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Borna Oberschule: Neubau kostet rund elf Millionen Euro
Region Borna Oberschule: Neubau kostet rund elf Millionen Euro
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05:01 19.04.2018
Die Oberschule Regis-Breitingen muss dringend saniert werden. Eine kostengünstigere Variante ist wohl ein Neubau. Quelle: Andreas Döring
Regis-Breitingen

Ein vorzeigbares Resultat für die Zukunft der Oberschule Regis-Breitingen hat das Spitzentreffen im Landratsamt nicht gebracht. Für die dringend sanierungsbedürftige Einrichtung geht die Tendenz aber aufgrund der Kostenbetrachtung in Richtung Neubau. Dieses abgestimmte Fazit des Gesprächs hat Ines Lüpfert (parteilos), Zweite Beigeordnete von Landrat Henry Graichen (CDU), in seinem Auftrag gezogen. Ausgeklammert wurde die strittige Frage nach dem Standort. Eine weitere große Zusammenkunft soll vor den Sommerferien Ende Juni stattfinden.

Großer Sanierungsstau

Zu den Teilnehmern gehörten die Bürgermeister von Regis-Breitingen und Neukieritzsch, Wolfram Lenk (Die Linke) und Thomas Hellriegel (CDU), je fünf kommunale Abgeordnete sowie Vertreter des Landesamtes für Schule und Bildung. „Die Oberschule liegt beiden Kommunen und dem Landkreis am Herzen“, sagt Lüpfert. „Die Kinder hier kommen ja fast zur Hälfte aus Regis und Neukieritzsch.“

Der große Sanierungsstau und Investitionsbedarf seien ja bekannt. „Deshalb geht es darum herauszufinden, wie wir zu einer zeitgemäßen Hülle kommen.“

Varianten für Neubau und Sanierung

Das Büro Strauss Architekten Borsdorf, das kürzlich den Bau einer Kindertagesstätte in Regis-Breitingen verantwortet hatte, präsentierte nach einer intensiven Bestandsaufnahme Varianten für Neubau und Sanierung. „Das wird beides recht teuer“, so Lüpfert. Günstiger sei ein neues Gebäude – bei dennoch rund elf Millionen Euro. Werde der bisherige Komplex auf Vordermann gebracht, sei mit 2,5 Millionen Euro mehr zu rechnen. „Aber damit steht noch kein Ergebnis fest.“ Auch wenn natürlich das preiswertere Projekt lieber gesehen würde.

Standort ist strittig

Damit allerdings kommt eine in den Vorjahren ungelöste Schwierigkeit ins Spiel. Waren doch 2015/2016 Gespräche von Regis-Breitingen und Neukieritzsch, die langfristig eine Einheitsgemeinde anstreben, über eine gemeinsame Oberschule an der Standort-Frage ge­scheitert. Deshalb wurde diese im ersten Treffen beim Landrat ausgeklammert, sagt Lüpfert.

„Es war klar, dass wir das nicht gleich abschließend klären können.“ Zunächst gelte es herauszufinden, unter welchen Bedingungen welche Variante umgesetzt werden kann. Festgelegt wurde, dass der Regiser Bürgermeister Lenk bei den Dresdener Ministerien in die Spur nach Fördermitteln gehen soll. „Wir bleiben bis zur nächsten Sitzung im Gespräch.“

Lenk: Läuft für mich auf Neubau hinaus

Lenk selbst ist froh, dass der Landkreis seine Unterstützung für das Oberschul-Thema zusagt. „In der Stadt haben wir schon mit unserer Arbeitsgruppe und dem Architekturbüro gesessen. Da ist das Treffen die logische Konsequenz gewesen.“ Mehr als der Gedankenaustausch und die erste Annäherung seien zunächst nicht zu erwarten gewesen.

„Für mich steht fest, dass es auf den Neubau hinausläuft.“ Die Kosten seien für eine zweizügige Oberschule auf der grünen Wiese berechnet worden. „Dass der Bedarf besteht, ist klar. Das Landesschulamt hat eine Bestandssicherheit ausgesprochen.“

Hellriegel: Offen, wo es hingeht

Für Bürgermeister Hellriegel ist offen, „wo die Reise hingeht“. Das Problem können Regis und Neukieritzsch nicht allein beheben. Da seien Landratsamt, Landesschulamt und Kultusministerium mit im Boot. „Es ist eine relativ kostenintensive Angelegenheit. Es muss aber eine Lösung geben.“

Es könne nicht sein, dass vielleicht eine Oberschule ge­schlossen wird, weil die baulichen Bedingungen nicht erfüllt werden. Dann gebe es große Schwierigkeiten für die zwei Kommunen und den Landkreis, die Schulbildung für die Kinder zu gewährleisten.

Die Differenzen zum möglichen Neubau-Ort wollen die kommunalen Chefs nicht befördern. Bisher hatte sich Neukieritzsch für den Standort der Grundschule Deutzen ausgesprochen, die ein DDR-Bau und viel zu groß für die aktuelle Nutzung ist. In Regis-Breitingen wird eine Art Campus mit den schon bestehenden Einrichtungen Kindertagesstätte, Grundschule und Sporthalle bevorzugt.

Von Olaf Krenz

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