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Borna Ökostation: Freiwilliges ökologisches Jahr lohnt
Region Borna Ökostation: Freiwilliges ökologisches Jahr lohnt
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00:21 04.08.2018
Die beiden Freiwilligen Hannes Kubach (li.) und Ronan Seidel mit ihrem Betreuer Dietmar Flint. Quelle: Sophie Aschenbrenner
Borna

Ronan Seidel aus Frohburg und Hannes Kubach aus Rötha wirken ziemlich professionell, als sie die Lämmer gemeinsam mit ihrem Betreuer Dietmar Flint über den Zaun heben und in einen Transporter verfrachten. Die Kleinen werden bald geschlechtsreif und müssen daher von der Herde getrennt werden, „bevor sie Unsinn treiben“, wie Flint es ausdrückt. Seidel und Kubach sind ökologische Freiwillige.

Jedes Jahr drei ökologische Freiwillige

Seit zwölf Jahren betreut Flint die ökologischen Freiwilligen in der Ökologischen Station in Borna. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Bildungsjahr für junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Es soll ökologische, soziale, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl stärken. Drei ökologische Freiwillige betreut Flint jedes Jahr, die Einsatzstellen sind dabei vielfältig.

Letzter Monat ist angebrochen

Seidel und Kubach begannen ihren Dienst vergangenen September, in einem Monat ist das Jahr in der Ökostation für sie vorbei. Schon ein bisschen schade, findet Kubach. Er beginnt im Herbst eine Ausbildung zum Forstwirt, hat sich für das FÖJ entschieden, weil das thematisch zu seinen Interessen passt und weil er die praktische Arbeit mag. „Mir hat das alles hier sehr gut gefallen“, sagt er. „Aber ich freue mich jetzt auch auf die Ausbildung.“

Die Freiwilligen und ihr Betreuer Dietmar Flint bei der Arbeit. Quelle: Sophie Aschenbrenner

Die beiden 17-Jährigen hatten im vergangenen Jahr die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen: Weidenmanagement, das Füttern der Tiere im Stall, das Räumen von Wiesen oder die Beseitigung von Sturmschäden. „Hier ist kein Tag wie der andere, und man weiß morgens nie so genau, was der Tag bringt“, sagt Betreuer Flint.

Teilnehmer würden FÖJ weiterempfehlen

300 Euro bekommt jeder Freiwillige pro Monat für eine normale 40-Stunden-Arbeitswoche. Die Summe teilt sich auf in 150 Euro Taschengeld und 150 Euro Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung. Der Anspruch auf Kindergeld bleibt weiterhin bestehen. Fünf Seminare sind im Laufe eines Jahres vorgesehen.

Empfehlen würde Kubach das FÖJ in der Ökostation auf jeden Fall, sagt er. Auch Seidel sagt: „Es war sehr abwechslungsreich, eigentlich hat alles Spaß gemacht.“ Auf ein Highlight während des Jahres könne er sich gar nicht festlegen.

„Die jungen Leute lernen viel“

Flint hat in den vergangenen Jahren schon viele Freiwillige erlebt, zufrieden war er immer, sagt er. „Die jungen Leute lernen auch viel: pünktlich sein und selbstständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und zuverlässig sein.“ Deswegen hält er ein FÖJ für sinnvoll. Viele entscheiden sich auch nach dem Abitur für einen Freiwilligendienst, das FÖJ wird dabei auch als Wartezeit auf den Wunschstudienplatz anerkannt.

Dass sie viel gelernt haben, wird deutlich, wenn man Seidel und Kubach bei der Arbeit beobachtet. Unter Anweisungen von Flint, dabei aber ruhig und gelassen treiben sie die Schafe zusammen, ziehen die Lämmer aus der Herde und verfrachten sie vorsichtig in den Lieferwagen. Auf der nahegelegenen Weide dürfen die Tiere dann wieder ins Freie. Nach dem Gespräch packen sie ein paar Sachen zusammen und steigen wieder mit Flint ins Auto. Denn an diesem Tag steht noch einige Arbeit an.

Von Sophie Aschenbrenner

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