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Borna Ökostation betreut Kröten-Zäune in Schleenhain
Region Borna Ökostation betreut Kröten-Zäune in Schleenhain
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11:00 12.04.2019
Kreuzkröten sind derzeit unterwegs. Quelle: Ökostation
Borna

Es kommt auf die Temperatur an. Wenn es fünf Grad und wärmer ist, setzten sie sich wieder in Bewegung – die Kröten, Frösche und Molche, sagt Martin Graichen, der Geschäftsführer der Ökologischen Station Borna-Birkenhain. Ihr Ziel sind Gewässer, um dort zu laichen. Der Weg dorthin ist allerdings wegen der Straßen, die die Tiere dabei zwangsläufig überqueren müssen, durchaus gefährlich.

Amphibien in Wildschweinsuhlen

Immerhin dürfte jetzt und in den nächsten Wochen die Hoch-Zeit sein, in der sich die Amphibien aus ihren Winterquartieren aufmachen. Dort haben sie die kalten Monate in einer gewissen Winterstarre, etwa geschützt in einem Maulwurfshügel verbracht. Ihr Ziel sind Gewässer, in denen es möglichst wenige Fische gibt. In Frage kommen dafür nach Angaben von Graichen auch so genannte Kleingewässer wie Pfützen, einigermaßen tiefe Fahrspuren oder auch Wildschweinsuhlen.

Krötenzäune am Tagebau Schleenhain

Die Wanderung kann sich einige Tage hinziehen. Kraftfahrer, die davon etwas mitbekommen, sollten langsam fahren. Kröten etwa sind vergleichsweise langsam unterwegs und brauchen durchaus eine gute Viertelstunde, um eine normale Fahrbahn zu überqueren. Deshalb befinden sich etwa an der Straße von Dreiskau-Muckern nach Störmthal Krötenzäune. Die Mitarbeiter der Ökostation betreuen Amphibienzäune im Tagebau Schleenhain, wo sie die Tiere bergen und umsiedeln.

Wanderung innerhalb der nächsten vier Wochen

Dabei dürften die Amphibien die ersten Reize, sich in Bewegung zu setzen, bereits im Februar bekommen haben, als es ein außergewöhnlich warmes Wochenende gab. Innerhalb der nächsten vier Wochen, davon ist Ökostationsgeschäftsführer Graichen überzeugt, ist der große Wanderzug dann abgeschlossen.

Von Nikos Natsidis

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