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Borna Regionale Wirtschaft blickt skeptisch in die Zukunft
Region Borna Regionale Wirtschaft blickt skeptisch in die Zukunft
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19:26 01.11.2018
Die regionale Wirtschaft ist kräftig wie lange nicht. Aber es gibt skeptische Blicke in die Zukunft. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Die gewerbliche Wirtschaft im IHK-Bezirk Leipzig, zu dem neben der Messestadt auch die Landkreis Leipzig und Nordsachsen gehören, präsentiert sich im Herbst 2018 weiter mit einer Geschäftslage auf Spitzenniveau. Die Geschäftserwartungen fallen dagegen verhaltener aus als noch im Frühjahr. Der IHK-Geschäftsklima-Index sinkt von der zuletzt erreichten Bestmarke um vier auf nunmehr 134 Punkte. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Leipzig, an der sich 638 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen mit insgesamt mehr als 36 000 Beschäftigten beteiligt haben.

Herbst-Konjunkturbefragung im IHK-Bezirk Leipzig: Bei einer Geschäftslage auf Spitzenniveau sind die...

Gepostet von IHK zu Leipzig am Donnerstag, 1. November 2018

Unternehmen erwarten bessere Rahmenbedingungen

„Die regionale Wirtschaft befindet sich weiterhin in Top-Verfassung. Es ist allerdings ein ernst zu nehmendes Signal, dass die konjunkturelle Zuversicht der Unternehmen nunmehr schwindet. Der seit mehreren Jahren andauernde Wachstumskurs wird nicht wie selbstverständlich fortwähren, wenn jetzt nicht die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden“, sagte IHK-Präsident Kristian Kirpal. „Zwar sind die Unternehmen nach wie vor bereit, in weiteres Wachstum zu investieren und Herausforderungen wie Fachkräftesicherung und Digitalisierung aktiv anzugehen. Angesichts wachsender Risiken erwarten sie jedoch mehr denn je wichtige Weichenstellungen seitens der Politik. Bildung, Fachkräfte, Innovationen, Infrastruktur, Bürokratie… all diese Handlungsfelder erfordern politischen Gestaltungswillen, um die wirtschaftliche Dynamik unserer Region zu erhalten“, so Kirpal.

Aktuelle Situation so gut wie selten

Lage: Auch in den vergangenen Monaten lief die Konjunktur auf Hochtouren. Eine unverändert hohe Inlands- und Auslandsnachfrage sorgte weiterhin für ein breit aufgestelltes wirtschaftliches Wachstum. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage sogar noch etwas besser als im Frühjahr.

Konjunkturelle Zuversicht sinkt deutlich

Erwartungen: Im Gegensatz zur unverändert guten Lagebewertung haben sich die zuletzt ausgesprochen optimistischen Geschäftsaussichten eingetrübt. Zwar befinden sich die Optimisten noch in der Mehrheit, die konjunkturelle Zuversicht aber schwindet spürbar.

Auslandsgeschäfte entwickeln sich positiv

Die Exporterwartungen der Industrieunternehmen hingegen zeigen trotz globaler Handelskonflikte nach oben. Ein Grund dafür liegt in der positiven Entwicklung der Auftragseingänge aus dem Ausland, die seit dem Frühjahr zugelegt haben.

25 Prozent der IHK-Betriebe wollen investieren

Investitionen: Die Unternehmen zeigen sich weiterhin investitionsfreudig. Mehr als jede vierte Firma plant ihre Investitionsausgaben zu erhöhen. Neben Ersatzbeschaffungen befördert insbesondere die hohe Nachfrage den Kapazitätsausbau.

Personalbedarf bleibt konstant

Personal: Der Personalbedarf bleibt auch in den kommenden Monaten hoch, flacht jedoch gegenüber dem Frühjahr – teils auch saisonal bedingt – etwas ab. Aktuell planen 24 Prozent der Betriebe ihren Personalbestand auszubauen, lediglich acht Prozent wollen diesen reduzieren. Der Beschäftigungsaufbau in der gewerblichen Wirtschaft wird sich somit fortsetzen, soweit entsprechende Arbeits- und Fachkräfte noch verfügbar sind.

Fachkräftemangel und Arbeitskosten sind größte Risiken

Risiken: Der Fachkräftemangel ist für die Unternehmen nach wie vor der größte Risikofaktor. Über die Hälfte der Firmen (54 Prozent) sieht dadurch die eigene Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Mittlerweile 45 Prozent der Unternehmen können offene Stellen innerhalb von zwei Monaten nicht mehr besetzen, zum Vorjahreszeitpunkt sagten das noch 40 Prozent. Auch die Höhe der Arbeitskosten belastet weiterhin viele Betriebe, sie belegen im Risikoranking unverändert den zweiten Rang. Dagegen wird die Inlandsnachfrage aufgrund aktuell hoher Auftragseingänge weniger häufig als Risiko gesehen, als noch vor einem Jahr. Stattdessen werden die Kraftstoffpreise, die binnen eines Jahres deutlich anstiegen, wieder verstärkt als Risikofaktor wahrgenommen.

Von lvz

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