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Borna Pegau investiert fast fünf Millionen Euro
Region Borna Pegau investiert fast fünf Millionen Euro
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17:00 04.04.2019
Der Pegauer Stadtrat hat im Rathaus für 2019 Investitionen von fast fünf Millionen Euro beschlossen. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Das Haushaltvolumen der Stadt Pegau steigt ein weiteres Mal. Das liegt vor allem an geplanten Investitionen von rund fünf Millionen Euro für dieses Jahr. „Damit liegen wir in der Region bei vergleichbaren Kommunen weit vorn“, sagte Bürgermeister Frank Rösel in der Stadtratssitzung am Mittwochabend. „Unser Bauamt ist eben sehr rege beim Besorgen von Fördermitteln“, lobte er vor allem Amtsleiter Gunther Grothe.

Hingegen sei es für die Stadt nicht ganz einfach, die dazu erforderlichen Eigenmittel aufzubringen. Während es für Kämmerer Guido Voigt leicht wäre, an der Steuerschraube zu drehen, tue sich der Stadtrat schwer damit. „Deshalb belassen wir die Hebesätze, wie sie sind“, so Rösel.

„Allerdings haben wir stattdessen eine Kreditaufnahme von 499.400 Euro vorgesehen.“ Dieses Geld solle teilweise in den Neubau der Kindertagesstätte „Regenbogen“ im Vorwerk sowie in die Neuanschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20 für die Ortsfeuerwehr Pegau fließen.

Hochwasserprojekte abgearbeitet

Einwände, Hinweise oder gar Kritik gab es aus den Reihen der Abgeordneten nicht. Sie hatten keinen Diskussionsbedarf mehr. „Wir haben ja zweimal ausführlich vorbereiten“, sagte der Bürgermeister. Der Stadtrat beschloss dann einstimmig den Etat 2019 mit Erträgen von insgesamt gut 13,2 Millionen Euro im Ergebnishaushalt, was etwa eine halbe Million höher als im Vorjahr liegt.

Einwände, Hinweise oder gar Kritik gab es aus den Reihen der Pegauer Abgeordneten nicht.. Quelle: Mathias Bierende

Die Aufwendungen sind mit knapp elf Millionen Euro (zuletzt 12,4 Millionen Euro) um einiges niedriger als zuletzt, weil die Hochwasserprojekte abgearbeitet sind. Das beschert der Kommune ein Gesamtergebnis, sprich ein Plus, von reichlich 2,5 Millionen Euro – im Plan. Der Finanzhaushalt sieht sogar Einzahlungen von 18,2 Millionen Euro und Auszahlungen von 16,3 Millionen Euro.

Größtes Pegauer Bauvorhaben „Zwergenstübchen

Das mit deutlichem Abstand größte Pegauer Bauvorhaben des Jahres ist die Kita „Regenbogen“, dafür sind für 2019 mehr als 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Zudem werden die Modernisierung und Erweiterung der Kita „Zwergenstübchen“ im Ortsteil Wiederau fortgesetzt und eine Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 für die Pegauer Ortsfeuerwehr angeschafft (Zahlen im Infokasten).

Haushalt-Details 2019 für Pegau

Hebesätze (keine Veränderung)

Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Flächen) 330 Prozent

Grundsteuer B (bebaute und bebaubare Grundstücke) 390 Prozent

Gewerbesteuer 380 Prozent

Ausgewählte Positionen

Steuereinnahmen 3.862.100 €

Personalkosten 1.643.200 €

Kindertagesstätten (Betrieb, ohne Investitionen) 2.450.500 €

Kreisumlage 1.990.500 €

Kreditaufnahme (voraus.) 499.400 €

Kredittilgung 248.700 €

Größte Investitionen

Kindertagesstätte „Regenbogen“ (Vorwerk) 1.414.800 €

KindertagesstätteZwergenstübchen“ Wiederau 655.000 €

Feuerwehrlöschfahrzeug 465.100 €

Kirchweg Kleinschkorlopp (Straßenbau, Kanal, Beleuchtung) 344.000 €

Coburger Straße (Kanal/Trennsystem, Straßenbau) 505.000 €

Dr.-Otto-Kunzmann-Straße Kitzen (Kanal) 220.400 €

Radweg Pegau–Großstorkw.212.000 €

Hinzu kommen Kanal- und Straßenbau für die Coburger Straße, die Dr.-Otto-Kunzmann-Straße in Kitzen und den Kirchweg in Kleinschkorlopp. Und der im Vorjahr ausgefallene Bau eines Radwegabschnitts zwischen dem Pegauer Gewerbegebiet und dem Bahnübergang bei Großstorkwitz soll nachgeholt werden. Weitere, teils kleinere Positionen betreffen die Planung für die Erweiterung der Grundschule, den Bau von Löschwasserbrunnen in Peißen und Scheidens und den Kauf eines Arbeitsgerätes für den Bauhof.

850.000 Euro aus Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft für Pegau

Etwas höhere Einnahmen als 2018 werden aus den Gemeindeanteilen von Einkommens- und Umsatzsteuer sowie bei den Schlüsselzuweisungen vom Freistaat erwartet. Einen satten Zugang von 850.000 Euro soll der Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft aus Grundstücksverkäufen liefern. Demgegenüber stehen aber auch größere Ausgaben für Personal, Kreisumlage und Betrieb der Kindertagesstätten.

Letzteren nannte Bürgermeister Rösel dabei als größten Posten für die Stadt – mit 2,6 Millionen Euro; wobei das Land 1,6 Millionen Euro Zuschüsse zahlt.

Die Benennung eines neuen Kredits gibt Pegau die Möglichkeit, sich eine solche Summe frischen Geldes zu holen. In den Vorjahren hatte das die Kommune aber nicht ausgereizt. Deshalb war der Schuldenstand zu Beginn dieses Jahres mit knapp 2,6 Millionen Euro – circa 406 Euro pro Einwohner – auch um einiges niedriger als zuvor geplant. Trotz der eventuellen Neuaufnahme ist eine reguläre Tilgung von fast 250.000 Euro eingerechnet, so dass die Verbindlichkeiten Ende 2019 höchstens 2,8 Millionen Euro (446 Euro pro Kopf) betragen dürften.

Von Olaf Krenz

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