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Borna Pegauer Oldtimertreffen legt stark zu
Region Borna Pegauer Oldtimertreffen legt stark zu
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17:37 17.09.2019
Mit 540 Fahrzeugen hat das 16. Pegauer Oldtimertreffen 2019 die Vorjahres-Auflage um rund ein Drittel übertroffen. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Für diesen Ansturm reichte der Kirchplatz längst nicht mehr. Fürs 16. Pegauer Oldtimertreffen musste auch der Markt mit herhalten. Die alten Gefährte mit zwei bis vier Rädern fanden kaum noch Platz im Zentrum der Elsterstadt. Und dazwischen drängelten sich Massen von Besuchern.

Mit 540 Fahrzeugen hat das 16. Pegauer Oldtimertreffen 2019 die Vorjahres-Auflage um rund ein Drittel übertroffen. Neben dem angestammten Kirchplatz ist auch der Markt genutzt worden.

Viel mehr Teilnehmer beim Oldtimertreffen

„Überwältigend dieser Zulauf!“, befand Steven Stötzner vom organisierenden Verein Oldtimerfreunde Pegau. „Es war gut ein Drittel mehr Teilnehmer als im Vorjahr“, sagte der Vorsitzende staunend. „Pegau ist eine der letzten Veranstaltungen in der Region im Kalenderjahr. Deshalb die große Beteiligung“, erklärte Stötzner. Doch nach 300, 350 Fahrzeugen bei den letzten Auflagen in der Elsterstadt wurden diesmal gut 540 registriert: 90 Zweiräder sowie mehr als 450 drei- und vierrädrige Mobile.

Der Kirchplatz mit der Laurentiuskirche war zugleich Anlaufstelle, Ausstellungs- und Imbiss- sowie Startort der Rundfahrt. Die Anmeldung zum Treffen begann am Sonntag gegen 10 Uhr. Schon weit vorher hatten sich Fahrzeugschlangen gebildet, um den „Wegzoll“ zu löhnen. Die ausgegebenen Teilnehmerplaketten waren etwa 11.30 Uhr ausverkauft. Dennoch riss der Zustrom nicht ab. Die 15 Organisatoren hatten sprichwörtlich zu tun wie der berühmte Leipziger Rat.

Geknatter, Getucker, und Zweitakt-Geruch im Stadtzentrum

Zur Eröffnung mit Begrüßung konnte kein Moped umfallen, so viele standen in Reih und Glied. Auto drängelte sich an Auto. Dazwischen schwatzten und fachsimpelten die Besitzer und die Besucher. Anlassen, Starten, Zeigen von Besonderheiten waren die Hauptbeschäftigungen der Teilnehmer. Zuschauer zwängten sich durch die aufgestellten Fahrzeuge. Schauen, Fragen, auch mal Anfassen waren angesagt. Überall Geknatter und Getucker, zudem waberte altbekannter „Geruch“ der Zweitakter über die Ausstellungsflächen. Auf dem Markt posierten unter anderem drei „Sachsenring“-Modelle von Horch (Kombi, Limousine und Coupé). Wer wollte, konnte vom Rathausturm die Fahrzeuge und die Stadt bestaunen. Für Kinder gab es einen Parcours am Volkshaus, das musikalische Zwischenspiel übernahm die heimische Guggemusik „Blablös“.

Prämiert wurde auch. Eine Jury beurteilte, prüfte und wählte aus. Den Preis fürs „Schönste und originalgetreuste Kfz“ erhielt Thomas Eisenschmidt für sein Dodge Business Coupé, Baujahr 1929. 2014 hatte der Bastler den Oldie aus Amerika importiert, seitdem Originalteile gesucht, gefriemelt und gespachtelt. Der Horch-Kombi wurde ebenfalls prämiert. Wer die weiteste Anfahrt hatte? „Hier stehen 115 Kilometer“, zeigte Stefan Glasmacher auf die übervolle Meldeliste. „Auch Gotha und Erfurt sind genannt.“

Der Horch Sachsenring P 240 Kombi ist in Pegau prämiert worden. Quelle: Mathias Bierende

Verein zufrieden mit Treffen und Dreiländerfahrt

Die Dreiländerfahrt startet 13 Uhr. Fahrzeug auf Fahrzeug reihte sich ein, sie wurden von Peter Vetter losgeschickt. „Der Streckenverlauf wurde über die Bundesstraße 2, Bornitz und Könderitz in Sachsen-Anhalt sowie Lucka in Thüringen nach Groitzsch mit Ziel Pegau festgelegt“, sagte er. Alle Teilnehmer, die wollen und deren Fahrzeugen können, fahren die gut 45 Kilometer durch die drei Länder, fügte Stötzner hinzu.

„Der sonnige Sonntag lief perfekt“, lautete das Fazit von Vetter. Und Vereinschef Stötzner versprach: „Auf Wiedersehen 2020.“ Dann hoffen die Oldtimerfreunde wieder auf die große Unterstützung, die sie von Stadt und Bauhof, Vereinen und Unternehmen erhielten.

Von Mathias Bierende

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