Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Regis: Zweiter Wahlgang für neuen Bürgermeister nötig
Region Borna Regis: Zweiter Wahlgang für neuen Bürgermeister nötig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:40 19.01.2020
Im Wahllokal Ramsdorf beginnt die Auszählung der Stimmzettel zur Bürgermeisterwahl der Stadt Regis-Breitingen. Marina Knarr (l.) und Ines Petschke leeren die Wahlurne. Quelle: Olaf Krenz
Regis-Breitingen

Ein ganz enges Kopf-an-Kopf-Rennen war die Bürgermeisterwahl der Stadt Regis-Breitingen am Sonntag zwar nicht. Dennoch konnte keiner der drei Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit von über der Hälfte der Stimmen erlangen. Das beste Ergebnis erreichte Amtsinhaber Wolfram Lenk (Die Linke) mit 40,67 Prozent. Dahinter rangieren Jörg Zetzsche von den Freien Wählern mit 32,93 Prozent und CDU-Bewerber Karsten Jockisch mit 26,40 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,46 Prozent. Damit wird ein zweiter Urnengang erforderlich, der bereits für den 2. Februar angesetzt ist.

Die Auszählung der 1731 gültigen Stimmzettel war nach etwa einer halben Stunde beendet. Der Wahlausschuss unter Leitung der Regiser Hauptamtsleiterin Annett Steiniger hatte keine Beanstandungen. Der Wahltag sei problemlos gelaufen, erklärte sie.

Die Bürgermeisterwahl in Regis-Breitingen ist noch ohne Gewinner. Die Kandidaten Wolfram Lenk (v. l., Die Linke), Jörg Zetzsche (Freie Wähler) und Karsten Jockisch (CDU) benötigen einen zweiten Wahlgang. Quelle: Fotodesign Gahntz (2)/Falk Opelt

„Die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Wahlgangs war hoch“, sagte Wolfram Lenk, der seine 2013 gestartete Arbeit als Stadtoberhaupt weitere sieben Jahre fortsetzen will. „Die Hoffnung auf die Entscheidung war zwar da, aber man muss Realist sein.“ Es sei gut, an der Spitze des Trios zu liegen. Damit werde er in zwei Wochen erneut Anlauf nehmen. Zunächst wolle er aber erst mal die Zahlen auswerten.

Herausforderer Karsten Jockisch ist Politik-Neuling

Wie der aktuelle Bürgermeister war auch Herausforderer Karsten Jockisch ins Rathaus gekommen, um die Ergebnisse aus erster Hand zu erfahren. Die Aufgeregtheit des Politik-Neulings, der erst seit dem Vorjahr im Stadtrat sitzt, wich einer gewissen Benommenheit. „Ich muss das erst mal sacken lassen“, sagte er nur. Er hatte offensichtlich nicht damit gerechnet, lediglich knapp über ein Viertel der Stimmen verbuchen zu können.

„Ich bin nicht aus allen Wolken gefallen“, meinte hingegen Jörg Zetzsche. Er habe mit rund einem Drittel Zustimmung gerechnet. Die 40 Prozent für Lenk haben ihn überrascht, fügte er hinzu. „Ich hatte gehofft, gleichauf mit ihm zu liegen.“ Er freue sich, gegenüber dem hohen Wahlbudget der CDU ordentlich abgeschnitten zu haben. „Da hat wohl der persönliche Einsatz einiges wettgemacht“, sagte Zetzsche bei einer internen Dankeschönveranstaltung der Freien Wähler für den intensiven Wahlkampf. „Ich bin stolz, so eine Truppe im Rücken zu haben. Wir haben uns gleich geeinigt weiterzukämpfen.“

Enttäuschung über die Wahlbeteiligung

Allgemeine Enttäuschung gab es über die Wahlbeteiligung. Schien doch im Vorfeld die Spannung um Fortsetzung oder Wechsel bei den Amtsgeschäften im Rathaus viele Bürger erfasst zu haben. Zumal die gegensätzlichen Kandidaten polarisierten. Doch gerade ein wenig mehr als jeder Zweite griff in die Entscheidung über den neuen Bürgermeister im Pleißestädtchen ein.

Im zweiten Wahlgang am 2. Februar kommt es nur noch auf den Sieg im Dreier-Feld an. Es reicht dann die einfache Mehrheit (auch unter 50 Prozent), um Bürgermeister zu werden. Bis zum 24. Januar könnten die Kandidaten den Rückzug aus der Wahl erklären. Neue Anwärter dürfen aber nicht einsteigen. Der Sieger soll am 1. April seinen Dienst im Rathaus aufnehmen.

Von Olaf Krenz

Große Investitionen und steigende Schülerzahlen – das war die Botschaft von Oberbürgermeisterin Simone Luedtke beim Neujahrsempfang der Stadt.

19.01.2020

Unbekannte haben in Greifenhain und Groitzsch Kupferrohre aus leerstehenden Häusern gestohlen. In einem der beiden Fälle lösten die Täter beinahe eine Katastrophe aus.

19.01.2020

400.000 Euro nimmt die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft dieses Jahr allein für Instandsetzungen in die Hand. Sie will Fassaden sanieren, Vorgärten neu gestalten und vieles mehr.

19.01.2020