterunternehmen senken könnte.

Seit Jahren schon wurden Ideen ge­wälzt, wie der Energieverbrauch gesenkt werden kann, erklärte Azur-Chef Krauß. „Nachgedacht haben wir eben über ein BHKW, aber auch eine Solaranlage. Schließlich benötigen der Badbereich und die Saunaabteilung enorm viel Wärme und das ganzjährig.“ Dass sich das kleine Kraftwerk schneller amortisiere und eine Solarinstallation wesentliche Eingriffe ins Gebäudedach erforderlich gemacht hätten, gab schließlich den Ausschlag. Auch die Erfahrung der Kommune mit dem BHKW fürs Wiprecht-Gymnasium spielte eine Rolle. Die Arbeiten im Heizhaus, einem Nebengebäude der sanierten und zum Fitnesstempel umgestalteten alten Brauerei, hatten Ende Juli begonnen. Die Fertigstellung sollte eigentlich ein Geschenk zum 15. Ge­burtstag am 27. Oktober sein.

Aber so einfach war es dann doch nicht, sagte Tobias Schramm von der Firma Grahm und Söhne aus Wechselburg. „Für den Zwei-Tonnen-Koloss mit Lkw-Motor und Generator war der Zugang in den Heizungskeller zu klein. Auch die Treppe war dafür nicht stabil genug. Also mussten wir das Gerät komplett zerlegen.“ Und dann natürlich wieder zusammensetzen. Wobei die geringe Deckenhöhe eine weitere Schwierigkeit war. Und letztlich, hatte Bürgermeister Kunze kürzlich schon geäußert, ließ die Freigabe von Energieversorger Enviam für die Netzeinspeisung noch etwas auf sich warten. Jetzt aber ist das Blockheizkraftwerk, das die 30 Kilowatt elektrische und 81 Kilowatt thermische Leistung aus Erdgas herstellt, in Betrieb.

Ausgelegt ist der Komplex auf maximal reichlich 8500 Arbeitsstunden im Jahr – also ohne Pause, sagte Schramm. Gerechnet wird aber mit rund 6000 Stunden. „Wenn die Wärmeabnahme geringer ist, etwa im Sommer und an Schließtagen, schaltet sich das BHKW automatisch ab. Und dann kann auch die Energie aus dem Pufferspeicher genutzt werden, ehe es wieder hochfährt.“ Außerdem sei eine Einspeisung des Überschusses ins öffentliche Netz möglich.

Versorgt werden nun der Badbereich mit einem sechs mal 13 Meter großen Wasserbecken, einem Whirlpool mit neun Quadratmetern und einem ebenso großen Babybecken, ein Kursraum und ein Fitnessraum mit den Geräten sowie die Umkleide- und Sanitärbereiche. Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es zudem die Taverne „Sotiria“, die aber nicht von der Azur GmbH betrieben wird. Etwa 640 Mitglieder sind im „Fitnesstempel“ registiert. Am Einlass werden im Jahr bis fast 50 000 Besucher gezählt.

Von Olaf Krenz

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