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Borna Ramelow bei der Bornaer Lebenshilfe
Region Borna Ramelow bei der Bornaer Lebenshilfe
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20:02 02.05.2019
Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Bornaer Lebenshilfe.
Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Bornaer Lebenshilfe. Quelle: Paul Taubert
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Borna

Landesgrenzen in Deutschland sollten nicht trennen. Das hat der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow am Donnerstag in Borna betont. Ramelow besuchte dort auch die Bornaer Lebenshilfe, bei der sowohl Behinderte aus Sachsen als auch aus Thüringen zusammenleben.

S-Bahn nach Leipzig ist wichtig für Altenburg

„Für mich hört Thüringen nicht am Ortsschild auf“, so der 63-Jährige auch mit Blick auf die besonderen Beziehungen des Altenburger Landes zum benachbarten Sachsen. Deshalb sei die S-Bahn-Verbindung von Altenburg nach Leipzig von wesentlicher Bedeutung. Er habe sich aus diesem Grund auch für die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung von Sachsen nach Thüringen stark gemacht.

Gemeinsame Kabinettssitzung in Altenburg

Um die Zusammenarbeit beider Bundesländer gehe es auch bei der gemeinsamen Kabinettssitzung beider Landesregierungen am 18. Juni in Altenburg. Keineswegs stehe für ihn eine Debatte um die Neuorganisation der Bundesländer auf der Tagesordnung. „Das ist nur Beschäftigungstherapie.“

Lebenshilfe-Neubau in Borna

Mit dem Lebenshilfe-Neubau besuchte Ramelow ein gelungenes Beispiel länderübergreifender Zusammenarbeit. In dem Gebäude bietet die Bornaer Lebenshilfe 24 schwerstbehinderten Menschen einen betreuten Alltag. Zwölf Plätze sind schwermehrfachbehinderten Menschen aus Thüringen, speziell dem Altenburger Land, vorbehalten. Die anderen stehen Behinderten aus Sachsen zur Verfügung. In dem Gebäude leben die Behinderten mit geschulten Sozialarbeitern bei alltäglichen Arbeiten wie Einkaufen, Kochen, Tischdecken zusammen, so dass sie im Rahmen eines überschaubaren Tagesablaufs aktiv bleiben. Ihnen stehen auch Therapieräume sowie ein Wannenbad und Gruppenräume mit angeschlossener Küche zur Verfügung. Zudem bieten Werkstatt- und Bastelräume Beschäftigungsmöglichkeiten.

Diskussion im Goldenen Stern in Borna

Am Abend diskutierte der thüringische Ministerpräsident dann mit Frank Richter im Goldenen Stern. Richter, früher CDU-Mitglied und jetzt SPD-Kandidat bei den Landtagswahlen am 1. September, war als Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung der erste, der das Gespräch mit den Teilnehmern der Dresdner Pegida-Kundgebungen suchte. Unter Moderation der Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sprachen Ramelow und Richter über das Thema „30 Jahre Mauerfall. Wo steht der Osten?“.

Von Nikos Natsidis