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Borna Neukieritzsch: Luther und seine Frau sind angekommen
Region Borna Neukieritzsch: Luther und seine Frau sind angekommen
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05:00 29.01.2018
Pfarrer Jan Schober, Jürgen Raiber (vorn), Daniel Pabst und Susan Graichen nutzen nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.  Quelle: Julia Tonne
Neukieritzsch

Eine Katharina von Bora-Kirche, ein gleichnamiges Ensemble und eine Straße mit dem selben Namen – nur folgerichtig, dass Neukieritzsch nun auch eine Katharina von Bora- und Martin Luther-Skulptur erhalten hat. Sonntagnachmittag sind die beiden vom Mölbiser Künstler Jürgen Raiber geschaffenen Bronzefiguren offiziell vorgestellt und enthüllt worden.

Daniel Pabst und Susan Graichen vom Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Gemeinde Lobstädt-Neukieritzsch hatten den Chemnitzer Pfarrer Jan Schober für den Gottesdienst gewinnen könnten, zu Gast waren neben zahlreichen Einwohnern unter anderem die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf, Landrat Henry Graichen (CDU) und Seehaus-Bewohner. Letztere hatten für die zwei rund 80 Zentimeter großen Figuren den Sockel geschaffen. „Wir haben bewusst den Kontakt zum Seehaus gesucht, weil es ja nun bald in unsere Gemeinde zieht“ machte Pabst deutlich. Ein Anfang der Zusammenarbeit sei gemacht, nun sollen zukünftig viele gemeinsame Projekte folgen.

Der Künstler Jürgen Raiber war vom Sockel, der sich gut in die Kirche einfügt und Luther und seiner Frau einen Blick in den Garten ermöglicht, durchaus angetan. Nur eines wünscht er sich jetzt noch: „Schön wäre es, wenn die zwei beleuchtet werden könnten.“

Unter den vielen Besuchern waren auch die Neukieritzscher Gemeinderäte. Sie hatten es mit der Zusage, ihr Sitzungsgeld zugunsten der Skulpturen zu spenden, erst ermöglicht, dass Luther und Katharina von Bora hierher kamen (die LVZ berichtete). Denn ursprünglich war das Paar für die Stadt Grimma gedacht. Weil aber weder die Stadt noch das angefragte Kloster Nimbschen einen Teil für die rund 6400 Euro teuren Figuren aufbringen konnte, kam Neukieritzsch zum Zug. Sehr zur Freude des Kirchenvorstands, der den Kauf ebenfalls finanziell unterstützt hatte, und von Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU). „Das Paar passt wunderbar an diesen Ort, schließlich sind wir hier in der Kirche nicht weit vom Geburtsort von Katharina von Bora entfernt“, sagte der Rathauschef.

Pfarrer Schober machte ebenfalls deutlich, dass die Skulpturen hier gut aufgehoben seien. „Denn Katharina von Bora war nicht nur die Frau des Reformators Luther, sie hat auch selbst die Region geprägt.“ Der Tag des Gottesdienstes war übrigens bewusst gewählt: Am Montag wäre von Bora 519 Jahre alt geworden. „Wir haben also reingefeiert“, sagte Pabst.

Von Julia Tonne

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