Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Neujahrsrede des Böhlener Bürgermeisters stößt auf Kritik
Region Borna Neujahrsrede des Böhlener Bürgermeisters stößt auf Kritik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 24.01.2020
Die Neujahrsrede von Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt sorgte bei einigen Großdeubenern für Unmut. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Die Neujahrsrede von Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt liegt schon einige Tage zurück. Doch der Unmut so einiger Großdeubener hat sich noch immer nicht verzogen. Grund sind Äußerungen des Rathauschefs, die kürzlich auch Eingang in das Amtsblatt gefunden haben. Der Bürgermeister sieht sich missverstanden und hofft künftig auf ein gelungenes Miteinander.

Für die Interessengemeinschaft (IG) „Unser Großdeuben“ war das, was Berndt in seiner Neujahrsrede im Kulturhaus vorgetragen hatte, Wasser auf die Mühlen. Und auch das, was er nicht gesagt hat. So hatte der Rathauschef betont, dass „gesellschaftliches, gemeinschaftliches Leben“ eine gute Möglichkeit sei, „alle Nörgler, alle Zwietracht Säende und Besserwisser, alle sich abgehangen Fühlende mitzunehmen und zu beteiligen“.

Das kam bei einigen gar nicht gut an. „Schade, dass Sie Teile Ihrer Bürger als Nörgler, Zwietracht Säende und Besserwisser sehen“, schreibt die IG auf ihrer Facebookseite.

Was sie bemängelt, ist die Tatsache, dass Berndt bei den erwähnenswerten Jahreshöhepunkten das Fällen mehrerer Bäume auf dem Großdeubener Friedhof erwähnt habe, „jedoch nicht die Bemühungen des Gymnasiums um den Bau einer Sporthalle. Auch blieb unerwähnt, dass in 2020 aufgrund des Engagements einer Vielzahl von Bürgern ein Lebensmittelgeschäft eröffnet werden kann“, schreibt die IG weiter.

Bürgermeister sieht sich missverstanden und hofft auf Zusammenarbeit

Berndt sieht sich missverstanden. „Die Formulierung mit den Nörglern und Zwietracht Säenden war allgemein gedacht und nicht auf Großdeuben bezogen“, macht er deutlich. Gerade heutzutage sei es – in der ganzen Gesellschaft – üblich, viel zu schimpfen, ohne selbst anzupacken. Und eben das Anpacken stellt er in Großdeuben gar nicht in Abrede. „Die Bewohner sind umtriebig und kümmern sich, aber wir als Stadt können auch nur nach unseren Möglichkeiten helfen“, betont er weiter.

Gemeinsam mit der Verwaltung und den Großdeubenern müssen Lösungen gesucht werden – sei es beim Einkaufsladen oder bei der Erweiterung des Gymnasiums. „Aber uns sind auch schlicht zuweilen die Hände gebunden. Zum Beispiel können wir als Stadt nicht den Umbau des ehemaligen Konsums finanzieren oder einen Betreiber dafür suchen“, stellt er klar.

Der Neujahrsempfang der Stadt Böhlen war gut besucht. Doch die Rede des Bürgermeisters kam nicht überall gut an. Quelle: Julia Tonne

Die Wünsche der IG und auch des Bürgermeisters, was den künftigen Umgang miteinander betrifft, liegen gar nicht weit auseinander. „Wir wünschen uns für 2020 einen offenen und vor allem ehrlichen Dialog“, schreibt die IG. Und auch Berndt hofft, dass in den kommenden Monaten enger zusammengearbeitet werden könne. „Es bleibt dabei: Wir haben ein offenes Ohr für alle Großdeubener.“

Von Julia Tonne

Bisher gab es die Landfrauen an 32 Orten in Sachsen. Jetzt wurde auch in Borna ein Ortsverein gegründet.

24.01.2020

Mit einer Bürgerfragestunde beginnt am 28. Januar die nächste Sitzung des Neukieritzscher Gemeinderates. Danach soll der Haushaltsplan für 2020 festgezurrt werden.

24.01.2020

Für Regiser Oberschüler aus Neukieritzsch hat sich die Heimfahrt auf mehr als eine Stunde verlängert. Nach Kritik von Schulleiterin und Stadtrat lösen das Landratsamt und das Busunternehmen das Problem.

23.01.2020