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Borna Niedriger Pegelstand: Wasserentnahme im Kreis Leipzig verboten – jedoch mit Ausnahmen
Region Borna Niedriger Pegelstand: Wasserentnahme im Kreis Leipzig verboten – jedoch mit Ausnahmen
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15:54 19.07.2019
Dieser Teich in Linda bei Kohren-Sahlis ist ausgetrocknet.
Dieser Teich in Linda bei Kohren-Sahlis ist ausgetrocknet. Quelle: Landkreis Leipzig
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Landkreis Leipzig

Die langanhaltende Hitze im Juni und die fehlenden Niederschläge in den vergangenen Monaten machen den Gewässern im Landkreis Leipzig zu schaffen. Auch nach den Niederschlägen der vergangenen Tage trockneten diese schnell wieder aus beziehungsweise sanken die Pegel deutlich. Entsprechende Messungen in verschiedenen Bereichen offenbarten, dass geltende Grenzwerte bereits unterschritten sind.

Kleinere Gewässer bereits vollständig ausgetrocknet

Kleinere Gewässer sind teilweise schon trockengefallen, wie der Teich in Linda bei Kohren-Sahlis. Was teilweise zu einer Massenentwicklung von Blaualgen auch in Fließgewässern führt. Es ist deshalb erforderlich, die Wasserentnahmen einzuschränken. Die Kreisbehörde weist deswegen darauf hin, dass die Entnahme aus oberirdischen Gewässern auch durch die Anlieger an Gewässern und Eigentümern von Gewässern nicht mehr ohne wasserrechtliche Erlaubnis erfolgen darf. Das gilt insbesondere für die Entnahme mit Pumpen.

Auch der Zschornaer Graben in Watzschwitz führt kein Wasser mehr. Quelle: Landkreis Leipzig

Zur Erklärung: „Grundsätzlich ist für die Wasserentnahme eine wasserrechtliche Erlaubnis von der Wasserbehörde erforderlich. Ausnahmsweise kann der Eigentümer des Gewässergrundstückes oder der Eigentümer des daran angrenzenden Grundstückes ohne Erlaubnis Wasser entnehmen. Diese Ausnahme gilt jedoch nur, wenn keine Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes beziehungsweise keine Veränderung der Wasserbeschaffenheit zu erwarten ist“, informierte Kreissprecherin Brigitte Laux.

Hitze der kommenden Tage wird Situation verschärfen

Das Ökosystem Gewässer steht unter erheblichem Stress. Die Hitze der kommenden Tage wird die Situation noch verschlechtern. Deswegen sind Wasserentnahmen insbesondere mittels Pumpe nicht mehr zulässig. Das gilt auch bei erteilter wasserrechtlicher Erlaubnis. Aus dem Gewässer darf nur so viel Wasser entnommen werden, dass immer noch ein ökologischer Mindestwasserabfluss im Fließgewässer verbleibt.

Schöpfen mit Handgefäßen weiter erlaubt

Die Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde führen verstärkt Kontrollen an den Gewässern durch. Der Gemeingebrauch – in diesem Fall das Schöpfen mit Handgefäßen aus dem natürlichen Gewässer – ist bis auf Weiteres möglich. Grundsätzlich sollte aber ein sparsamer Umgang erfolgen, so die Behörde weiter.

Von lvz

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