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Borna ÖPNV: Südraum-Bus-Projekt erst ab Dezember
Region Borna ÖPNV: Südraum-Bus-Projekt erst ab Dezember
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12:03 05.08.2019
Schematische Übersicht des Liniennetzes Südliches Leipziger Neuseenland Quelle: Landkreis
Landkreis Leipzig

Auf den nächsten großen Wurf beim Verkehrskonzept „Südliches Leipziger Neuseenland“ muss noch etwas gewartet werden. Aufgrund von Kapazitätsproblemen bei einem der großen Busunternehmen soll die zweite Stufe des Projekts nun erst Mitte Dezember umgesetzt werden, teilt Landkreis-Sprecherin Brigitte Laux mit. Ursprünglich war das bereits für den Schuljahresstart am 19. August vorgesehen. Dennoch gibt es bereits einige Verbesserungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Kitzen profitiert von Takt-Bus-Aufwertung

Unter anderem werden nach der Genehmigung vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr bei den turnusmäßigen Fahrplanänderungen in gut zwei Wochen vier Strecken zum Takt-Bus aufgewertet. Dazu gehört die Linie 120 Zwenkau–Kitzen–Knautnaundorf–Rehbach–Knautkleeberg, die montags bis freitags im Zwei-Stunden-Takt verkehrt und am Bahnhof Zwenkau-Großdalzig Anschluss zum Zug LeipzigErfurt hat, informiert Iris Bode, Leiterin des Liegenschafts- und Kultusamtes im Kreis.

In die Linie 121 wird die bisherige 164 integriert, sodass die Strecke nun Pegau–Kitzen–Räpitz–Markranstädt heißt. Sie erhält mehr Fahrten in der Woche und soll montags bis freitags etwa zwölfmal pro Tag absolviert werden. An Wochenend- und Feiertagen sind jeweils vier Touren geplant. Allerdings stehen die im Entwurf angekündigten Anbindungen an den Bahnhof Pegau und nach Elstertrebnitz noch aus.

Takt-Busse werden auch die Linien 163 Günthersdorf–Nova Eventis–Altran­städt–GroßlehnaMarkranstädt und 165 Lützen–Döhlen–Quesitz–Markranstädt. Zudem wird eine reine Schülerlinie 146 Oelzschau–EspenhainRöthaBöhlenZwenkau eingeführt, die früh einmal hin und (nach-)mittags zweimal zurück eingesetzt wird; diese Fahrten stammen aus zwei anderen Strecken.

Bus-Projekt ab Dezember mit mehr Verbesserungen

Wesentlich mehr Änderungen soll es dann erst in vier Monaten geben. Wegen der Insolvenz eines Subunternehmens hat die Thüringisch-Sächsische Personennahverkehrsgesellschaft (Thüsac), die mit der Firma Regionalbus Leipzig (RBL) die Linien im Landkreis bedient, aktuell keine Ressourcen für ein breiteres Angebot im Südraum. Unter anderem mit einer eigenen Ausbildungsklasse für neue Busfahrer sollen die Kapazitäten in der Zwischenzeit aufgebaut werden, sagt Kreis-Sprecherin Laux. Der Start der Umsetzung für die zweite Projekt-Stufe wird deshalb auf den Termin des zentralen Fahrplanwechsels der Deutschen Bahn am 15. Dezember gelegt.

Dann sollen elf Kommunen vom Vorhaben „Südliches Leipziger Neuseenland“ mit (weiteren) vertakteten Linien und einer besseren Abstimmung auf den Zug profitieren, wie das bei „Muldental in Fahrt“ seit 2016/2017 der Fall ist. Dazu gehören die Städte Groitzsch, Pegau, Böhlen, Rötha, Kitzscher, Regis-Breitingen, Zwenkau sowie die Gemeinden Neukieritzsch, Elstertrebnitz, Belgershain und Großpösna.

Neuer ÖPNV-Zuwachs um 330 000 Jahreskilometer

Vor dreieinhalb Jahren war mit der Projektarbeit begonnen worden. Bei der Bürgerbeteiligung 2018 gingen 300 Hinweise zum Projekt ein, von denen viele bei der endgültigen Fahrplangestaltung umgesetzt werden, so Laux. Zudem starteten im Vorjahr schon die sogenannten „Schmetterlingslinien“ zu den Seen und touristischen Höhepunkten.

2020 dann sollen die zwei Verkehrsunternehmen rund 330 000 Kilometer mehr leisten. Zurzeit erbringen Thüsac und Regionalbus im Projektgebiet jährlich circa 3,3 Millionen Fahrplankilometer. Die Steigerung um zehn Prozent wird sich der Landkreis etwa 580 000 Euro zusätzlich kosten lassen, sagt Amtsleiterin Bode. Aufgrund der Verschiebung des Vorhabens wird statt der für das zweite Halbjahr 2019 geplanten gut 130 000 Kilometer und 235 000 Euro nur ein geringer Teil benötigt.

Von Olaf Krenz

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