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Borna Neukirchener basteln Kleider aus Plastetüten und Kronkorken
Region Borna Neukirchener basteln Kleider aus Plastetüten und Kronkorken
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18:00 13.05.2019
Warum teure Kostüme kaufen, wenn Kreatives auch aus Müll entstehen kann? Quelle: Julia Tonne
Borna

Ob Mottoparty, Oktoberfest oder Karnevalsauftakt: Kostüme sind für viele Lebenslagen nützlich. Allerdings müssen es keine teuren aus dem Geschäft sein. Das haben die Kinder der Grundschule aus Bornas Ortsteil Neukirchen eindrucksvoll bewiesen – und bei dem Umweltbewusstsein vieler Menschen womöglich einen Trend angestoßen. Sie präsentierten am Freitag Mode aus Müll.

Kronkorken, alte Jutesäcke, Federn, Servietten, Luftballons und Stoffreste bekamen eine neue Funktion: als Knöpfe, als Rock, Hose oder Hut, als Handtasche oder Bluse. Gefragt war Kreativität; Klebstoff und Nähfaden hielten die ungewöhnlichen Designerkleider zusammen.

Warum teure Kostüme kaufen, wenn Kreatives auch aus Müll entstehen kann? Quelle: Julia Tonne

Modenschau in Neukirchen ist Höhepunkt einer Müll-Woche

Die Modenschau war Höhepunkt einer Woche, die ganz im Zeichen des Umweltschutzes stand. „Einen Tag lang waren wir am Harthsee unterwegs und haben am Ufer Müll gesammelt“, erzählte Schulleiterin Silvia Ehritt. Noch immer seien viele Kinder von ihren „Funden“ schockiert. Plastetüten und Flaschen waren noch das geringste Übel, schlimmer waren fast komplette Wohnungseinrichtungen wie vollständige Polstergarnituren und Kühlschränke.

Stoffreste, Federn und Korken geben in Kombination ein echtes Designerkleid ab. Quelle: Julia Tonne

Dass auch Kinderspiele aus Abfällen hergestellt werden können und zudem noch Spaß machen, war ebenfalls am Freitag zu erleben. Bei der Vorstellung der „Müll-Woche“ zeigten Kinder und Lehrer beispielsweise Springseile aus alten Socken.

Außerdem wurden Chipsdosen und Becher mit einer Kugel an einem Faden aufgepeppt, um die Kugel mit gut dosiertem Schwung in den Behälter zu bugsieren. Aus Milchdosen zauberten die Grundschüler Blumentöpfe, mit Abfällen wie Korken und Luftballons verschönerten sie Bilderrahmen.

Neukirchener Schule will weniger Strom verbrauche und Abfälle besser trennen

„Die Woche hat uns gezeigt, dass wir viel sensibler mit unserer Umwelt umgehen müssen“, sagte Ehritt abschließend. Auch in der Neukirchener Schule sei es Ziel, weniger Strom zu verbrauchen, weniger Müll zu produzieren und die Abfälle künftig sorgfältiger zu trennen.

„Uns wird das alles nicht in Perfektion gelingen, aber wir versuchen es“, betonte die Schulleiterin. Passend zum Abschluss der Müll-Woche klinkte sich auch die Mitgas mit einem Projekt ein. Das Unternehmen stellte vier Hochbeete zur Verfügung und ließ die Kinder diese bepflanzen.

Von der Mitgas gab es passend zur „Müll-Woche“ vier Hochbeete zum Bepflanzen. Quelle: Julia Tonne

Von Julia Tonne

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