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Borna Pegau: Grundschul-Anbau kommt auf andere Hofseite
Region Borna Pegau: Grundschul-Anbau kommt auf andere Hofseite
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18:00 05.06.2019
Im nördlichen Bereich des Schulkomplexes – am Rand des Schulhofs und auf der hinteren Grünfläche gegenüber der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ – soll der Erweiterungsbau für die Grundschule entstehen. Quelle: Olaf Krenz
Pegau

Für die Erweiterung der Grundschule in Pegau wird derzeit der Bauantrag vorbereitet. „Wir haben eine Einigung mit der Schulleitung und den Behörden über die erforderliche Zimmerzahl und damit die Größe des Anbaus erzielt“, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) in der Stadtratssitzung.

Allerdings wird der neue Trakt nicht an das bestehende, 116 Jahre alte Gebäude angesetzt, was die naheliegende Lösung gewesen wäre. Das aber lehnt die untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt ab. Es soll deshalb ein Seitenflügel an der Oberschule, gegenüber der Kindertagesstätte „Sonnenschein“, errichtet werden.

„Vorgesehen sind vier Etagen: Keller- und Erdgeschoss sowie zwei Obergeschosse“, erläuterte Bauamtsleiter Gunther Grothe. Darin soll es unter anderem sechs Klassenzimmer, eine Wirtschaftsküche für den Unterricht sowie einen Werkraum, aber auch Garderoben und Lagerräume geben. „Insgesamt sind wir jetzt etwa bei der doppelten Fläche von den ersten Überlegungen.“

Im nördlichen Bereich des Schulkomplexes, auf der Grünfläche gegen der Kindertagesstätte "Sonnenschein", soll der Erweiterungsbau für die Grundschule entstehen. Quelle: Olaf Krenz

Tragwerksplaner für den Grundschulanbau in Pegau beauftragt

Neben dem Hauptplaner, dem einheimischen Architekturbüro Joachim Albus, bezieht die Stadt jetzt auch einen Tragwerksplaner mit ein. „Das ist für solch einen Bau wichtig, weil er die Statik berechnet.“ Von drei angefragten Büros hatten zwei ein Angebot vorgelegt. Da die Firma AHW Ingenieure aus Halle/Saale auf drei Prozent Nebenkosten verzichtet, ist sie günstiger und erhielt für gut 79.000 Euro den Zuschlag. Wobei dieses Honorar auf eine angenommene Bausumme ausgerichtet ist, so Grothe. „Eine Berechnung der Gesamtkosten liegt noch nicht vor.“

Im vorigen Sommer, bei der Vergabe des ersten Planungsauftrags, war er davon ausgegangen, dass mit einem Projektvolumen von mindestens zwei Millionen Euro gerechnet werden muss. Die Tendenz geht eher nach oben. Im städtischen Haushalt 2019 sind für die Planung generell 150.000 Euro eingeplant.

Kinder aus der Nachbarstadt kommen nicht mehr nach Pegau

Stadtrat Uwe Bartsch (Freie Wählervereinigung Kitzen) blickte über die fürs nächste Jahr erhoffte Fertigstellung hinaus. „Die Schüler rücken doch mal aus der Grund- in die Oberschule auf. Was machen wir, wenn die voll ist?“ Denn der Schulkomplex sei dann dicht, nicht weiter zu bebauen.

Im nördlichen Bereich des Schulkomplexes, auf der Grünfläche gegen der Kindertagesstätte "Sonnenschein", soll der Erweiterungsbau für die Grundschule entstehen. Quelle: Olaf Krenz

Amtsleiter Grothe verwies zunächst auf noch unklare Entwicklungen, etwa Zwenkauer Bestrebungen, eine eigene Einrichtung zu schaffen, so dass die Kinder aus der Nachbarstadt nicht mehr nach Pegau kommen würden. Bürgermeister Rösel sagte, dass die Etagen des jetzt entstehenden Erweiterungsbaus und der Oberschule ineinander übergehen sollen.

Kindertagesstätte „Regenbogen“ wird zuerst gebaut

„Dann ist für die Zukunft leicht eine Verbindung möglich.“ Grothe, der fand, dass der Zuwachs nicht von Dauer sein wird, sprach zudem von Lösungsansätzen mit der ehemaligen Filzfabrik in der Hinterhand. Die freien Teile des großes Gebäudes in der Nähe, meinte Rösel, „werden wir nicht vorschnell anders vergeben“.

Der Abgeordnete Silvio Bringer (Wählervereinigung Pro Pegau) will nicht auf Zwenkau spekulieren, dass dort etwas passiert. „Viel lieber sollten wir die Jugend, auch aus der Umgebung, hier ,verwurzeln, ihr bei uns Möglichkeiten geben“, sagte er. Worauf der Bürgermeister klarstellte, dass erst die Kindertagesstätte „Regenbogen“ gebaut wird. Dann sei der Grundschul-„Anbau“ an der Reihe, „und danach sehen wir weiter“.

Von Olaf Krenz

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