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Borna Neukieritzscher Leichtathleten wollen Laufbahn im Stadion ausleuchten
Region Borna Neukieritzscher Leichtathleten wollen Laufbahn im Stadion ausleuchten
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00:21 05.11.2017
Werner Kargel (li.) und Werner Winkler schauen sich die Lichtmasten an, die am Stadion schon bereit liegen und demnächst aufgestellt werden sollen. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch

Die Leichtathleten des Vereins Sportfreunde Neukieritzsch (SFN) wollen ihr Stadion beleuchten. Gelingen soll das mit 6000 Euro, welche die SFN innerhalb des Förderprojektes „Wir für hier“ vom Chemieunternehmen Dow bekommen haben. Hinzu kommen noch 5000 Euro, die der Verein im vorigen Jahr von der Mibrag erhielt. Mit dem Geld und sechs vorhandenen Masten mit Leuchtmitteln soll die Seite mit der Sprintlaufstrecke so ausgeleuchtet werden, dass in der dunkleren Jahreszeit auch in den Abendstunden trainiert werden kann.

Der Wunsch nach einer beleuchteten Laufbahn kam auf, als die alte Sporthalle neben dem Freibad der neuen Mehrzweckhalle weichen musste und abgerissen wurde. „Wir standen plötzlich da und hatten bei schlechtem Wetter und im Winter keine Trainingszeiten mehr“, erinnert sich Werner Kargel von der Abteilung Leichtathletik. Mit der neuen Halle sei das nicht besser geworden. Da hier viele Sportgruppen rein wollen, seien Trainingszeiten knapp. Außerdem, ergänzt Abteilungsleiter Werner Winkler, trainieren Leichtathleten lieber draußen.

Bislang bei Bedarf notdürftige Beleuchtung mit Bauscheinwerfern

Also suchte man nach Möglichkeiten, den Trainingsbetrieb auch nach Einbruch der Dunkelheit im Freien möglich zu machen. Der Wunsch nach einer Beleuchtung, sagt Kargel, wurde schon damals an die Gemeindeverwaltung herangetragen. Eigentlich kein Problem, habe es damals geheißen, sagt das Neukieritzscher Leichtathletik-Urgestein. „Dabei ist es bis heute geblieben“, fügt Kargel hinzu.

Die Leichtathleten halfen sich selbst mit einer notdürftigen Beleuchtung mit drei bis vier Bauscheinwerfern. Die werden noch heute bei Bedarf rausgeholt und an ein paar Ständer geschraubt. Beispielsweise auf den Mast der alten Zielkamera oder aufs Dach des Zeitnehmer-Unterstandes. Sprinten geht damit, Hürdenlauf nicht.

Als der Kohleplatz des alten Mibrag-Kraftwerkes Mumsdorf abgerissen wurde, kamen die Leichtathleten über Beziehungen an die alten, noch tauglichen Lichtmasten ran. Die liegen seitdem samt Leuchten an einer Seite im Stadion und warten darauf, aufgestellt zu werden.

Im Stadion laufen ist sicherer als auf der Straße

Für Werner Kargel hat die Beleuchtung für das Stadion auch einen Sicherheitsaspekt. „Wir wollen die Läufer von der Straße kriegen“, sagt er. Dabei zielt er auf jene Hobby- und Freizeitläufer ab, die abends laufen und sich im Dunkeln der Gefahren im Straßenverkehr aussetzen. Im Stadion dagegen „kann man unter guten Bedingungen trainieren“.

Bald eben auch mit besserem Licht. Zwar werden die Lichtmasten nur auf einer Seite stehen, doch auch die andere Seite sollte davon so weit ausgeleuchtet sein, dass man gefahrlos Runde um Runde laufen kann.

In Eigenregie mit zwei befreundeten Firmen sollen die Masten – ein siebenter wird noch gebraucht – aufgestellt und über Leerrohre, die schon früher eingebaut worden waren, miteinander verbunden werden. Von der Gemeinde gibt es mittlerweile grünes Licht für den Bau. „Das ging sehr unkompliziert“, freut sich Werner Winkler. Voraussichtlich sollen noch in diesem Jahr die Hülsen für die Masten in den Boden kommen.

Von André Neumann

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