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Borna Pflegedienst in Borna von gefährlicher Ausfahrt ausgebremst
Region Borna Pflegedienst in Borna von gefährlicher Ausfahrt ausgebremst
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00:23 11.08.2018
Wer links hier abbiegen möchte, sieht Rosenbüsche und einen Stromkasten statt der ankommenden Autos. Quelle: Sophie Aschenbrenner
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Borna

Wenn Chris Bergmann nur an die Ausfahrt denkt, die sie und ihre Mitarbeiterinnen täglich mehrfach passieren müssen, wird sie schon wütend. „Durch die schlechte Sicht ist das lebensgefährlich!“, sagt sie.

Bergmann leitet einen Pflegedienst in der Eisenbahnstraße 20 in Borna. Um zu ihren Kunden zu fahren, folgen sie und ihre Mitarbeiterinnen der Eisenbahnstraße und biegen dann auf die Deutzener Straße ab. Und da liegt das Problem, sagt Bergmann. Sitzt man neben ihr im Auto, wird sofort deutlich, was sie meint. Die Deutzener Straße macht an der Stelle eine leichte Biegung, und mit ihr der Radweg, den sich Radler mit den Fußgängern teilen und der die Eisenbahnstraße schräg kreuzt. Hält der Autofahrer aus der Eisenbahnstraße kommend ordnungsgemäß vor dem Radweg, um den Radfahrern, die Vorfahrt haben, den Weg nicht zu versperren, ist es schier unmöglich zu erkennen, ob von links auf der Deutzener Straße ein Auto ankommt.

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Immer wieder kritische Situationen

Stattdessen im Sichtfeld: Bäume, Rosenbüsche und ein Stromkasten. „Oft parken auch Autos im Sichtfeld“, erzählt Bergmann. Gegenüber ist eine Bäckerei. Fährt man aus der Eisenbahnstraße zwei Meter weiter, steht der Autofahrer auf dem Radweg, viel mehr sieht er aber immer noch nicht. „Es war schon so oft haarscharf, weil wir die ankommenden Autos einfach nicht gesehen haben“, sagt Bergmann. Viele Diskussionen habe sie schon mit ihren Mitarbeiterinnen geführt. Jede von ihnen muss die Ausfahrt täglich um die acht Mal passieren, allen sei unwohl dabei, immer wieder komme es zu kritischen Situationen.

Stadt will Kreuzung erneut in Augenschein nehmen

Bergmann ärgert sich schon lange, schrieb zahlreiche Beschwerdebriefe an die Stadt. „Was soll denn noch passieren?“ Sie wünscht sich, dass der Stromkasten versetzt wird, die Rosen gestutzt oder die Bäume entfernt werden, um die Sicht zu verbessern. Auf LVZ-Anfrage heißt es aus dem Ordnungsamt: „Die Verkehrssituation wurde durch den Fachdienst Ordnungsangelegenheiten in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem zuständigen Straßenmeister schon vor geraumer Zeit eingehend betrachtet und bewertet. Es konnte kein dringender Handlungsbedarf im Hinblick auf die Verkehrssicherheit in diesem Kreuzungsbereich ausgemacht werden, auch sind aus den vergangenen Jahren keine Vorkommnisse oder Unfälle bekannt.“

Dennoch möchte die Stadt „aufgrund der neuerlichen Hinweise von Frau Bergmann“ die Lage an der Kreuzung nochmals gemeinsam mit Polizei und Straßenbaulastträger in Augenschein genommen werden, so die Stadt weiter.

Von Sophie Aschenbrenner