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Borna Pegau hat 60 Kandidaten für 18 Ratssitze
Region Borna Pegau hat 60 Kandidaten für 18 Ratssitze
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16:00 28.03.2019
In Pegau bewerben sich 60 Kandidaten um die 18 Sitze im Stadtrat.
In Pegau bewerben sich 60 Kandidaten um die 18 Sitze im Stadtrat. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau

Es wird wieder reichlich Auswahl geben auf dem Pegauer Stimmzettel zur Stadtratswahl. Mit 60 Kandidaten gibt es sogar noch einen Bewerber mehr als vor fünf Jahren. Zu vergeben sind 18 Mandate. Zum Vergleich: In der Kreisstadt Borna wollen nur 54 Interessenten einen der 22 Sitze gewinnen, und in Groitzsch streben gar nur 37 Menschen den Einzug ins 18 Plätze starke Parlament der Schusterstadt an.

Der Gemeindewahlausschuss um die Vorsitzende Doreen Böhlitz ist am Dienstagabend ohne Mängel-Beanstandung und Zurückweisung ausgekommen. Damit dürfen alle sechs eingereichten Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 26. Mai antreten.

Nicht nominiert hat die FDP für den Stadtrat

Im Vergleich zum ebenfalls halben Dutzend bei der letzten großen Abstimmung vor fünf Jahren gibt es zwei Ab- und zwei Zugänge. Nicht nominiert hat die FDP, die 2014 den Sprung in den Stadtrat verpasst hatte. Dagegen will nun die AfD mitmischen. Und neu ist auch die Wählervereinigung „Bürger für Kitzen mit Ortsteilen“, in der der damals angetretene Siedlerverein Kitzen-Rodeland mit weiteren Akteuren zusammenarbeitet.

Und dieses Bündnis stellt, angeführt vom aktuellen Stadtrat Carsten Iwan, mit 16 Kandidaten aus den nordwestlichen Dörfern der Elsterstadt ein beachtliches Kontingent. Übertroffen wird es dabei nur von der Wählervereinigung Pro Pegau. Die derzeit stärkste Kraft im Stadtrat hat 18 Menschen mit dem Vorsitzenden Kurt Brause auf Platz eins nominiert; 2014 waren es gar 21 gewesen, die sieben Mandate geholt hatten.

CDU schickt zehn Bewerber ins Rennen

Mit jeweils zehn Bewerbern gehen die CDU um Stadtwehrleiter Marco Becher und die Freie Wählervereinigung Kitzen um Vize-Bürgermeister Uwe Bartsch ins Rennen. Die SPD mit einem von Reinhard Döring geleiteten Quintett sowie die AfD mit einem Aspiranten (Norbert Trappe) komplettieren das Feld.

Durchaus bemerkenswert ist, dass die zwei Gruppierungen aus der bis Ende 2011 eigenständigen Gemeinde Kitzen mit ihren elf Orten immerhin 26 Frauen und Männer für ein lokalpolitisches Engagement mobilisiert haben. Das sind rund 43 Prozent und damit fast die Hälfte aller Kandidaten, wobei der Raum Kitzen einen Bevölkerungsanteil von unter einem Drittel der gesamten Kommune (etwa 30 Prozent) hat.

Von Olaf Krenz