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Borna Pegau: Führung der Ortsfeuerwehr wiedergewählt
Region Borna Pegau: Führung der Ortsfeuerwehr wiedergewählt
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22:20 24.01.2017
Ortswehrleiter Marco Becher (v. l.) und Vize Ronny Wiesner führen die Wehr weitere fünf Jahre. Auch den sechs Mitgliedern des Feuerwehrausschusses haben Bürgermeister Frank Rösel (2. v. r.) und Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg (r.) gratuliert.
Ortswehrleiter Marco Becher (v. l.) und Vize Ronny Wiesner führen die Wehr weitere fünf Jahre. Auch den sechs Mitgliedern des Feuerwehrausschusses haben Bürgermeister Frank Rösel (2. v. r.) und Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg (r.) gratuliert. Quelle: Feuerwehr Pegau
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Pegau

Marco Becher ist für eine zweite Amtszeit als Wehrleiter der Ortsfeuerwehr Pegau gewählt worden. In den nächsten fünf Jahren kann der 34-Jährige dabei weiter auf die Unterstützung von Stellvertreter Ronny Wiesner bauen. Für das seit 2012 amtierende Führungsduo sprachen sich bei der Jahreshauptversammlung im Neuen Schützenhaus jeweils 36 Kameraden aus. Von den 40 Wahlberechtigten der Feuerwehrleute im aktiven Dienst waren 39 anwesend.

Spannender gestaltete sich die Wahl von Mitgliedern für den Ortsfeuerwehrausschuss, der die Wehrleitung unter anderem bei der Dienst- und Einsatzplanung beraten soll. Hier bewarben sich elf Kandidaten für sechs Plätze. Nach der Auszählung der Stimmen musste es einen Losentscheid für das sechste Mitglied geben, da mehrere Aspiranten die gleiche Stimmenzahl erhalten hatten. Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg und Bürgermeister Frank Rösel (parteilos), der den Urnengang geleitet hatte, gratulierten dann der Wehrleitung zur Wiederwahl und den Akteuren des Ausschusses.

In seinem Rückblick hatte Marco Becher zuvor von einem vergleichsweise ruhigen Jahr gesprochen. „2016 hat die Ortsfeuerwehr Pegau 24 Einsätze absolviert, das sind 16 weniger als im Jahr zuvor“, sagte er. Dabei sei es lediglich einmal um einen Brand gegangen. Bei elf technischen Hilfeleistungen mussten die Kameraden einmal Personen und zweimal Tiere retten, einmal waren Tiere zu bergen. Zudem stehen dort eine Sturmschadenbeseitigung und zwei Unfälle mit Straßenfahrzeugen zu Buche. Schließlich leisteten die Elsterstädter zwölfmal überörtliche Hilfe, so der 34-Jährige. Dazu kamen mehr als 2800 Ausbildungsstunden sowie gesellschaftsliches Engagement, etwa bei Karnevalseröffnung und -umzug, Altstadtfest, Tag der offenen Gerätehaustür sowie dem zwölften Weihnachtsbaumverbrennen.

Das Zusammenspiel mit anderen Einsatzabteilungen testeten sie sowie Zwenkauer und Zitzschener Kameraden bei einer Übung im Gewerbegebiet Zwenkau. „Dies fand erstmalig in der kritischen Wochenarbeitszeit statt und sollte aufzeigen, was an verfügbaren Einsatzkräften in der Stadt Pegau vorhanden ist“, sagte Becher. „An diesem Tag war es okay. Wie es in Zukunft aussieht, kann keiner vorhersagen. Wir können nur hoffen, dass immer genügend Personal zur Verfügung steht. Ganz klar: Hier ist die Politik gefragt!“, forderte er Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene.

Der Ortsfeuerwehr gehören 81 Mitglieder an. 39 davon – 34 Männer und fünf Frauen – bilden die Einsatzabteilung, drei weniger als ein Jahr zuvor. Das wird in den nächsten Monaten wohl mit Nachrückern ausgeglichen, erklärte Becher. Während die Alters- und Ehrenabteilung 22 Angehörige zählt, die Hälfte Frauen, bringt es die Jugendfeuerwehr momentan auf 20 Akteure, darunter fünf Mädchen. „Wir haben da 2016 einen regen Zulauf gehabt“, freute sich Jugendwart Denis Kellner. „Gleich neun Neuzugänge haben den Weg zu uns gefunden.“ Er danke allen Kameraden, die ihn bei seiner Arbeit mit dem Nachwuchs unterstützen, besonders seiner Lebensgefährtin, die ihm jegliche Büroarbeit abnimmt, sowie Jürgen Lukosek und Frank Buchmann für die Hilfe bei den Diensten und Wettkämpfen.

Wehrleiter Becher hob die Erweiterung der technischen Ausrüstung hervor. Rund 14 200 Euro wurden unter anderem in ein Fensteröffnungsset, ein Hebekissen, ein Gasmessgerät und einen Führungsmittelsatz sowie Bekleidung investiert. Schmerzlich sei hingegen die Auflösung des Spielmannzugs zu Beginn des Vorjahres gewesen, woraufhin elf Kameraden die Wehr verlassen hatten.

Von okz