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Borna Pegauer Grundschüler besuchen Imker und Bisons
Region Borna Pegauer Grundschüler besuchen Imker und Bisons
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14:11 14.05.2019
Imker Thomas Hofmann erklärt den Kindern, wie seine Bienen leben und wie er Rauch erzeugen kann, um sie zu beruhigen. Quelle: Kathrin Haase
Groitzsch/Pegau

Wer ist eigentlich gefährlicher für uns Menschen: die kleine Biene mit ihrem Stachel oder das gehörnte Bison mit einer Tonne Lebendgewicht? „Wenn man sich ruhig verhält, sind sie alle lieb. Da kann überhaupt nichts passieren“, hat der achtjährige Ben gelernt und strahlt dabei über beide Ohren.

Unvergesslicher Schultag für Pegauer Schüler

Gemeinsam mit seiner Lehrerin Angela Steinert, Schulbegleiterin Bianka Hoffmann und seinen Klassenkameraden von der Grundschule Pegau erlebte er jetzt einen unvergesslichen Ausflug ins Grüne. Bäume und Bienen statt Bücher und büffeln. Gesponsort wurde der besondere Schultag vom Bergbauunternehmen Mibrag und umgesetzt von der Regionalgruppe Südraum Leipzig des Naturschutzbundes.

Bienen statt Bücher: Vier zweite Klassen aus Groitzsch und Pegau unternahmen auf Einladung der Mibrag Ausflüge ins Grüne. Sie besuchten das Naturschutzzentrum, die Bisonfarm und einen Imker.

„Hier verbinden sich Spaß mit Lernen auf kindgerechte Weise“, sagt Peter Windolph, Vorsitzender der Regionalgruppe, und freut sich über den Erfolg der kleinen Serie. Die Erlebnistage fanden bereits das vierte Jahr in Folge statt. „Altersgerecht wollen wir den Landschaftswandel durch die Braunkohle als auch die Chancen für die Natur aufzeigen.“ In diesem Jahr nutzten vier zweite Klassen aus Groitzsch und Pegau dieses Angebot.

Diese Bisons leben auf der Farm von Falk Selka in Neukieritzsch. Quelle: privat

Los ging es im Groitzscher Naturschutzzentrum. Christina Fischer führte die Mädchen und Jungen über das weiträumige Gelände im Neuen Weg, zeigte ihnen verschiedene Biotope, den Streichelzoo und vermittelte Wissenswertes über die heimische Vogelwelt. Nächste Stationen waren die Bisonfarm von Falk Selka in Neukieritzsch, die romanische Dorfkirche in Hohendorf, ein Baumsuchspiel am geologischen Lehrpfad sowie der Besuch des Imkers Thomas Hofmann.

Imker Thomas Hofmann zeigt den Kindern, wie die Bienen leben und wie eine Wabe aussieht. Quelle: Kathrin Haase

Vier Bienenvölker unterhält der Hohendorfer derzeit, jedes mit annähernd 20.000 Tieren. Den Kindern zeigte Hofmann, wie das Wohnhaus der Bienen aufgebaut ist, die sogenannte Bienenbeute, wie eine Wabe aussieht und was eigentlich Bienenharz ist, warum die Bienen mit Rauch betäubt werden müssen und wie man letztlich Honig gewinnt. In der Fabelwerkstatt von Katrin Scholz durften die Schüler dann verschiedene Honigsorten testen – unter anderem Robinie, Linde, Sommer- und Frühjahrsblüte, Raps – bevor sie aus Bienenwachs Kerzen herstellten.

Großes Krabbeln auf der Wabe

„Wenn ich die Waben raushole, bekommen sie immer große Augen“, freut sich der Imker über die Reaktionen der Kinder. „Sie sehen, dass die Bienen darauf herumkrabbeln und ihnen nichts tun.“ Einige Grundschüler bringen dabei schon allerhand Wissen über das Leben der Bienen mit, sagt der Gastgeber, für andere war der Ausflug Neuland.

„Es ist schön, dass die Mibrag solche Ausflüge ermöglicht“, meint Thomas Hofmann und möchte dieses Angebot künftig verstärkt in der Altenburger Region unterbreiten. „Lucka liegt nur ein Katzensprung von uns entfernt, das bietet sich für einen Schulausflug geradezu an.“

Von Kathrin Haase

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