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Borna Adventsfensterwege verbinden Nachbarn
Region Borna Adventsfensterwege verbinden Nachbarn
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09:06 01.12.2018
Renate und Erwin Littmann (li.) aus Wiederau mit ihrer Tochter Heike Müller und Enkel Lars Matting vor ihrem Adventsfenster im letzten Jahr. Es zeigt den Stall zu Bethlehem. Quelle: Kathrin Haase
Pegau/Elstertrebnitz/Regis-Brei­tingen

Am Sonnabend wird das erste Türchen am Adventskalender geöffnet. Für die einen gibt es kleine Naschereien, andere finden Hochprozentiges, weitere hoffen bei ihren Rubbelfeldern auf den großen Lotteriegewinn. Mancherorts zelebrieren Nachbarn und Freunde die Vorfreude aufs Fest mit gemütlichen öffentlichen Zusammenkünften. In Wiederau und im Pegau-Elstertrebnitzer Wohngebiet „Am Wasserturm“ starten jeweils ein Adventsfensterweg, im Bereich des Kirchspiels Regis-Breitingen wird der „Lebendige Advent“ durchgeführt.

15. Adventsfensterweg in Wiederau

In dem Pegauer Ortsteil gab es wohl als Erstes in der Region diese Aktion. Seit 2004 gestalten Dutzende Wiederauer Familien ihre Fenster und Vorgärten im vorweihnachtlichen Flair. Häufig halten sie für Gäste und Schaulustige Plätzchen, Imbiss und Getränke bereit. Bei Musik ist Zeit für so manches Schwätzchen.

„Das Ganze lebt von den Ideen der Bewohner, aber auch von ihrem Bedürfnis, zusammenzustehen und sich auszutauschen. Das ist richtig schön“, sagt Dieter Frankenberg. Im Oktober, November sehe man die Leute kaum im Dorf, aber im Dezember gebe es beim Adventsfensterweg fast eine Völkerwanderung. Er hat die Adressen und Daten zusammengetragen und auf einer speziellen Tafel im Ort veröffentlicht. Wobei am Tage selbst nicht nachgeschaut werden muss: „Wer da zu uns kommt, muss nur den Menschen nachlaufen.“ Geöffnet werden die „Fenster“ in der Regel 17 Uhr.

Zum Auftakt laden heute die Familien Grimm und Kalisch/Böse ein (Senderstraße 1 und 6). Schon eine halbe Stunde früher geht es beim Hofadvent am 2. Dezember los. „Karin und die Kegler“ gestalten einen kleinen mittelalterlichen Markt. Der Erlös vom Imbiss und das Geld der Spendenbox werden für einen gemeinnützigen Zweck gestiftet. Insgesamt beteiligen sich 37 Haushalte, also gibt es meist zwei Anlaufstellen pro Abend.

Der Plan für den 15. Wiederauer Adventsfensterweg mit Daten und Adressen sowie einer schematischen Karte hängt an einer Tafel im Dorf. Quelle: Dieter Frankenberg

13. Adventsfensterweg im Wohngebiet „Am Wasserturm“

Der Wunsch nach Nachbarschaft und Gemeinschaft überwindet auch den Aberglauben. Im Wohngebiet, das sich Elstertrebnitz und Pegau teilen, steigt die 13. Auflage dieses Treibens. „Schon im Oktober hat es Anfragen gegeben“, sagt Organisatorin Jeannette Schumann. „Vom 1. bis 23. Dezember haben wir täglich ein Angebot, darunter ist eine Premiere.“ Eines Teilnehmers, meint sie. Denn natürlich sind auch die Fenster und Vorgärten der gestandenen Akteure immer Neuerungen, teils mit wiederkehrenden Elementen.

Die Dekorationen können, vom Fußweg aus, meist bis nach dem Jahreswechsel bestaunt werden. Aber wie beim ursprünglichen Ideengeber Wiederau ist die kreative Gestaltung „nur“ der Anlass fürs Zusammenkommen auf den verschiedenen Grundstücken. Zu Beginn ein Muss ist das Singen von Weihnachts- und Winterliedern, dann erst wird die Überraschung freigegeben.

Die Amtstafel am Eingang zum Wohngebiet listet alle Teilnehmer auf. Den Start übernimmt die Familie Mutzel/Wahrlich, Am Wasserturm 64. Los geht es 18 Uhr.

Termine und Adressen: Das Kirchspiel Regis-Breitingen veranstaltet zum dritten Mal den „Lebendigen Advent“. Quelle: Kirchspiel

Lebendiger Advent im Regiser Kirchspiel

Einen größeren Radius und eine etwas andere Art hat die Aktion rund um Regis-Breitingen. Einbezogen sind Ramsdorf, Wildenhain und Hagenest, Deutzen und Hohendorf. Alle gehören zum Kirchspiel, von wo aus Lektor Wolfgang Bönsch die Fäden zieht. Sechsmal pro Woche laden eine Familie oder Gruppe für 18 Uhr auf den Hof, in Haus, Garage und Werkstatt ein. „Jeder dieser Abende, ob drinnen oder im Freien, soll ein ganz besonderes, besinnliches und fröhliches Erlebnis werden; immer anders, immer liebevoll vorbereitet und immer schön“, so Bönsch.

Jeder Gastgeber lasse sich auch bei der dritten Auflage „etwas einfallen, um auf vielerlei Art und unterhaltsam zu informieren, was Advent und Weihnachten bedeuten und wozu eigentlich Gott selbst als Kind in unsere Welt kam“. Nachbarn, Kirchenfremde und Kirchenmitglieder können sich beim gemeinsamen Singen und Musizieren, Geschichten hören, Basteln und Keksebacken, aber auch bei Gebäck, Brötchen, Fettbemmen und Suppen näherkommen.

Zum heutigen Beginn gibt es ab 14 Uhr einen Adventsnachmittag mit Basteln im Pfarrhaus Breitingen. Sonntags öffnet sich kein Türchen (Gottesdienst). Am 3. De­zember ist Treff bei Familie Bönsch, Wildenhain 5 a. Den (privaten) Abschluss gibt es am 22. Dezember bei den Rindern im Stall von Familie Straßburger, Wildenhain 2 c. Dann folgen noch das Krippenspiel im Pflegeheim und die Christvesper am Heiligabend.

Von Olaf Krenz

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