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Borna Neuseenmühle Berndorf – ein gefragter Ort für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern
Region Borna Neuseenmühle Berndorf – ein gefragter Ort für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern
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20:00 05.02.2018
Iris Barthel und Thomas Hofmann vom Verein Neuseenmühle Berndorf vor dem sanierten Stallgebäude. Hier befinden sich heute das Café, die Porstube, ein Veranstaltungsraum sowie das Bettenlager mit einer kleinen Ferienwohnung. Quelle: Kathrin Haase
Groitzsch/Berndorf

Die Wassermühle in Berndorf ist ein gefragter Ort für Familienfeiern. Woche für Woche wechseln sich Geburtstage, Hochzeiten und andere Jubiläen ab, auch der Kalender für 2018 ist schon wieder gut gefüllt. „Wir sind mit der Auslastung sehr zufrieden“, zieht Iris Barthel vom Verein Wassermühle Neuseenland Bilanz. „Bis zum Oktober ist kaum noch ein Sonnabend frei.“ Dabei nutzen die Gäste, die überwiegend aus Leipzig, Groitzsch, Meuselwitz und Umgebung kommen, gerne die Tanzlinde vor dem Hoftor, aber auch die historische Porstube mit den Wandmalereien oder eine Obstwiese zum Feiern unter freiem Himmel.

Auf der anderen Seite möchte der Verein verstärkt Schulklassen, Radfahr- und Wandergruppen, aber auch Firmen für Seminare und Workshops nach Berndorf locken. „Räume haben wir ausreichend zur Verfügung“, so die Vereinsvorsitzende. Parallel dazu lädt das Mühlencafé ab Ostern wieder jeden Sonnabend und Sonntag ab 12 Uhr zu Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und warmen Speisen ein. In der gemütlichen Holzbohlenstube ist Platz für rund 30 Personen. Während der Sommermonate öffnet auch der Freisitz im Grünen, auf dem gerne mal die beiden Esel sowie Hängebauchschwein Bernd vorbeischauen.

Der Verein Wassermühle Neuseenland hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Vierseitenhof vor dem baulichen Verfall zu retten und mit Leben zu füllen. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des einstigen Stallgebäudes mit Café, Porstube, Veranstaltungsraum und einem Bettenlager mit bis zu 18 Schlafmöglichkeiten. Zurzeit wird noch eine kleine Ferienwohnung mit Küche im Dachgeschoss eingerichtet, die vor allem Familien mit Kindern ansprechen soll. Parallel dazu arbeitet der Verein an der Beseitigung der Sturmschäden auf dem Hof und löst dafür das Nikolausgeschenk der Mibrag ein – einen Scheck über 2000 Euro.

Mut, Visionen und einen langen Atem benötigen die Mühlenfreunde nun für ihr nächstes Vorhaben: die Sanierung des Hauptgebäudes mit der historischen Mühlentechnik. Für annähernd 300 000 Euro sollen das Dach und die Fassade erneuert, Fenster und die Elektrik ausgetauscht werden. Denkbar sei hier die Einrichtung einer Ferienwohnung für bis zu zwölf Personen im Obergeschoss, für das Erdgeschoss gebe es noch keinen konkreten Pläne. Weitere 150 000 Euro seien für das Museum nötig. „Im Moment sind wir noch in der Vorbereitungsphase“, dämpft Iris Barthel die Erwartungen und erläutert, dass noch in diesem Jahr der Bauantrag sowie ein Antrag auf europäische Leader-Fördermittel gestellt werden. Gegenwärtig hole der Verein Angebote von Baufirmen ein und kläre die Vorfinanzierung. „Wenn alles so läuft, wie wir uns das denken, beginnt die Sanierung im Frühjahr 2019.“

Das Kulturdenkmal lädt auch dieses Jahr wieder zu mehreren Veranstaltungen ein. Bereits zum dritten Mal findet das Balkanfest mit Live-Bands im August statt, daneben beteiligt sich der Verein am Tag des offenen Denkmals im September und gibt es wieder die Selbstfindungs-Workshops Feuerlauf im April und Oktober. „Das ist eine ganz erfrischende Sache“, spricht die Vereinsvorsitzende aus eigener Erfahrung. „Man läuft am Ende über glühende Kohlen. Ich habe das auch gemacht, und es geht. Es funktioniert wirklich.“

Von Kathrin Haase

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