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Borna Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Borna 2023 bei neun Euro
Region Borna Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Borna 2023 bei neun Euro
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14:00 22.07.2019
Das Vereinshaus in der Röthaer Straße wird saniert.
Das Vereinshaus in der Röthaer Straße wird saniert. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

In vier Jahren soll die Pro-Kopf-Verschuldung in Borna bei 9,37 Euro liegen. Dafür seien im aktuellen Doppelhaushalt der Stadt für die Jahre 2019/20 die Weichen gestellt worden, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Im nächsten Jahr liege die Pro-Kopf-Verschuldung bei 55,89 Euro.

Der Haushalt, den der alte Stadtrat auf seiner letzten Sitzung vor der Stadtratswahl im Mai beschlossen hatte, ist mittlerweile vom Landratsamt des Landkreises Leipzig bestätigt worden und damit rechtskräftig. „Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um in diesem sowie im kommenden Jahr und darüber hinaus weiter in unsere Stadt investieren können“, so Luedtke weiter.

Borna reduziert seine Verbindlichkeiten

Bis zum Jahr 2023, dem aktuellen Planungszeitraum, wolle die Stadt im Vergleich zu 2018 jährlich 26.000 Euro sparen, weil die Zinslast sinke und keine Kredite neu aufgenommen würden. Hinzu komme, dass es der Stadt gelungen sei, innerhalb des letzten Jahrzehnts viele Schulden abzubauen. Lagen die Verbindlichkeiten der Stadt 2009 noch bei 8,5 Millionen Euro, so sollen es im nächsten Jahr nur noch eine Million Euro sein. Im Jahr 2023, wenn die so genannte mittelfristige Planungsperiode endet, werde die städtische Schuldenlast dann auf 180.000 Euro reduziert.

Bornaer Vereinshäuser werden saniert

Die Oberbürgermeisterin verweist auf die zahlreichen Investitionen, die im neuen Haushalt festgeschrieben sind. Dazu gehöre die Sanierung der beiden Vereinshäuser in der Röthaer und der Schulstraße, die mit 800.000 Euro beziehungsweise 2,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Folge sei eine Energieeinsparung von 25 Prozent. Für die Arbeit der Vereine in beiden Häusern seien Zuschüsse von 3000 (2019) und 13.000 Euro (2020) in der Röthaer Straße eingeplant. In die Schulstraße fließen in diesem und im nächsten Jahr 101.000 Euro.

Geld für die Bornaer Sportstätten

Einen beträchtlichen Posten im Bornaer Haushalt machen auch die Gelder für die Vereinsarbeit und die Feuerwehren aus. So sind für die Sportstätten in diesem Jahr 620.000 Euro und im nächsten Jahr 580.000 Euro eingeplant. Für die Arbeit der Feuerwehr in der Kernstadt und den Ortsteilen sind Zuschüsse von 395.000 Euro (2019) und 401.000 Euro (2020) vorgesehen.

Die Feuerwehr Thräna bekommt ein neues Löschfahrzeug LF10. Kostenpunkt 360.000 Euro, von denen 211.000 Euro aus Fördertöpfen stammen. Die beiden neuen Mannschaftstransportwagen für die Brandschützer in Zedtlitz und Wyhra kosten 100.000 Euro. Davon sind 45.000 Euro Fördermittel.

Kreisverkehr an der Leipziger Straße in Borna

Eine weitere Investition, die mit dem neuen Haushalt festgeschrieben ist die Komplettsanierung der Kindertagesstätte „Regenbogenland“. Die Kosten dafür werden mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Der geplante Umbau der Kreuzung Leipziger Straße/Geschwister-Scholl-Straße kostet 2,76 Millionen Euro. Er beginnt im nächsten Jahr. Hier ist die Errichtung eines Kreisverkehrs vorgesehen.

Im so genannten Ergebnishaushalt plant die Stadt für dieses Jahr mit 32,95 Millionen Euro. 2020 sind es 33,7 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt finden sich Erträge und Aufwendungen innerhalb eines Jahres. Es handelt sich um Buchungsgrößen der Verwaltung. Im Finanzhaushalt, in dem für 2019 35 Millionen Euro und im nächsten Jahr 36 Millionen Euro geplant sind, werden sämtliche realen Ein- und Auszahlungen verbucht.

Von Nikos Natsidis