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Borna Pegauer Chronist jetzt Ehrenmitglied im Groitzscher Naturfreunde- und Heimatverein
Region Borna Pegauer Chronist jetzt Ehrenmitglied im Groitzscher Naturfreunde- und Heimatverein
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20:00 07.02.2018
Der langjährige Pegauer Ortschronist Tylo Peter (re.) wird als Ehrenmitglied im Groitzscher Naturfreunde- und Heimatverein aufgenommen. Der Vorsitzende Dietmar Schäfer (li.) beglückwünscht ihn dazu. Quelle: Hans-Hermann Koch
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Pegau/Groitzsch

Die Heimatfreunde aus Groitzsch und Pegau haben ein neues Kapitel ihrer guten Nachbarschaft aufgeschlagen. Zur 19. Touristisch-Historischen Konferenz ist der langjährige Pegauer Ortschronist und Buchautor Tylo Peter als Ehrenmitglied im Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch aufgenommen worden. „Das ist eine große Ehre für mich“, freute er sich über die Würdigung. „Wir arbeiten schon seit Jahren zusammen, da gibt es kein Konkurrenzdenken untereinander. Die Groitzscher sind alle sehr nett.“ Aus den Händen des Vorsitzenden Dietmar Schäfer erhielt der 78-jährige Heimatforscher die Urkunde.

Geboren und aufgewachsen ist Tylo Peter in Pegau, bis heute lebt er in seinem Elternhaus in der Leipziger Straße. Seinen Vater, der in Stalingrad vermisst wurde, hatte er nie kennengelernt.

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Die Groitzscher Geschichtskonferenz befasste sich in diesem Jahr mit dem Thema „Sagen unserer Region“. Passend dazu stellte Tylo Peter sein jüngstes Buch „Sagen und Erzählgut aus der Pegauer Pflege“ vor, das er 2017 zusammen mit dem Heimatkundeverein in einer Auflage von 600 Stück herausgab. Daraus las er die Sage vom treuen Hund zu Pegau sowie eine Liebesgeschichte aus dem Groitzscher Sagenschatz vor. Weitere 13 Vorträge handelten ebenfalls von Sagen und Legenden aus dieser Region.

Seit der Wende hat der Heimatforscher fünf Bücher veröffentlicht. Aktuell arbeitet er an einer Begleitschrift für eine Ausstellung im Heimatmuseum über die Pegauer Superintendenten. Doch im Moment ist der 78-Jährige zu einer Schaffenspause verdammt. „Mein Computer ist kaputt, das ist für mich eine Strafe. Da merkt man erst, wie sehr man von dieser modernen Technik abhängig ist.“

Von Kathrin Haase